Genießerreise Piemont, Toskana und Südtirol

Von Denis Bryll |19.01.2017

Toskana

Die beste Reisezeit ist der Herbst. Ende September sind in vielen Orten Weinfeste (z.B. Alba) und es ist Trüffelsaison (Fiera Nazionale del Tartufo Bianco d'Alba). Die Temperaturen sind in dieser Zeit in allen Regionen sehr angenehm. Grundsätzlich sollte für abends in Restaurants ein Tisch vorreserviert werden. Gerade die einfachen Gerichte sind hervorragend zubereitet und überraschen meist durch die ausgesprochen hohe Qualität.Die genauen Angaben zu den folgenden Restaurant- bzw. Lokalempfehlungen fließen später in das Beratungsgespräch nach der Kontaktaufnahme ein.

Piemont:
Wohnen: über Interchalet Casa im sehr schönen prämierten Agriturismo-Betrieb Cascina del Tiglio bei Asti gelegen mit wunderbarer italienischen Hausmannskost-Küche (unbedingt das Angebot zwei Abendessen zum Preis von einem ausnutzen): Die meisten dazu angebotenen Weine (Dolcetto, Barbera) sind zu meiden. In diesem Fall den teuersten Wein zum Essen bestellen. Ausflüge nach Asti, Alba, Barbaresco, Monforte d'Alba, Barolo und Neive lohnen sich.
Asti bietet nette Lokale (Antipasti Teller unbedingt mit Lardo bestellen, in die Mitte des Tisches stellen, begleitet von einem piemontesischen Rotwein oder bei hohen Temperaturen einen gut gekühlten Weißwein dazu) und gute Einkaufsmöglichkeiten. Diese Stadt ist ein guter Einstieg.
Alba ist ein sehr schöner Ort und mein Favorit. Hier probiert man die traumhafte Pasta mit weißem Trüffel (schwarzer Trüffel geht natürlich auch) und den Barolobraten in ausgesuchten Restaurants. Hier gibt es ein wunderbares Café an der Piazza Risorgimento mit einer sensationellen heißen Schokolade. Das Weinfest Ende September in Alba ist für jeden Weinliebhaber ein Genuss. Man kauft einmalig ein leeres Weinglas und kann an den jeweiligen Winzerständen so viel Barolo und Barbaresco verkosten, wie man möchte. Ansonsten findet man in Alba von Mode, über Lederwaren, Schuhen und Delikatessen viele reizvolle Geschäfte.
Ein winziger aber sehr berühmtes Dorf ist Barbaresco. In der kleinen Kapelle kann Wein verkostet werden. Hier kann man entspannt auf der Terrasse eines Lokals sitzen und Antipasti, Nebiollo und einen schönen Talblick genießen.
In Montforte d'Alba lohnt sich der Besuch aus zwei Gründen. Dieser Ort ist nett anzuschauen und hier gibt es am Piazza Umberto ein Café mit wunderbaren Weinen und Kaffee zu bezahlbaren Preisen und einem guten Blick über das Treiben auf dem Platz, sowie für abends ein verstecktes, hervorragendes Lokal, mit traumhaften, auch bodenständigen Gerichten aus der Speisekammer des Piemonts (z.B. Salsiccia mit Steinpilzen und frischen Kräutern im Backpapier). Die Einheimischen essen hier, Touristen sind weniger zu finden. Man spricht hier nur italienisch.
Das Städtchen Barolo ist ein kleiner, aber feiner Ort. In der Enoteca im Schlosskeller kann man sich für kleines Geld durch ein paar Weine probieren.
Im Piemont kann mittelmäßiges oder winzig portioniertes Essen ein Vermögen kosten. Generell gilt nicht jedes Essen im Piemont als ein Gourmetessen.

Toskana:
Wohnen: Empfehlenswert sind Unterkünfte in der Nähe von San Giminiano oder auf einem Weingut unterhalb von Siena (z. B. über DERTOUR, Interchalet oder TUI). Wichtig ist, alle angestrebten Ziele sollten leicht mit dem PKW an einem Tag zu erreichen sein. Eine schöne und bezahlbare Unterkunft bietet TUI-Wolters mit den Ferienwohnungen Podere Il Gattero (ein etwas abgelegenes toskanisches Steinhaus mit mehreren Wohnungen umgeben von Hügeln mit einem typischen toskanischen Panorama). DERTOUR bietet an der Küste in Forte die Marmi das Hotel Alcione, sowie diverse andere gute Hotels an. Ausflüge in das Landesinnere lohnen nach Florenz, Siena, Volterra, San Gimignano, Lucca, Greve, Colle di Val d'Elsa evtl. ein Abstecher nach Barberino val d'Elsa und Pisa. Forte dei Marmi und Viareggio sind reizvolle Orte am Meer.
Florenz ist eine weltberühmte Stadt mit Flair. Hier findet man die Ponte Vecchio, die Uffizien und den Dom. Florenz ist ein Muss. Vorsicht Selbstfahrer! Hier quält man sich durch den Straßenverkehr á la Italia.
Siena hat einen sehr schönen Dom, einen ungewöhnlichen Hauptplatz (Piazza del Campo) und verwinkelte Gassen. Die Bäckerei Giannini ist hier vertreten und verkauft kleine Köstlichkeiten. Am Piazza del Mercato findet man ein gutes Restaurant mit traditionellen Gerichten aus Siena.
Volterra ist eine wunderbare alte Toskanastadt mit schönen Gassen, netten Lokalen und der Möglichkeit schöne italienische Schuhe zu kaufen.
San Gimignano gilt aufgrund seiner vielen Geschlechtertürme als das Manhatten der Toskana. Man fühlt sich wie in das Mittelalter zurückversetzt. Dieses Städtchen ist einer der schönsten Orte der Toskana. Man möchte sich am liebsten in jeden Winkel setzten und das offiziell beste Schokoladeneis Italiens genießen (das Pistazieneis ist noch besser). Unmittelbar vor der Stadtmauer bietet eine Trattoria hervorragende italienische Küche zum anständigen Preis an. Unbedingt die Pasta di Casa mit Trüffeln, das weiße Chianina Weiderind (Vorsicht: sehr große Portion) bestellen und das hausgemachte Tiramisu reservieren (ein Traum!).
Lucca schaut man an und genießt. Diese außergewöhnlich schöne Stadt ist anders als die bisher genannten Orte. Lucca hat bereits norditalienisches Flair.
Greve liegt mitten im Chiantigebiet und bietet außer dem eigenen Charme eine sehr gut sortierte Vinothek. Hier können in einem Gewölbekeller Wertkarten aufgefüllt werden und in Brunello und Chianti Classico mit Antipasti umgesetzt werden.
Sehr viel mehr als den Piazza die Miracoli (Dom, Baptisterium, Schiefer Turm) muss man in Pisa nicht anschauen. Trotzdem lohnt es, sich für ein paar Schritte von dem Wahrzeichen der Stadt zu entfernen. Pisa bietet verwinkelt Gassen und ist erstaunlich ursprünglich geblieben.
Forte dei Marmi ist ein mondäner Badeort. Hier herrscht das Motto: Sehen und gesehen werden.
Das Seebad Viareggio bietet einen der längsten Sandstrände Italiens und natürlich einige Lokale.
Leicht geschwungene Hügel, alte Steinhäuser, köstliche Weine, italienische Küche zum Niederknien, die Toskana vereint Landschaften wie Postkartenmotive und italienische Lebensart in einer unvergleichlichen Harmonie.

Südtirol:
Wohnen: Das Schlosshotel Sonnenburg nahe Brunneck ist ein über TUI buchbares bezahlbares Traumhotel mit wunderschönem Innenhof, herrlicher Ruhewiese und unglaublich aufmerksamen Personal. Das Hotel bietet schöne Zimmer und eine sehr gute feine sowie deftige Küche. Die Halbpension lohnt sich! Eine Weinprobe mit dem hauseigenen Sommelier ist in der Woche inkl.. Dieser Termin sollte nicht verpasst werden.
In der Nähe von Brunneck gibt es gute Wandermöglichkeiten für einfache Wanderungen. Bessere Bergwandermöglichkeiten bietet das Gebiet um Bozen. Ausflüge nach Brunneck, Bozen, Meran, evtl. Innsbruck und in die umliegende Natur lohnen sehr. Brunneck hat eine etwas versteckte, schöne Einkaufsstraße, an deren Ende ein außergewöhnlich schöner Friedhof liegt. In einer speziellen Enotheque bei einer Flasche Cabernet-Sauvignon, einem Vernatsch oder einem Glas leichten Weißwein mit wunderbaren kleinen Gerichten auf der Terrasse direkt an der Rienz zu sitzen, gehört dazu.
Bozen ist recht groß und besticht durch sein süditalienisches Flair. Hier gibt es einen sich durch die Gassen ziehenden Markt mit wunderbaren frischen Produkten, gute Einkaufsmöglichkeiten, wunderbare Lokale, kleine Ecken zum Verweilen, ein Espresso hier, eine Pasta da. Bozen erhält das Prädikat wertvoll.
 
Meran ist ein netter Ort, schön gelegen mit einer langen Haupteinkaufsstraße, vielen Lokalen mit herrlich deftigen lokalen Spezialitäten (z.B. Schlutzkrapfen oder diverse hausgemachte Knödel mit zerlassener Butter, Speckwürfel und Parmesan). Der Besuch des Dorf Tirol oberhalb von Meran (per Seilbahn plus Bus erreichbar) lohnt sich bei einem Tagesbesuch eher nicht.

Innsbruck lohnt sich nur, wenn man es auf der Hinfahrt oder Rückfahrt einbauen möchte.
Südtiroler Weine sind von höchster Qualität und durchaus erschwinglich. Es gibt von entsprechenden Winzern wunderbare Südtiroler Lagrein, Blauburgunder, Cabernet, Chardonnay... Unbedingt nach einer Wanderung im Lokal eine Jause (Kaminwurzen, Schinken, Käse, Brot) mit einer frischen, hausgemachten Holunderlimonade, einem Vernatsch oder einem frisch gezapften Bier bestellen!

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