It's up to you - NEW YORK, NEW YORK ...

Von Andreas Maar |01.07.2025

Was gibt es nicht alles zu entdecken in dieser Stadt der schier grenzenlosen Möglichkeiten. Selbst wer schon zig mal den Big Apple besucht hat, wird immer wieder Neues finden und eine andere Seite New Yorks entdecken können, zumal sich die Stadt ständig im Wandel befindet, sich in Teilen neu erfindet und so bunt und vielfältig ist, wie keine andere Metropole des nordamerikanischen Kontinents. Im Frühsommer 2025 bin ich zum letzten Mal dort gewesen - und ich habe hier mal meine ganz persönlichen Highlights - abseits der ohnehin bekannten Sehenswürdigkeiten - zusammengefasst.

Los geht's ...

Wenn Sie ankommen und das Wetter es zulässt: Verbringen Sie den ersten Abend gleich mit spektakulären Skyline-Blicken auf Manhattan drüben in Brookyn Heights. Fahren Sie mit der Subway zur Station High Street, bummeln Sie zum Fuß der Brookly Bridge, kaufen Sie ein Picknick und setzten Sie sich in den Brookly Bridge Park - die Wolkenkratzer Lower Manhattans gegenüber im schönsten Abendlicht im Blick. Ein Spaziergang führt dann immer am Flussufer entlang gen Süden vom Pier zu Pier. Das komplette Ufer wurde wunderbar als Park gestaltet und von Ferne grüßt im Abendhimmel die Statue of Liberty weit draußen im Hafen. Zurück geht's erhöht entlang der Brookly Heights Promanade und als krönendem Abschluss bei einbrechender Dunkelheit flanieren Sie über die Brooklyn Bridge. Mehr faszinierendes Stadtpanorama ist für den Auftakt fast nicht möglich! - Wer von den Ausblicken von der Brooklyn Bridge nicht genug bekommen kann: Am ruhigsten ist es am frühen Morgen, wenn noch sehr wenige fotografierende Touristen unterwegs sind. Die Atmosphäre und das Licht sind dann besonders schön.
 
New York ist bekanntermaßen kein günstiges Pflaster. Gerade das Abendessen "haut richtig rein". Eine charmante und günstigere Alternative zum Restaurants-Besuch ist natürlich immer die Picknick-Variante. Und ein herrlicher Ort hierfür ist der gepflegte Bryant Park mit den französisch anmutenden Stühlen und Tischchen - und den Blick auf die altehrwürdige Public Library und die Skyscraper von Midtown gibt's on top. - Und um beim Kulinarischen zu bleiben ... Ein Besuch des Chelsea Markets ist natürlich auch ein Muss.
 
Dass New York so viel Grün bietet, war mir nicht bewusst. Deshalb gleich noch ein ebenso interessanter wie schöner Spaziergang. Im Viertel Hudson Yards mit The Vessel, einer architektonisch sehr originellen Mischung zwischen Gebäude, Kunstwerk und Monument, beginnt der berühmtr Highline Park, der über den Straßen schnurstracks durch Chelsea und den Meatpacking District führt. Die ehemalige Güterzugstrecke bietet fanstatische Ausblicke auf Straßen-Szenerien, innovative Architektur und natürlich jede Menge Grün mit Wasserspielen. Im Meatpacking Districrt angekommen, endet der Highline Park direkt am Whitney Museum. Man könnte also mit moderner Kunst weitermachen - oder einfach die Relax-Variante wählen und das Museum der Studio Bar auf dem Dach wegen besuchen. Danach: Ein Bummel durch das Szeneviertel Meatpacking District mit den ehemaligen Fabrikgebäuden in Backstein-Look ... oder hinunter zum Hudson River mit Little Island - ein "schwimmender Garten" der ganz besonderen Art - laufen. Einen fabelhaften Blick auf Little Island und die Skyline Lower Manhattans hat man gleich vom nördlich gelegenen Pier 57 Rooftop Park! Und wer dann noch nicht genug hat mit Skyline-Blick: Immer in südlicher Richtung kann man soweit man will durch die neu gestalteten wunderschönen Grünalagen am direkt Hudson River laufen. Die Ausdauernden kommen an der Spitze Manhattans im Battery Park raus. Man kann aber natürlich überall unterbrechen und die Subway nehmen.
 
New York von oben. Das gehört natürlich dazu, auch wenn man schon mehrmals dort war: Mein Favorit: Summit One Vanderbilt oder The Edge in Hudson Yards (am schönsten natürlich zu blauen Stunde) und zusätzlich (wegen des vollkommen anderen Panoramas) das One World Trade Center. - Eine grandiose Location für einen späten Cocktail  - etwa nach dem Theaterbesuch - ist die Drehbar "The View" im Marriott Marquis am Times Square. Die Bar dreht sich sehr langsam, so dass die Gäste  das komplette Stadtpanorama genießen können, ohne den Platz verlassen zu müssen.  Das soll sogar in New York einzigartig sein. 

Interessante Architektur findet man neben dem Meatpacking District vor allem in SoHo, Greenwich, Gramercy und Flatiron District, West Village (mein Favorit!) und dem reinen Wohnviertel Brooklyn Heights, als an Eleganz der Fassaden schwer zu toppen ist. Oft wähnt man sich beim Spaziergang durch diese Viertel (oder Neighborhoods, wie sie hier heißen) in London oder Dublin. Elegante Stadthäuser aus dem 19. Jh. und quadratische grüne Squares vermitteln hier ein ganz anderes Bild Manhattans ganz abseits von den Glasfassaden der Wolkenkratzer und dunklen Straßenschluchten. Ein Spaziergang (am schönsten ist eigentlich immer der frühe Vormittag) ist ein Fest für Fotografen und Nostalgiker. Manche Straßenzüge mit der viktorianisch anmutenden Architektur sind fast menschenleer und wirken richtig kleinstädtisch. Es gibt - in manchen Vierteln mehr, in manchen weniger - kleine originelle Läden, verspielt dekorierte Cafés, Ateliers und Galerien, versteckte Hinterhöfe ... Wer die Augen offen hält, wird nicht müde bei diesen Neighborhood-Spaziergängen. als "Guide" durch die schönsten Quartiere der Stadt empfehle ich das hinreißende Buch "New York wie es keiner kennt" von Susan Kaufman. Gut, dass ich es im Gepäck hatte.
     
Wem die Füße wehtun: Von allen angebotenen Schifffahrten ist die große Tour rund um Manhattan (auch der Freiheitsstatue kommt man sehr nah) meines Erachtens die beste. Es ist interessant zu beobachten, wie sich die bebauten Ufer Manhattans verändern und man sich plötzlich inmitten von Natur wiederfindet ... das heimische Rheintal lässt grüßen. 
 
Abends ist für jeden was geboten. Natürlich stehen für viele eine der unzähligen Broadwayshows oder Musicals auf dem Programm. Immer wieder hat man aber auch die Möglichkeit Hollywood-Stars in Theaterstücken auf der Bühne zu sehen. Bei meinem Besuch hatten wir George Clooney oder Denzel Washington zur Auswahl. Wir haben uns für letzteren (zusammen mit Jake Gyllenhaal in "Othello") entschieden. Klassikfans werden in die berühmte Carnegie-Hall oder in die nicht minder illustre MET pilgern. Aber mindestens einmal sollte doch auch eine ausgedehnte Kneipentour auf dem Programm stehen. Das macht man am besten im East Village - beginnend am beliebten und belebten St. Marks Place. Das East Village ist natürlich auch tagsüber einen Besuch wert - mit den vielen Second Hand Läden, originellen Stores und jeder Menge "schrägen Vögeln". Diese künstlerisch-alternative Atmosphäre hat man sonst leider nur noch in wenigen Quartieren Manhattans.   
 
Museums-Highlight der Marke "Klein & Fein" und ohne die Massen von Besuchern in MOMA & Co: Die Neue Galerie gegenüber des Metropolitan Museums im historischen Stadt-Palais mit österreichischer und deutscher Kunst um 1900 ... Klimt, Schiele, Wiener Werkstätte, Franz Marc ...  
 
New York historisch: Einen Blick in das neogotisch-opulente Woolworth Building werfen (bis 1930 das höchste Gebäude der Welt), die prunkvollen Säle der Public Library bestaunen oder - für mich noch schöner - die der exquisiten Morgan Library, und die Surrogate's Hall mit der beeindruckenden Hall of the Records besuchen. In einem Nebenraum kann man hier in die Stadtentwicklung Manhattans in multimedialer Weise von den niederländischen Anfängen um 1600 bis heute eintauchen. Hier kommt wirklich kaum jemand her. Wir hatten die kleine Ausstellung ganz für uns allein. Eine freundliche Dame am Empfang hat uns extra aufgeschlossen. Für geschichtlich Interessierte ein spannendes (und kostenloses) Vergnügen.  

Eine Oase im trubligen Lower Manhattan ist der wie aus der Zeit gefallene Friedhof der Trinitiy Church. Rundherum tobt das Leben. 
 


Fazit

Ja, und jetzt lieg's an Ihnen, sich für Ihren Besuch Ihr persönliches Lieblings-New York zusammenzubasteln. Viel Spaß dabei. Und bei der passenden Unterkunft bin ich gern mit Rat und Tat behilflich - ob Budget-Hotel, 4-Sterne-Hotel gleich beim Broadway mit tollem Früstücks-Buffet oder Luxus mit Rooftop-Bar ... Wir finden das Passende!


Liebe Grüße!!
Ihr

Andreas Maar

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