Sizilien im Frühling!

Von Michael Vivell |12.05.2017

Sizilien ist ein unglaublich abwechslungsreiches Reiseziel, das im Frühling schon wunderbar bereist werden kann.

Natürlich kann man in Sizilien auch einen tollen Badeurlaub verbringen, es gibt ein paar wunderbare Strände auf der Insel und Sonne und Meer sind immer in Reichweite. Dann verpasst man aber ein paar tolle Gelegenheiten, zum Beispiel einige der wenigen aktiven Vulkane in Europa live zu erleben (Ätna, Stromboli). Oder die historischen Städte und die spannenden Ausgrabungen, die einem die wechselvolle Geschichte der Insel lebhaft vor Augen führen.

Wir entschieden uns für einen Sizilienurlaub in den Osterferien aus mehreren Gründen:  die Saison geht gerade erst los, es sind noch nicht so viele Touristen unterwegs wie in den heißen Sommermonaten. Das Wetter ist aber durchaus schon angenehm mit ca. 20 Grad und viel Sonnenschein hatten wir ideale Bedingungen, um auch mit Kindern viele der Sehenswürdigkeiten der Insel zu erleben, ohne das Besichtigungen, Wanderungen oder Fahrerei durch großeHitze zur Strapaze wurden. 

Unsere Anreise ab dem Flughafen Memmingen mit Ryanair verlief sehr entspannt. Unbedingt empfehlenswert ist ein Mietwagen, viele schöne Orte und auch die tollsten Strände sind ohne Auto kaum oder nur sehr umständlich zu erreichen! Wir machten uns vom Flughafen Palermo auf den Weg in Richtung Ostküste, als Unterkunft für die erste Woche hatten wir eine Ferienwohnung in Acicastello (in der Nähe von Catania, am Fuße des Ätna) gebucht. Acicastello ist ein zauberhafter kleiner Ort an der "Riviera di Ciclopi". Die Küstenlinie hier ist gesäumt von großen schwarzen Lavafelsen, die unsere Kinder wunderbar zum Klettern und Spielen fanden. Als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge war Acicastello ideal, man erreicht innerhalb einer Stunde verschiedene tolle Ausflugsziele. 

Wir fuhren zum Beispiel zum Ätna und unternahmen auf halber Höhe zum Gipfel eine Wanderung zu verschiedenen kleinen Nebenkratern, die beieindruckende Ausblicke boten und auch für Kinder gut zu bewältigen war. Taormina ist ebenfalls ein lohnendes Ziel, anschließend kann man im Nebenort Giardini Naxos an der Strandpromenade flanieren oder schon zum Baden ins Meer.

Reist man die Küste Richtung Süden weiter, erreicht man kurz hinter Syrakus die spätbarocke Stadt Noto, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und wo wir das leckerste Eis in ganz Sizilien aßen. Kulinarisch ist Italien ja sowieso ein Traum, wer Pizza, Pasta und auch frischen Fisch und Meeresfrüchte liebt, der wird hier an jeder Ecke fündig.

Auf dem Rückweg von Noto machten wir noch einen Abstecher zu einer wunderschönen Badebucht mit feinstem Sandstrand , der Cala Mosche im Naturschutzgebiet  Vendicara. Der kurze Spaziergang (30 Min.) zum Strand ist absolut lohnend!

Nach einer tollen Woche in Acicastello machten wir uns auf Richtung Norden und fuhren von Milazzo aus mit der Fähre auf die Liparischen Inseln. Im zauberhaften Örtchen Lipari scheint die Zeit stillzustehen, im kleinen Hafen kann man den Fischern zusehen und den Sonnenuntergang bei einem Aperitiv auf der Piazza genießen. 

Am nächsten Tag stand ein weiterer Vulkan auf unserem Programm, wir fuhren wieder mit der Fähre zur Nachbarinsel Vulcano. Hier begrüßt einen schon bei Ankunft im Hafen der typische Schwefelgeruch (faule Eier...). Von dort kann man in einer ca. 2-stündigen Wanderung den "Gran Cratere"  (den großen Krater) besteigen, wo die typischen Fumerolen immer noch heißen Dampf ausstoßen. Es war ein tolles Erlebnis, vor allem für die Kinder, Vulkanismus hier hautnah und quasi zum Anfassen zu erleben. 

Nach einer weiteren Nacht auf Lipari ging es mit der Fähre zurück nach Milazzo und weiter zur letzten Etappe unserer Reise, der quirligen Hauptstadt Palermo. Nach soviel Vulkanismus und Wandern wollten unsere Kinder aber noch eine Strandetappe einlegen. Das war auch machbar mit einem Abstecher nach Oliveri. Hier ist am Fuße eines Vorgebirges die Lagune von Oliveri, auch genannt Tindari, geformt von einer Landzunge. Im Naturreservat Tindari befinden sich kleinere Gewässer, die zum Teil Süß- und zum Teil  Salzwasser führen. Mit seinen endlos weißen Sandflächen ist die Lagune ein beliebter Badeort (vor allem der Strand von Marinello), wir konnten in der Vorsaison diesen Traumstrand und seine Weite fast menschenleer genießen!

Nach 2 weiteren Stunden Autofahrt erreichten wir Palermo und tauchten gleich ein, in diese quirlige Metropole.  Unsere Unterkunft war in einem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert und obwohl wir im lebhaften "Vuccheria"-Viertel wohnten, hatten wir einen ruhigen kleinen Garten zum Entspannen. Wir erkundeten Palermo zu Fuß und ohne Eile. Ein Highlight: im Kaufhaus Rinascente in den 4. Stock fahren und den Blick von der Dachterasse aus genießen! Gerne auch bei einem Cappucchino oder Aperitiv.
Salute! 


Fazit

Sizilien ist ein wunderbares Reiseziel für die ganze Familie. Wir empfehlen die Vor- oder auch die Nachsaison zu nutzen, um diese vielfältige, geschichtsträchtige Insel zu entdecken und in Ruhe zu genießen.


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