Namibia - Windhoek, Etosha, Sosusvlei, Luxus der Weite

Von Martin Bayer |21.03.2017

Ursprüngliche Landschaften, eine faszinierende Tierwelt, zahlreiche Outdoor-Aktivitäten und diese einzigartige Mischung aus afrikanischen und europäischen Einflüssen machen Namibia zu einem faszinierenden Reiseziel.

Nach ca. 10 Stunden Flug erreicht man Windhoek, die Hauptstadt Namibias und Ausgangspunkt für alle Touren durch Namibia. Vermutlich vor ungefähr 160 Jahren haben die ersten (Oorlam-) Nama unter Kaptein (Führer) Jonker Afrikaner bei "!Ae-gams" ihr Lager aufgeschlagen. Schlicht "Heiße Quellen" nannten sie den Ort im heutigen Stadtteil Klein Windhoek, an dem über 70 Grad heißes Wasser aus dem Boden sprudelte. 1890 errichtete Schutztruppen-Kommandeur Curt von Francois nicht weit davon entfernt die Alte Feste. Seit jener Zeit ist Windhoek Sitz wechselnder Verwaltungen für das Gebiet des heutigen Namibia. Die Spuren und der Einfluss der deutschen Kolonialzeit und der späteren südafrikanischen Mandatsherrschaft sind in der Hauptstadt allgegenwärtig. Hier das Reiterdenkmal, der Tintenpalast oder der Bahnhof, dort das im Stil der Sechziger Jahre errichtete Gebäude der Stadtverwaltung, der Post oder der bombensicher angelegte Bau des staatlichen Rundfunks. Neueren Datums sind das raumgreifende Gebäude des Obergerichts und Statuen von Führern des Widerstands gegen die jahrzehntelange Unterdrückung durch das Apartheids-Regime Südafrikas. Zwischen diesen Relikten der Vergangenheit bewegen sich die Menschen der Gegenwart, ohne in ihrem Alltagsgeschäft davon Notiz zu nehmen. So verschmelzen in der Hauptstadt Namibias das Vorgestern mit dem Gestern und Heute, mischt sich afrikanisches mit europäischen, auf kontrastreiche, nicht immer spannungsfreie, aber stets anregende Weise. 

Von Windhoek führt uns diese Tour zunächst Richtung Norden. Nach einem kurzen Stopp in Okahandja, wo wir auf dem örtlichen Handwerkermarkt, die handgeschnitzten Holzfiguren bewundern oder einkaufen können, geht es weiter nach Outjo. Hier begegnen wir der deutschen Vergangenheit in der örtlichen Bäckerei bei Kaffee und einem gepflegten Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Ziel unserer heutigen Etappe ist der Nationalpark Etosha Pfanne. Wir können entweder etwas außerhalb auf einer privaten Lodge, z.B. der luxuriösen Epach Game Lodge & Spa oder in den Bungalows eines der staatlichen Restcamps im Park übernachten. Von Süden kommend bietet sich hier zunächst das Okaukuejo Rastlager an. Diese Rastlager wurden in den letzen Jahren komplett renoviert und ausgebaut, jedoch gilt es einige Abstriche bei Service und Komfort hinzunehmen. Die Rastlager haben jedoch einen großen Vorteil: sie liegen mitten im Nationalpark und verfügen über beleuchtete Wasserlöcher, so dass man während der Trockenzeit Nachts bequem von einer Art "Tribüne" Tiere beobachten kann. Mit ein wenig Glück sehen Sie hier Nashörner und Elefanten aus nächster Nähe. Ein wahrlich imposanter Anblick! Nicht versäumen sollte man eine oder besser mehrere Pirschfahrten durch den Park. Man findet eine Vielzahl großer und kleiner Tier, Herden verschiedener Antilopenarten, wie Springböcke, Kuh- oder Oryxantilopen, Ansammlungen von Gnus, Zebras oder Strause. Mit ein wenig Glück trifft man auf ein Löwenrudel, das faul in der Sonne liegt und sich wenig um die Touristen schert. Ein Geheimtipp sind die vielen Vögel, wie Sekretär, Weißrückengeier oder der seltene Paradieskranich. In Etosha gibt es immer etwas zu entdecken und die niedrige Vegetation lässt Tierbeobachtungen sehr gut zu. 

Von Etosha führt uns der Weg ins Damaraland. Unterwegs bietet sich ein Stop beim versteinerten Wald an. Eine Vielzahl von versteinertem Holz aus einer längst vergangenen Epoche fasziniert ebenso, wie einige der seltsamen Welwitschia Pflanzen. Danach geht es weiter nach Twyfelfontain, wo man bequem in der gleichnamigen Lodge übernachten kann. Hier kommen Fleischliebhaber beim Abendbuffet auf ihre Kosten. So kann man wählen zwischen Rind, Lamm oder Schwein, aber auch Oryx, Kudu, Elen, Straus oder Krokodil. Und nach dem Essen nimmt man einen kleinen Absacker in der typisch afrikanischen Bar. Am nächsten Morgen besucht man zunächst Twyfelfontain mit seinen über 5000 Jahren alten Buschmann Gravuren. Dieser Ort wurde zwischenzeitlich als Erbe der Menschheit von der UNESCO geschützt. Vorbei am Verbrannten Berg geht es zu den Orgelpfeifen, eine Sammlung senkrechter Doleritsäulen vulkanischen Ursprungs, die zwischen 130 und 150 Millionen Jahre alt sind.

Die Fahrt führt weiter Richtung Cape Cross, wo wir eine der größten Robbenkolonien des Landes finden. Bis zu 200.000 Tiere tummeln sich hier auf engsten Raum und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Zur Übernachtung fährt man dann am besten ins südlich davon gelegene Swakopmund, dem bedeutendsten Urlaubsort Namibias. Auch hier stößt man auf Zeugnisse der deutschen Geschichte mit dem alten Leuchtturm, dem Amtsgericht oder der deutschen Buchhandlung. Übernachten kann man z.B. im ****- Hotel Swakopmund, das im ehemaligen Bahnhof untergebracht ist. Machen Sie von dort einen Ausflug nach Walvis Bay, welches zunächst nur ein Industriehafen ist. Allerdings kann man hier zu einer spektakulären Bootsfahrt starten. Sie fahren mit kleineren Motorbooten auf die Bucht hinaus, sehen Delfine und Robben. Diese kommen, angelockt vom bereitgehaltenen Fisch bis auf das Boot und lassen sich streicheln oder stehen für Fotoaufnahmen zur Verfügung. Spektakulär auch, wenn der Bootsführer Möwen und Pelikane im Flug aus der Hand füttert!

Namibia bietet noch wesentlich mehr Sehenswürdigkeiten, wie die bekannten Dünen von Sossuvlei, die man auf jeden Fall besuchen sollte, oder Keetmannshoop mit Giants Playground oder dem Köcherbaumwald. Die Beschreibungen sollen nur ein kleiner Vorgeschmack sein und Lust machen ein faszinierendes Land zu entdecken.

Informationen: Windhoek wird 5x pro Woche direkt von Frankfurt mit Air Namibia und 1x mit LTU von München angeflogen. Dazu gibt es verschieden Umsteigeverbindungen vor allem über Johannesburg. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis etwa Mitte Dezember, wobei hier die Zeit ab etwa Mitte September besonders zu empfehlen ist. Im Juni und Juli hat man zwar sehr klare Luft, jedoch kann es auch relativ kalt werden. Namibia ist sehr sicher und problemlos zu bereisen. Falls man vor hat das Land mit dem Mietwagen zu bereisen, empfiehlt sich unbedingt ein Allradfahrzeug, da man zu 80% auf ungeteerten Schotterstraßen fährt. Die Entfernungen in Namibia sind sehr groß und an bestimmten Tagen sind Etappen von 300 - 400 Kilometer durchaus zu fahren. Das Land ist ungefähr 2,5 mal so groß wie die Bundesrepublik, bei nur knapp 2 Millionen Einwohnern. Namibia ist ein Land für Entdecker, die einen Hauch Abenteuer suchen.

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