Tibet - Himalaya: Auf dem Dach der Welt

Von Gunter Freissle |09.06.2015

Traum oder Wirklichkeit?
Tibet ist ein Ziel wie kein anderes: Beeindruckendes Lhasa, großartige Paläste und Klosteranlagen verstreut im ganzen Land, überall wehende Gebetsfahnen, drehende Gebetsmühlen, mystischer Mönchsgesang. Zottelige Yaks, die am Fuße des Himalaya grasen, umranden das fremde Bild. Der Dalai Lama ist weit weg und doch sehr nah.

Ein Kindheitstraum wird wahr

Tibet: Kein anderes Ziel fasziniert mich und zieht mich seit Jahren so stark in den Bann. Meine Einreise erfolgt über Kathmandu in Nepal und bietet den perfekten Einstieg und Übergang in diese ganz andere Welt. Dazwischen liegt der Himalaya mit dem höchsten Berg der Erde. Um den Grenzverlauf an dessen Gipfel wird stets gerungen. Die Grenze zwischen den Staaten ist nicht immer offen. Dann gibt es alternativ die Möglichkeit der Einreise über China. Falls möglich, empfehle ich persönlich, über Kathmandu einzureisen: entweder im bequemen Direktflug oder auch auf dem durchwegs sehr abenteuerlichen Landweg - vorausgesetzt man bringt ausreichend Zeit mit. Aber auch die Anreise mit dem Zug von China aus ist eine tolle Alternative!

Höhenluft auf knapp 4.000 Metern ü. M.

Bereits bei Ankunft spüre ich sofort die äußerst dünne Luft. Unser Reiseleiter informiert uns über Tag 1: Nichts tun! Nichts! Nicht einmal duschen ist erlaubt, da dies den Kreislauf zu sehr ankurbelt und den Körper zu sehr anstrengt. Langsames Akklimatisieren an die Höhe von knapp 4.000 Metern ist sehr wichtig, um die nächsten Tage richtig genießen zu können. Danke für den Tipp.

Der Potala-Palast

Der Potala-Palast beeindruckt von Weitem und dominiert ganz Lhasa. Er thront über Tibet und das verlassene Reich des Dalai Lama. Die Innenbesichtigung ist ein Muss. Großartige Räumlichkeiten sind Zeugen einer tief beindruckenden Kultur, die wir heute nur noch erahnen können. Meditationshallen, Schreine, Statuen und die Räume, in denen der 14. Dalai Lama bis zu seiner Flucht lebte, machen den Winterpalast so interesssant. Sehr beeindruckend ist für mich die tiefe Religiosität der Tibeter und die damit verbundenen Zeremonien. Ich tauche ein in eine fremde Welt des Tibetischen Buddhismus und bin fasziniert: Die Pilger umrunden den Potala-Palast.

Gebetsmühlen und Prozessionen um den Jokhang-Tempel

Der Jokhang-Tempel ist das größte Heiligtum in Lhasa. Die alten Gebetsmühlen mit den Gebetstexten werden während der Umrundung nonstop im Kreis gedreht. Die sich stets wiederholenden Bewegungen wirken auf uns Europäer wie Relikte einer völlig fremden Kultur. Der Blick in die von Wind, Wetter und Sonne gegerbten Gesichter der gläubigen Tibeter verrät ein Leben, welches lange vor unserer Zivilisation begonnen haben muss. Ich bin tief beeindruckt und hoffe, dass der Speicherplatz auf meiner Kamera ausreicht für diese einzigartigen Motive. Es ist alles viel, viel faszinierender als ich mir dies vorstellen konnte.

Sprachliche Schwierigkeiten

Erstmals habe ich während einer Reise wirklich ernsthafte Kommunikationsprobleme: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch sind hier völlig nutzlos. Ein Einkauf ohne unseren Reiseleiter oder eine Fahrt im Taxi ohne schriftliches Dokument mit Nennung des Reiseziels entwickeln sich zur unlösbaren Odyssee. Nur sehr geübte Gestiken führen zum Ziel oder auch nicht ....

Klöster & more: Drepung, Pelkhor Chöde, Shalu, Shigatse, Tashilunpo, Sakya

Zutiefst beeindruckt bin ich von den Zeremonien und von den wunderschönen
Gesängen der Mönche in den zahlreichen tibetischen Klöstern: Drepung, Pelkhor Chöde, Shalu, Shigatse, Tashilunpo, Sakya sind die Highlights. In Tashilunpo residiert der Panchen Lhama , die Reinkarnation eines Buddhas. Unser Reiseleiter erklärt uns die Problematik von Politik und Religion in Tibet. Mehrfach haben wir das Glück, zeitlich exakt den richtigen Moment zu erwischen und Teilnehmer einer beeindruckenden Zeremonie zu sein. Ein Rätsel löst sich jedoch erst relativ spät: Was verstecken die gläubigen Mönche vor unseren neugierigen Augen unter ihren roten Gewändern? Als das Geheimnis gelüftet wird, sind wir doch sehr überrascht: Red-Bull Dosen. Offensichtlich sind Aufputschmittel erforderlich, um die stundenlangen Gesänge leisten zu können.


Fazit

Tibet ist anders und hat mich in seinen Bann gezogen. Haben Sie "Sieben Jahre in Tibet" gesehen? Gönnen Sie es sich live und lassen Sie sich überraschen, wieviel Kultur und Religiosität erhalten geblieben ist trotz politisch veränderter Rahmenbedingungen. Die Landschaft ist so unglaublich großartig wie im Film und dank der Höhe gibt es hier ein einzigartiges Licht. Der Himmel stets im tiefsten Blau, so wirkt die gesamte Kulisse oft fremdartig wie aus einem Film.


Tibet = erklärungsbedürftig u. beratungsintensiv. Ich freue mich, wenn Sie sich für diese großartige Destination entscheiden.

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