Salvador da Bahia – das schwarze Herz Brasiliens

Von Ilona Preißinger |20.06.2017

Praia da forte

Salvador da Bahia wurde im Jahr 1549 gegründet  und war lange Zeit Hauptstadt der portugiesischen Kolonie. Durch den Export von Zucker, Gold und  Edelsteinen wuchs die Stadt sehr schnell und blieb für zwei Jahrhunderte die bedeutendste Stadt Brasiliens. In dieser Zeit entstanden unzählige prunkvolle Kirchen, Häuser und Paläste. Mit dem Abschwung der Zuckerindustrie verlor Salvador an Bedeutung, so dass 1763 die Hauptstadt nach Rio de Janeiro verlegt wurde. Zudem war die Stadt das Zentrum des Sklavenhandels, und so sind heute rund 80 Prozent der Einwohner Nachkommen afrikanischer Sklaven, die während der Kolonialzeit über den Atlantik verschifft wurden. Der afrikanische Einfluss ist überall deutlich zu spüren: in der vielfältigen Küche, in der Musik, im Kampftanz „Capoeira“ und in den religiösen Zeremonien. So ist Salvador ist das Zentrum des Candomblé,  einem afrobrasilianischen Glauben, dessen Ziel es ist, Kontakt mit den Orixás, den Göttern, herzustellen. Touristisch wurde Salvador da Bahia vor allem durch die großen Karnevalsveranstaltungen bekannt. Der "Carnaval da Bahia" hat jährlich bis zu 2,5 Millionen Teilnehmer und an mehreren Tagen und Nächten verwandelt sich Salvador in eine Karnevalsstadt. Typisch für die Region ist der Axé, ein schneller Rhythmus, der auf Trommeln und Afoxes, der typischen brasilianischen Rassel gespielt wird. Salvador wird von einer Bergkette in eine Oberstadt, die cidade alta, und eine Unterstadt, die cidade baixa, unterteilt. Das restaurierte historische Zentrum Salvadors liegt auf der Steilküste in der so genannten Oberstadt. Hier befinden sich die Kathedrale sowie zahlreiche weitere Kirchen und historische Gebäude. Lohnenswert ist besonders die Klosterkirche Sao Francisco mit ihren blattgoldverzierten Innenräumen. Als besonders sehenswertestes Viertel gilt der in der Oberstadt gelegene Pelourinho, der aufwändig restauriert und 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Pelhourinho war zu Kolonialzeiten der ehemalige Sklavenmarkt und hat sich zum traditionellen Künstlerviertel der Stadt entwickelt. In den kleinen Kopfsteinpflastergassen findet man zahlreiche Geschäfte und Ateliers,  kleine Kneipen und nette Restaurants. Über den 85 Meter hohen Fahrstuhl Elevador Lacerda gelangt man schnell in die Unterstadt. Am Mercado Modelo, dem ehemaligen Fischmarkt, findet man schöne kunsthandwerkliche Souvenirs und kann bei einem leckeren Caipirinha den Sonnenuntergang mit einem wunderschönen Blick über den Hafen und die Allerheiligenbucht genießen. Neben seiner vielseitigen Kultur hat die Region auch eine endlos lange Badeküste zu bieten. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreicht man den hübschen Badeort Praia do forte. Das ehemalige Fischerdorf hat sich perfekt auf den Tourismus eingestellt und in der malerischen Fußgängerzone kann man zwischen vielen kleinen Geschäften, Bars und Cafes wunderbar bummeln.  Paradiesisch sind die kilometerlangen, traumhaften Strände! Das türkisblaue Wasser glitzert in der Sonne und unter einer der vielen Kokospalmen findet man immer ein schattiges Plätzchen, an dem man kann  die traumhafte Aussicht genießen kann. Schöne Ausflugsmöglichkeiten bietet das Schildkrötenprojekt   „Tamar“ oder ein Bootstour zum „whale watching“.


Fazit

Noch ist die Region ein touristischer Geheimtipp. Die teils menschenleeren Strände bieten sich im europäischen Winter für Sonnenhungrige und Wassersportler an. Entdecken auch Sie den Kulturmix und die Naturschönheiten dieser Region, ich berate Sie gerne!


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