AIDA Nova - Mutter&Tochter-Kreuzfahrt Dänemark&Oslo
Von Susanne Keller |30.08.2026
... weil es letztes Jahr so schön war: Coolcation .... aber diesmal größeres Schiff, anderer Starthafen und neue Route. "HI AIDA - wann legen wir ab?" Hyggelig in Dänemark und Kultur-verrückt in der modernen City von Oslo. Bei Stopps in Oslo und dem dänischen Kopenhagen erlebt man eine Kombi aus historischen Altstädten und lässiger skaninavischer Lebensart.
Start in Kiel - auch eine Reise wert :)
In den Sommerferien mit der Bahn in den hohen Norden reisen - mutig. Eigentlich wäre die Anreise nach Kiel mit ICE gut machbar. Mit Sommerbaustellen und Zugausfällen war es eine halbe Weltreise. Aber als wir endlich da waren, hat uns der Charme der Stadt sofort gepackt.
Die Kieler Förde geht mitten durch die Stadt. Überall sieht man Schiffe, Fähren und Segelboote. Viele AIDA-Gäste übernachten hier und schon am Vorabend gibt es eine tolle Einstimmung auf unsere Kreuzfahrt auf dem Kieler Bootshafen-Sommer mit AIDA-Live-Bühne.
Wir haben diesmal den Shuttle-Service vom Bahnhof zum Schiff gebucht (obwohl man auch zu Fuß ganz gut hinkommt) und geben unsere Koffer schon am HBF in Kiel ab. Jetzt müssen wir uns nur noch um unser Handgepäck kümmern.
AIDA Perla im Vergleich zu AIDA Nova
Bissl Sorge hatte ich vor der riesigen AIDA Nova ehrlich gesagt schon. Schließlich haben hier knapp doppelt so viele Passagiere Platz (ca. 6600 Gäste) als auf AIDA Perla. Aber unser Check-In lief viel schneller ab als im letzten Jahr - lag das an Kiel oder dem Schiff? Dass soooo viel mehr los war als auf unserer Norwegen-Route habe ich nicht bemerkt. Die Auswahl an Restaurants und Bars war größer. "Gott sei Dank" gibt es auf beiden Clubschiffen die Favoriten meiner Tochter :) : das Fuego und das Brauhaus. So gab es keine Enttäuschung beim Kind. Außerdem ist die Streetfood-Meile auf der Nova mit Döner, Falaffel, Brot&Stulle plus Curry-Wurst fast besser als die "Scharfe Ecke" auf der Perla - aber das ist natürlich Geschmacksache.
Das Oberdeck mit Skywalk hat mir auf der Nova "gefehlt" und wir haben uns ein paar Mal verlaufen, weil Layout von Beach Club und Four Elements sich unterscheiden - aber das ist wirklich "Jammern auf höchstem Niveau".
die Route als Ergänzung zu unserer Norwegen-Reise von 2025
Ich kann gar nicht sagen, welche Tour mir besser gefallen hat. Denn ich fand sowohl die Fjord-Reise mit 2 Seetagen als auch die Kombination Landschaft mit Kopenhagen, Oslo und Aarhus super. Mein "fussfauler"Teenie war aber diesmal von Städteflair plus Dünenstrand eher überzeugt.
Beide Male war unser Balkon für mich als Rückzugsort den Aufpreis zu den anderen Kabinenarten (Meerblick- oder Innenkabine) definitiv wert!
Auf dieser Reise gab es keine "echten" Seetage. Aber Übernachtung im Hafen von Oslo und von Kopenhagen - so war ich nicht schon direkt nach dem Anlegen "nervös" um möglichst nichts zu verpassen.
eine Woche: keine Schule, kein Alltag, kein Terminstress - stattdessen: Meer, neue Städte und skandinavisches Lebensgefühl
Skagen: ganz im Norden Jütlands und bekannt für seine hübschen gelben Häuser und natürlich für Grenen - die Landspitze an der sich Ostsee und Nordsee treffen.
Ohne Shuttle oder langen Transfer kann man direkt vom Schiff und den kleinen Ort zu Fuss oder auch mit dem Fahrrad erkunden. Gemütliche Gassen, eine übersichtliche "Shopping-Meile" und Häuschen mit gepflegten Gärten und überall blühende Pflanzen. Das war ein wundervoller Einstieg für unsere Skandinavien-Route.
Nachmittags sind wir nach Grenen. Aida bietet einen Shuttle-Service und den Rest läuft man am traumhaften Dünenstrand oder man kann ab dem Leuchtturm ein Ticket für den Sandormen (Traktor-Bus) zur Landspitze nehmen.
Robben haben wir leider keine gesehen. Aber ein echtes Naturerlebnis sind die "tanzenden" Wellen der Nordsee, die auf die ruhige Ostsee treffen auf jeden Fall.
Oslo - auch hier legt die AIDA Nova optimal an und man kann nach der spektakulären Einfahrt durch den Oslo-Fjord direkt durch das moderne Hafenviertel rund um Aker Brygge bis zur Oper laufen. Ein beeindurckendes Gebäude, das direkt am Wasser liegt und vom Dach aus hat man einen tollen Blick über den Fjord und die Stadt.
Am nächsten Vormittag dann die zweite Runde und ein bisschen Kultur im Vigelandspark mit den Skulpturen (die irgendwie auch sonst in der ganzen Stadt verteilt sind) und den Prachtbauten entlang der Karl Johans Gate bis zum Schloss. Munch-Museum, Nationalmuseum, Nobelpreis-Center und Co müssen von Außen reichen :) Wir setzen uns lieber in eines der Cafés am Hafen und Kind bekommt seinen geliebten Strawberry-Matcha-Latte und ein "Softis" (Softeis mit Streusel oder Schokoüberzug) mit Blick auf die typischen Badehäuser mit schwimmenden Saunas im Yachthafen.
Abends geht es weiter in Richtung Kopenhagen.
Dort ist das Wetter leider doch herbstlich und mit "flüssigem Sonnenschein", wie unser Kapitän scherzt. Aber auch hier haben wir eine Übernachtung und somit genug Zeit für Shopping auf der "Stroget", die mini-kleine Meerjungfrau, Schloss Amalienborg und den Kontrast zwischen dem modernen Hafen und dem alten "Nyhavn" mit seinen bunten Häusern. Die Strecke in die Stadt haben wir mit dem Shuttlebus über AIDA bewältigt. Andere hatten gleich einen Hop-on-Hop-Off-Bus gebucht - zu Fuß ist der Weg vom Hafen weit und nicht wirklich reizvoll.
Unser letzter Hafen ist dann nochmal ein echtes Highlight: Aarhus.
Schon beim Einlaufen des Schiffes fällt die moderne Architektur von Aarhus auf. Gerade vom Wasser aus wirkt das wie ein klarer Kontrast zur historischen Innenstadt. Der kurze Weg vom Schiff wird über kostenlose AIDA-Shuttle gelöst. Ein kleiner Stadtfluss zieht sich ruhig durchs Zentrum und unterwegs laden Sitzstufen und Uferbereiche, sowie zahlreiche Straßencafés und Restaurants zu kurzen Pausen ein.
Auf dem Dach des Kunstmuseums befindet sich die berühmte begehbare Regenbogen-Skulptur und wenige Minuten zu Fuß entfernt gibt es das Freilichtmuseum DenGamleBy und den Botanischen Garten.
Fazit
Vielleicht wissen wir irgendwann nicht mehr, in welchem Restaurant wir an welchem Abend gegessen haben. Aber ich hoffe, wir erinnern uns immer an dieses Gefühl. An den Wind auf dem Deck, an die bunten Häuser in Kopenhagen, an Oslo und den Fjord und an unser gemeinsames Lachen. Und vor allem daran, wie schön es war, Zeit miteinander zu haben.
Wer nicht nach Hause fährt, kann nicht wiederkommen..... Auf AIDAsehen!
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