China - Yangtse

Von Regina Keller |10.11.2017

China – der Yangtse Im Februar 2007 durfte ich zum zweiten Mal das Land China bereisen. Diesmal stand der Yangtse im Vordergrund. Auf meiner ersten Reise habe ich bereits einige Highlights dieses großen und reichhaltigen Landes kennengelernt: Peking, Shanghai, große Mauer, Xian, Shaolinkloster und Luoyang… Aber darum soll es in diesem Bericht nicht gehen, wobei Sie mich auch gerne darüber fragen können. Wir fliegen zunächst nach Chengdu. Mit der Fluggesellschaft KLM ist dies über Amsterdam in ca. 11 Stunden möglich. Zur Einreise nach China benötigen Sie einen 6-Monate gültigen Reisepass und ein vorab besorgtes Visum. Auch hierfür sind wir zuständig. Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan. Hier lohnt es sich 2 Tage zu verbringen, bevor es weitergeht. Der Wuhoutempel wurde im 6. Jahrhundert zu Gedenken des ersten Kanzlers in der Zeit der „Drei Reiche“ gebaut. Chengdu ist vor allem bekannt für seine Großen Pandas. Es gibt hier auf einer Gesamtfläche von 600.000 qm eine Forschungsstation für die Zucht von Pandabären. Über 20 Pandabären leben heute dort. Man kann beobachten, wie die großen Pandas genüsslich an ihrem Bambus kauen oder die kleinen Pandas spielen. Ein Muss für die Region Sichuan ist die Verkostung des Feuertopfs. Scheuen Sie sich nicht in einheimische Restaurants zu gehen, auch wenn Sie die einzigen Europäer sind. Teilweise kann man auch ein Séparée bekommen, falls man sich unwohl fühlt angestarrt zu werden. Die Essensweise der Chinesen ist für uns auch manchmal ekelerregend. Man muss nur unter den Tisch der Chinesen nach dem Essen schauen. Andere Länder-andere Sitten. Der Feuertopf ist ein Topf mit einer würzigen Brühe-ähnlich einem Fleischbrühfondue- der in der Mitte des Tisches steht. Es werden Zutaten gebracht: Gemüse, Fisch, Fleisch, Wachteleier… Dies wirft man nach eigenem Geschmack zum Garen in die Brühe und fischt es zum Essen wieder heraus. Man sollte vorher die Zutaten bestellen, da die Chinesen Dinge essen, die für einen Europäer eher befremdlich sind. Mir hat es sehr gut geschmeckt und das Ambiente fand ich passend. Weiter auf unserer Reise fliegen wir mit einem Inlandsflug nach Wuhan und fahren von dort mit dem Bus nach Yichang, dem Ausgangsort unserer Flusskreuzfahrt. In den nächsten 3 Tagen/4 Nächten gleiten wir durch die bekannten 3 Schluchten bis nach Chongqing. Trotz der künstlichen Anhebung des Wasserspiegels bleiben die Schluchten ein landschaftliches Highlight. Am ersten Tag besichtigen wir den gigantischen 3-Schluchten Staudamm. Dieser ist 70 m hoch und ca. 2 km lang. Leider macht uns an diesem Tag der Nebel ein wenig zu schaffen. Zu dieser Jahreszeit kommt dies aber öfters vor. Allerdings hatten wir in den folgenden 3 Tagen nach morgendlichem Nebel Sonnenschein, was uns glücklich stimmte. Der Yangtse entspringt eigentlich in Tibet und führt bis nach Shanghai, aber dieses Teilstück ist das landschaftlich reizvollste. Die 3 Schluchten nennen sich Qutang- , Wuxia- und Xiling- Schlucht Die Xiling Schlucht, welche wir als erste passieren ist 76 km lang. Am Westufer gibt es viele Felswände, Höhlen und Bäche. In den Monaten Mai-Juli, wenn der Wasserstand des Staubeckens sinkt, kann man wieder die ehemalige Schluchtenlandschaft bewundern. Die Wuxia Schlucht ist durch seine vielen Windungen besonders anschaulich. Die Qutang Schlucht ist mit 8 km Länge und 150 m Breite die kleinste und engste Schlucht. Die Berge links und rechts sind bis 1500 m hoch. An Bord werden Unternehmungen angeboten. Zum Beispiel eine Sampan-Bootsfahrt. Anhänger der Tujia-Minderheit manövrieren traditionelle Boote in kleine Seitenarme des Yangtse. In seichtem Gewässer werden die Boote inklusive Insassen mit Seilen flussaufwärts gezogen. Ein weiterer Ausflug in die Geisterstadt „Fengdu“ bietet etwas Abwechslung, aber ist kein Muss. Im Verlaufe der Fahrt kommt man an Gräbern vorbei. Es handelt sich aber nicht um normale Gräber, sondern um Särge, die in Felslöchern in teilweise 30-50 m Höhe zu sehen sind. Die sogenannten Hängesärge sind ausgehöhlte Baumstämme, in die die Toten gelegt wurden. Bis heute ist unklar, wie man die Särge dort oben hingebracht hat. Die Schiffe von Victoria Cruises, mit denen wir unterwegs waren, sind komfortabel und bieten gut ausgestattete Außenkabinen. Das Essen an Bord ist schmackhaft. Wobei ich hier erwähnen muss, dass das Essen bisher auf beiden Chinareisen überraschend gut war, allerdings nicht mit den chinesischen Restaurants in Europa vergleichbar. Die Schiffe bieten eine Boutique und eine Bar. Hier wird abends auch Karaoke angeboten. Darauf fahren die Asiaten total ab. Außerdem werden Dokumentationsfilme gezeigt, die zum Thema der Reise passen. Ansonsten lässt man die Landschaft an sich vorbeiziehen und genießt den Tag und die frische Luft. Es ist eine sehr geruhsame Art des Reisens. Auch während einer eher stressigen mehrwöchigen Rundreise durch das Land, passen diese 3 ruhigen Tage sehr gut ins Programm.

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