Abenteuer Wohnmobil durch Kalifornien und Nevada

Von Steffen Haker-Hönicke |28.08.2015

Kaum eine Art des Reisens verspricht ein vergleichbareres Gefühl der Freiheit, wie ein Urlaub mit dem Wohnmobil.

California Dreaming im Wohnmobil            

Kaum eine Art des Reisens verspricht ein vergleichbareres Gefühl der Freiheit, wie ein Urlaub mit demWohnmobil. Die schier endlosen Straßen führen vorbei an bizarren Felslandschaften, mystisch anmutenden Wüsten, tropischen Mangroven und malerischen Gebirgsseen. Hat man sein „Fleckchen Erde“ gefunden, stellt man das Wohnmobil ab und genießt bei einem selbst zubereiteten Abendessen in freier Natur den unvergleichlichen Sonnenuntergang. Wann es weiter geht, bestimmt man ganz allein. So lässt sich dieses grandiose Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf besonders individuelle Art entdecken.        

Ankunft in Los Angeles    
Nach 14 Stunden Flug mit Zwischenstopp in Chicago komme ich in Los Angeles an. Hier beginnt mein kleines „California Dreaming“ auf vier Rädern von Santa Monica an der Pazifikküste in das Landesinnere über Palm Springs, den Joshua Tree Nationalpark und Barstow, vorbei am Death Valley bis in die Glitzermetropole Las Vegas.        

Bevor es aber in die Weite Kaliforniens und Nevadas geht, verbringe ich die ersten Nächte im Hotel in Marina del Rey, das an dem riesigen, künstlich angelegten Freizeithafen mit Anlegeplätzen für über 5.000 Boote liegt. Mit seiner beeindruckenden Skyline, Geschäften und Restaurants ist der Hafen ein perfekter Ausgangspunkt, um sich das Los Angeles County anzuschauen. Dabei darf natürlich eine Stadtrundfahrt nach Downtown L.A. und der Besuch der Walt Disney Concert Hall nicht fehlen. Das spektakuläre Gebäude von Star-Architekt Frank O. Gehry bietet neben seiner fantastischen Akustik auch ein optisches Glanzlicht.

Auftakt an der Route 66  
In Santa Monica, auf einer Steilküste im Westen des Los Angeles County gelegen, leihe ich    mir beim Fahrradverleih Station Perry´s Bike Rental ein Rad und schnuppere bei einer kleinen Fahrradtour die maritime Atmosphäre. Die Tour direkt am Strand entlang sorgt wahrhaftig für ein erstes Gefühl der Entspannung. So gelange ich zum Wahrzeichen der Stadt, dem Santa Monica Pier, der in den 1920er Jahren gebaut wurde, und heute einen kleinen Vergnügungspark beherbergt. Mit dem Riesenrad ist der Pier ein beliebtes Motiv für Hollywood-Filme. Genau hier, am Endpunkt der historischen Route 66, startet meine Wohnmobil-Tour.        

Karge Wüstenlandschaft mit uralten Bäumen    
Die erste Reise-Etappe führt über Palm Spings in Richtung Joshua Tree Nationalpark. Diese bizarre, karge Wüstenlandschaft im Südosten Kaliforniens ist geprägt von den bis zu 900 Jahre alten „Joshuabäumen“, die wie große Kakteen aussehen. Der Park ist vor allem bei Kletterern sehr beliebt, aber auch Wanderer, Camper und Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Ich übernachte mit meinem Wohnmobil auf einem der einfachen Campingplätze im Park.          

Als nächstes heißt es: Abfahrt in Richtung Barstow, einer alten Eisenbahner-Stadt direkt an der Route 66. Die erste Tankfüllung wird fällig: dank Kreditkarte ist das Zahlen kein Problem.          

Ich mache für eine Shopping-Tour halt im Tanger Outlet in Barstow bevor ich in die Geisterstadt Calico Ghost Town in der Mojave-Wüste gelange. Die Stadt mit den über 500 Minen wurde 1881 im Zuge des Silberbergbaus gegründet und bot zu ihren besten Zeiten bis zu 1.200 Menschen ein zu Hause. Wenn man an den alten Gebäuden und Geschäften auf der Main Street vorbeigeht, fühlt man sich tatsächlich in die Zeit der Westernsaloons, Cowboys und Postkutschen zurückversetzt. Neben stilechten Nachbauten stehen Besuchern auch einige originale Gebäude zur Besichtigung offen. Daneben werden Wild-West Shows (im April und Mai), eine Silberminen-Tour, eine Offroad-Tour mit dem Muli oder – sehr stimmungsvoll – eine Geister-Tour nach Anbruch der Dunkelheit angeboten.        

Vom Badwater Bansin zum Las Vegas Strip  
Am nächsten Tag geht es mit vollem Tank und reichlich Trinkwasser im Gepäck in den Death Valley Nationalpark, in dem die Temperaturen im Sommer auf über 40 Grad Celsius ansteigen – der reinste Hitzepool! Im Sommer darf der Nationalpark mit dem Wohnmobil deshalb nicht befahren werden. Das „Tal des Todes“ ist eine Wüste mit allem, was dazugehört: goldgelbe Sanddünen, Salzebenen, öde und leuchtend rote Felsen. Ich staune über die Landschaften und Naturwunder, die mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben.          

Dann erreiche ich den tiefsten Punkt der USA: Das Badwater Bansin ist eine Senke, die 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Das Wasser in dem quellengespeisten Becken ist wegen des umgebenden Salzes ungenießbar, wie der Name (zu deutsch: „schlechtes Wasser“) bereits verrät. In der Umgebung des Beckens, die nicht ständig von Wasser bedeckt ist, entstehen aus der Salzkruste des Bodens schollenartige, sechseckige Strukturen.          

Ich übernachte auf dem Sunset Campingground in der Nähe der Furnace Creek Ranch. Bei einem BBQ Dinner unter dem Motto „Westernstyle“ wird natürlich mit Westernhemd, Westernstiefel und Cowboyhut getanzt, gelacht und leckere Bison-Burger in feinster Gourmet-Qualität landen auf dem Grill. Viel zu schnell endet meine Reise durch diese atemberaubende Landschaft.          

Letzte Station ist Las Vegas, die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada. Hier gebe ich das Wohnmobil ab und stürze mich ins Getümmel. Shopping, Nachtleben und Unterhaltung lautet die Devise. Entlang des Las Vegas Strip reihen sich die extravaganten Hotels aneinander. Jedes Casinohotel ist eine Welt für sich mit mehreren Restaurants, Shoppingcenter, Casino, Nachtclub und eigener Show. Ich entscheide mich zum Abschluss für die spektakuläre Zaubershow „Illusions by Jan Rouven“ im Tropicana Hotel. Der junge Magier gilt als Nachfolger des legendären Duos Siegfried & Roy und begeistert in Las Vegas mit seiner haarsträubenden, todesmutigen Show.        

Viele Grüße,          

Steffen Haker        

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