Pura Vida in Costa Rica
Von Stefanie Beginn |14.06.2025
Costa Rica ist ein faszinierendes Land voller Kontraste – von dichten Regenwäldern bis hin zu wilden Küsten. Unsere Reise führte uns mitten hinein in dieses Naturparadies und bescherte unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.
Pura Vida!
Unsere Reise durch Costa Rica beginnt in der pulsierenden Hauptstadt San José. Nach der ersten Übernachtung im Studio Hotel fahren wir mit unserer Gruppe – wir sind sechs Paare zwischen 50 und 75 Jahre – zu dem Bauernmarkt nach Zapote. Bunt und trubelig geht es hier zu. Anschließend besuchen wir das Nationalmuseum und bekommen einen tiefen Einblick in die Geschichte des Landes. In der nahegelegenen Stadt Escazú bereiten wir traditionelle Gerichte zu und erfahren mehr über lokale Legenden. Ein Abstecher zu einer privaten Maskenmanufaktur rundet den Tag kulturell ab.
Am nächsten Tag brechen wir zum Irazú auf, dem mit 3.442 Metern höchsten Vulkan Costa Ricas. Die beeindruckende Vulkanlandschaft und die atemberaubende Aussicht sind unvergesslich. Danach besuchten wir in Cartago die Basilica de Nuestra Señora de Los Angeles, eine prächtige Kathedrale, die viele Pilger anzieht. Ein Spaziergang durch den Lankester-Garten, bekannt für seine umfangreiche Orchideensammlung, bietet eine entspannende Pause. Ihre Reise führt uns weiter ins Savegre-Tal, Heimat einer beeindruckenden Vielfalt endemischer Pflanzenarten.
Inmitten des Nebelwaldes von San Gerardo de Dota liegt die Trogon Lodge. Dieses idyllische Refugium ist bekannt für seine Nähe zum Quetzal, dem heiligen Vogel der Maya und Azteken. Die rustikalen Holzhütten und die abendliche Kühle, die mit Wärmflaschen im Bett angenehm gestaltet wird, machen den Aufenthalt besonders gemütlich. Morgens um halb sechs gehen wir auf die Pirsch – wir hören eine Vielzahl verschiedener Vögel, aber sie sind einfach zu gut versteckt….den Quetzal können wir nur erahnen. Dennoch gehört dieser Teil der Reise zu den schönsten Erlebnissen, was mit der sensationellen Lage der Lodge zu tun hat.
Am Folgetag erreichen wir bei 38 Grad und dichtem Regen die Lodge im "Regenwald der Österreicher" bei Golfito. Der Verein Regenwald der Österreicher, 1991 vom Wiener Musiker Michael Schnitzler gegründet, widmet sich der Erhaltung eines bedrohten Regenwald-Gebietes in Costa Rica. In den ersten 25 Jahren, in denen 40 km2 Regenwald freigekauft und in einen Nationalpark integriert wurden, hat sich der Verein zu einem Vorreiter im Natur- und Klimaschutz entwickelt. Wir übernachten in rustikalen Holzhütten – die Fenster sind nur mit Fliegengitter verschlossen – wir erleben den Regenwald mit all seinen Geräuschen hautnah. Ein Besuch bei den Studenten der Tropenstation la Gamba runden den Aufenthalt ab. Es ist faszinierend, welchen Beitrag diese Station mit ihren Forschungen zur Erhaltung des Regenwaldes leistet.
Weiter geht es zum Manuel-Antonio-Nationalpark, der für seine Kombination aus üppigem Regenwald und traumhaften Stränden bekannt ist. Hier sehen wir Affen, Faultiere und eine Vielzahl von Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum. Nach aufregenden Tierbeobachtungen laden die weißen Sandstrände zum Entspannen und Schwimmen ein. Der Pazifik hat 28 Grad – eine Abkühlung ist es zwar nicht, aber herrlich ist es trotzdem.
Die Reise führt uns weiter nach Monteverde, berühmt für seinen mystischen Nebelwald. Dieses Gebiet beheimatet eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Hängebrücken ermöglichen es, den Wald aus der Vogelperspektive zu erleben, während wir bei einer geführten Nachtwanderung Einblicke in das nächtliche Treiben des Waldes bekommen. Wir gönnen uns noch ein Erlebnis der besonderen Art und buchen eine Canopy-Tour von Baum zu Baum – ein Erlebnis wie aus einem Avatar Film.
Ein weiteres Highlight ist der Besuch des Vulkans Arenal. Obwohl er derzeit ruht, beeindruckt er mit seiner perfekten Kegelform. Der umliegende Nationalpark bietet Wanderwege entlang erkalteter Lavaströme. Wir verbringen zwei Nächte im Hotel Arenal Manoa, es liegt am Fuße des Vulkans Arenal in einem üppigen tropischen Garten, belebt vom Gezwitscher bunter Vögel. Die Zimmer der weitläufigen Anlage auf dem Farmgelände sind sehr groß, vom Balkon haben wir einen tollen Blick auf den majestätischen Vulkan. Wir entspannen in den heißen Quellen eingebettet in einer wunderschönen Gartenanlage.
Die Rundreise ist zu Ende, wir verabschieden uns bei einem Cocktail von unseren Mitreisenden – alle haben noch einen Anschluss gebucht, allerdings in verschiedenen Hotels, teils an der Karibik- oder wie wir – an der Pazifikseite Costa Ricas.
Wir verbringen vier Tage im Hotel Tango Mar an der Pazifikküste. Das Tango Mar liegt traumhaft schön auf der Nicoya-Halbinsel am Strand von Tambor, eingebettet in die tropische Vegetation. Vom Balkon unseres Zimmers können wir wunderbar dem Meeresrauschen zuhören. Hier entdecken wir zahlreiche Aras, die immer zu zweit in den Palmen hocken. Die Tage gehen viel zu schnell vorbei, wir genießen den Strand, baden im lauwarmen Wasser, beobachten die trägen Leguane, die an unseren Liegen vorbeimarschieren und sich in der Sonne entspannen. Abends werden wir auf der gemütlichen Terrasse des Hotels mit einem leckeren Abendessen verwöhnt.
Fazit
Unsere Rundreise durch Costa Rica war eine unvergessliche Erfahrung voller Vielfalt, Kontraste und intensiver Naturerlebnisse. Wer sich auf das Motto „Pura Vida“ einlässt, wird nicht nur das Land, sondern auch seine Lebensweise schätzen lernen. Costa Rica bleibt im Herzen – als Ort der Farben, Klänge und Naturwunder.
- Reiseziele
-
- Mittelamerika
- Themen
-
- Wanderreisen/
- Aktivurlaub/
- Rundreisen
- Wunschreise anfragen
- Nachricht schreiben
- Rückruf





