Namibia

Von Stefanie Beginn |11.08.2025

Namibia, ein Land der Kontraste, erwartet uns mit seinen weiten Wüsten, endlosen Savannen und beeindruckenden Wildtieren. Auf dieser Rinderreise tauchen wir ein in die faszinierende Landschaft und Kultur eines der abgelegensten und gleichzeitig beeindruckendsten Länder Afrikas. Von den majestätischen Dünen der Namib-Wüste bis zu den traditionsreichen Farmen im Landesinneren – diese Reise verspricht unvergessliche Eindrücke und authentische Erlebnisse im Einklang mit der Natur und der Geschichte Namibias.

Nach einem langen Flug landeten wir in Windhoek, der Hauptstadt Namibias, und trafen auf unsere Reisgruppe. Unser Reiseleiter Ricardo -namibische Wurzeln mütterlicherseits, deutsche väterlicherseits - empfängt uns mit akzentfreiem Deutsch. Nachdem alle Mitreisenden ihr Geld eingetauscht haben, beginnt unsere Reise mit einer Stadtrundfahrt durch Windhuk, Christuskirche, Tintenpalast und historischer Bahnhof.... Wir sammeln erste Eindrücke von Namibias Hauptstadt.

Weiterfahrt zu unserer ersten Unterkunft. Die Familienfarm Ouhave Country Home nordöstlich von Windhoek wird von Bianca und Hans Sohrada geführt. Neben selbst gezüchteten Nguni-Rindern fühlen sich hier auch Ziegen und Pekanussbäume wohl. Wir schlafen in einem der sieben Bungalows und werden zum Abendessen in das Esszimmer des Ehepaares gebeten, wo Hans auf der Terasse für uns grillt.

Es war der Auftakt zu einer erlebnisreichen Reise mit unglaublichen Eindrücken und Erlebnissen; hier sind einige davon:

Etosha Nationalpark – Safari-Abenteuer pur

Etosha, der weltbekannte Nationalpark, hielt all das, was wir uns erhofft hatten: Auf Pirschfahrten durch den Park erlebten wir die beeindruckende Tierwelt Namibias hautnah, riesige Antilopen- und Zebraherden, immer wieder kleinere und größere Elefantenfamilien, Nashörner, Gnus, Giraffen und von weitem sogar zwei Löwen. An zahlreichen Wasserlöchern, konnten wir wilde Tiere beobachten - Ricardo wusste die besten Plätze.

Die Etosha-Pfanne, ein riesiges, trockenes Becken, das sich bis zum Horizont erstreckte, war ein beeindruckender Anblick. Der weiße, salzige Boden schien unter der heißen Sonne zu blenden, und die Weite dieser Ebene verlieh uns das Gefühl, an einem der abgelegensten Orte der Erde zu sein.

Damaraland und das Erongo-Gebirge – Begegnung mit den Naan Ureinwohnern

Die Reise führte uns weiter nach Damaraland, einer Region, die durch ihre atemberaubenden Wüstenlandschaften und Felsenformationen besticht. Hier hatten wir das privilegierte Erlebnis, die Naan Ureinwohner zu besuchen, ein traditionelles Volk, das in dieser abgelegenen Region lebt.

Die Naan sind bekannt für ihre tiefe Verbindung zur Natur und ihre einzigartigen Überlebensfähigkeiten in dieser harschen Umgebung. Während eines Besuchs in ihrem Dorf lernten wir ihre Geschichte, Kultur und Bräuche kennen. 

Wir übernachteten auf der Gästefarm Omandumba - hier leben Harald und Deike. Der Urgroßvater entdeckte alte Felszeichnungen, die wir zusammen mit den Gastgebern besichtigen durften.

Swakopmund und Katamaran-Tour in Walvis Bay

Nach Damaraland ging es an die Küste nach Swakopmund. Diese Stadt mit ihrem kolonialen Flair war ein toller Kontrast zu den Naturerlebnissen, die wir bis dahin hatten.

Wir unternahmen unter anderem eine Katamaran-Tour in Walvis Bay – ein absolutes Highlight der Reise.

An Bord des Katamarans schipperten wir durch die Bucht, wo wir Delfine, Robben und sogar Pelikane beobachten konnten, die uns neugierig begleiteten. Ein Seehund und ein Pelikan waren so zahm, dass Sie zwischen uns an Bord Platz nahmen.

Namib-Naukluft-Park – die höchsten Dünen der Welt

Unsere nächste Station führte uns in den Namib-Naukluft-Nationalpark. Bei strahlend blauem Himmel bestiegen wir den "Big Daddy", eine der höchsten Dünen im Park. Der Ausblick war einfach atemberaubend, und die Farben waren einmalig. Der Abstieg war ein Spaß - man rennt einfach den Hügel hinunter und landet direkt am Deadvlei, einem ausgetrockneten Becken mit toten Kameldornbäumen, ein echtes Naturwunder.

Fish River Canyon

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Fisch River Canyons, einem der größten Canyons der Welt. Die riesigen Felswände, die sich über Hunderte von Metern erstreckten, waren einfach überwältigend. Der Canyon, tief eingeschnitten in die Landschaft, bot spektakuläre Ausblicke und das Gefühl, ein winziges Rädchen in einem riesigen, uralten Naturwunder zu sein. Hier machten wir einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Canyons und genossen wieder einmal einen spektakulären Sonnenuntergang bei einem Gin Tonic.

Nach diesen intensiven und wunderschönen Tagen fuhren wir durch die Kalahari zu unserer letzten Station - der Onjala Lodge. Hier genossen wir noch zwei Tage mit gutem Essen und Entspannung im Wellnessbereich, dies war der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Reise.

Unsere Rundreise durch Namibia war ein unvergessliches Abenteuer, das uns von der wilden Schönheit des Etosha Nationalparks über die beeindruckenden Dünen der Namib-Wüste bis zu den historischen Begegnungen mit den Naan Ureinwohnern führte. Jeder Tag brachte neue Erlebnisse und Perspektiven, und Namibia hat uns mit seiner unberührten Natur, seiner reichen Kultur und seiner einzigartigen Tierwelt zutiefst beeindruckt.


Fazit

Namibia hat uns mit seiner Vielfalt und Schönheit beeindruckt. Die Reise führte uns durch atemberaubende Wüsten, unberührte Nationalparks und faszinierende Kulturen. Ob die Dünen von Sossusvlei, die Wildtiere im Etosha-Nationalpark oder die Weite der Kalahari – jedes Ziel hatte seinen ganz besonderen Reiz. Diese Reise war eine Reise zu den Wurzeln der Natur, zu unvergesslichen Erlebnissen und Begegnungen, die uns noch lange begleiten werden.


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