Peru – mehr als nur Machu Picchu?
Von Stefanie Staud |28.03.2025
Nur eine Nacht in Lima und schon geht’s am nächsten Morgen direkt mit einem sehr komfortablen Bus 8 Stunden nach Norden über Bergpässe bis nach Huaraz.
Huaraz ist das Outdoor-Mekka in Peru! Ein netter Ort mit allerlei Möglichkeiten für Wanderungen. Angefangen bei kleinen Aussichtshügeln rund um die Stadt, über Tageswanderungen wie zum Beispiel zur Laguna 69 mit azurblauem Wasser, bis zu einigen Mehrtageswanderungen. Nach ein paar Tagen Akklimatisierung geht es für uns los zu einer 4-Tages-Tour bis auf 4750m und einem atemberaubenden 360° Blick über die hohen Anden. Geschlafen wird in Zelten, abends gibt es Suppe zum Aufwärmen und untertags wird jede Anstrengung mit der Aussicht auf die hohen Anden belohnt.
Nach viel Aktivität und Landschaft geht es zurück nach Lima für etwas mehr Zivilisation und Kultur. In Miraflores, dem Touristenviertel Limas, leihen wir uns Fahrräder aus und radeln entspannt die Küste entlang. Auch das Stadtzentrum ist sehenswert. Hier lässt uns ein Guide bei einer tollen Führung tiefer in die Geschichte der Hauptstadt und die Kulinarik des Landes eintauchen.
Ab jetzt geht es weiter südwärts, wir machen Stopps in Paracas bei den Robben, Pinguinen und dem Nationalpark mit tollen Blicken auf den Pazifik, in Ica auf einem Weingut mit Pisco-Tasting, im Oasendorf Huacachina zum Sandboarden, Dünenwandern und Sandbuggy fahren und kommen schließlich in die wunderschöne Stadt Arequipa.
Umgeben von Vulkanen, mit kleinen Gassen, gutem Essen, netten Cafés, einem großen Plaza mit Kathedrale und Dachterrassen mit tollem Blick über die Stadt. Wir verbringen ein paar entspannte und abenteuerliche Tage in und um die Stadt mit Rafting, Märkten und einer Stadtführung, bevor wir mit dem Minibus zum Colca Canyon fahren.
Der tiefste Canyon der Welt beeindruckt mit schroffen Felsen und kleinen, authentischen Unterkünften. Während der 3-Tages-Wanderung lohnt sich immer wieder der Blick nach oben, denn die Andenkondore mit ihrer Spannweite von bis zu über 3 Metern nutzen die super Aufwinde und kreisen über den Wanderern.
Danach geht es zum Titicacasee, dem höchsten schiffbaren See der Welt auf 3812m. Wir besuchen Puno und verschiedene Inseln wie die Uros (traditionelle Schilfinseln) und Taquile und verbringen ein paar Nächte auf der Halbinsel Capachica, wo wir das ursprüngliche Peru mit seinen Traditionen kennenlernen können. Am Lagerfeuer mit den Kindern der Familie, Blick auf den See und die untergehende Sonne – ein perfekter Abend!
Das Highlight, das jeder mit Peru in Verbindung bringt, haben wir uns für das Ende unserer Reise aufgehoben. Von Cusco aus wandern wir 4 Tage über den Salkantay Trek. Gemischtes Wetter von Sonnenschein und Wolken über Wind und Regen im Gepäck geht es von einer kleinen Unterkunft über hohe Bergpässe (4600m), an Flüssen und Bahngleisen entlang und durch dichten Nebelwald zur nächsten kleinen Unterkunft. Gestärkt werden wir bei frühem Frühstück, leckerem Abendessen mit traditionellem Essen und untertags mit Snacks an den Minimarkets entlang des Wegs.
Unser Ziel? Aguas Calientes. Ein reines Touristendorf voller Restaurants, Hotels und Souvenirläden, aber eben auch der Ausgangspunkt zu Machu Picchu.
Unsere Eintrittszeit ist früh am Morgen, also heißt es pünktlich aufstehen und mit einem der ersten Busse zum Eingang zu fahren. Ein paar Stufen müssen wir noch hinaufsteigen, dann können wir den klassischen Postkartenblick von oben auf eines der sieben Weltwunder genießen! Ein wirklich besonderer Moment, der mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Fazit
Natürlich ist der Besuch von Machu Picchu ein Muss, wenn man Peru bereist. Aber das Land hat noch so viel mehr zu bieten, gerade wenn man aktiv unterwegs sein möchte, kann man viele tolle Outdooraktivitäten in grandioser Natur und die faszinierende Kultur der Inca erleben.
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