Allradabenteuer im Herzen Afrikas- Namibia

Von Kerstin Steinberg |12.03.2015

Namibia, das ist Afrika von seiner schönsten Seite: Die Namib, die älteste Wüste der Welt, die Schatten und Lichtspiele in den imposanten Dünen von Sossusvlei, das Küstenstädtchen Swakopmund und nicht zu vergessen der Etosha Nationalpark, das drittgrößte Naturschutzgebiet Afrikas mit all seinen Tieren.

Namibia with heart and soul

 
Mit dem Non Stop Flug von Air Namibia erreicht man ab Frankfurt über Nacht komfortabel Windhoek, die Hauptstadt Namibias.
Ausgeschlafen übernahmen wir unsere 4x4 Nissan oder Toyota Double Cap Jeeps. Da es auf Schotter- und Sandpisten quer durchs Land geht, ist eine ausführliche Einweisung sehr wichtig und kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.
 
Abenteuerlustig starteten wir zu unserer ersten Etappe nach Mariental, an den Rand der Kalahari Wüste. Schon der erste Sundowner-Drive durch die Wildnis ließ erahnen, welche Naturschauspiele uns in der kommenden Woche erwarten würden.
Andächtig verfolgten wir den ersten farbenprächtigen Sonnenuntergang.
 
Früh morgens brachen wir zur nächsten 400 km Etappe nach Sossusvlei auf. Quer durch Stein- und Sandwüste ging es über Schotterpisten in die älteste Wüste der Welt Namib.
Leider ereilte uns hier schon der erste Platten, aber dank der ausgezeichneten Ausrüstung war auch diese Prüfung bald bestanden. Eine Reifenpanne ist keine Seltenheit, daher ist man gut beraten immer einen oder zwei Ersatzräder und ausreichend Wasser parat zu haben.
 
Am Abend erwartete uns das erste Camp Feeling in der wunderschön gelegenen Sossusvlei Lodge. Bei einem Grillabend konnten wir die verschiedenen Fleischarten kosten, von Zebra über Springbock, Kudu und Oryxantilope.
In Namibia wird sehr viel Fleisch gegessen und es ist köstlich.
 
Der Sossusvlei mit seinen roten Dünen ist weltbekannt. Wir starteten früh am Morgen, senkten unseren Reifendruck, damit wir für die Sandpisten gewappnet waren. Sobald die ersten Sonnenstrahlen auf die majestätischen Dünen fielen, veränderten sich die Farben und begeisterten uns alle. Die Fotoapparate fanden immer wieder neue, noch schönere Einstellungen.
 
Ein Superlativ folgte dem nächsten und so wurden wir noch am gleichen Abend Zeugen eines weiteren Naturschauspiels. Die Namib Desert Lodge liegt direkt am Fuße der versteinerten Dünen. Nach einer Tour auf das Hochplateau bot sich uns ein unvergleichlicher Ausblick auf die weite Ebene der Namib Wüste bis hin zu den entfernten Bergen am Horizont. Ich könnte wetten, daß jeder von uns Gänsehaut hatte, als die untergehende Sonne alles in ein unvergessliches Farbenmeer tauchte.
 
Die nächste Etappe führte uns ans Meer, an den kalten und aufbrausenden Atlantik. Dort liegt das beschauliche Örtchen Swakobmund. Der Küstenort ist auch bei einheimischen Urlaubern sehr beliebt, so hat manch wohlhabender aus Windhoek ein Sommerhäuschen hier. So manch moderne Villa entsteht und angeblich sollen auch Brad Pitt und Angelina Jolie hier ein Anwesen besitzen.
 
Ein Highlight Namibias ist sicher der Etoscha Nationalpark, den wir als nächsten ansteuerten. Auf der Route kamen wir durch das Damaraland, eine fast unberührte und karg besiedelte Region im Nordwesten Namibias. Dieses Gebiet entstand durch enorme vulkanische Aktivitäten. Dort befindet sich auch das Twyfelfontein-Tal, dessen Felsmalereien von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden. 
 
Am Straßenrand trafen wir auf Himbas und Hereros, die Ureinwohner dieses Landes. Sie verkaufen an Ständen Schmuck, Halbedelsteine und andere Andenken. Sie empfingen uns freundlich und ließen sich auch von uns fotografieren, allerdings hieten wir uns auch an eine ungeschriebene Regel:  Wir schenkten ihnen etwas, z.B. Stifte, Luftballons oder kauften Ihnen eine Kleinigkeit ab; ausserdem fragten wir vorher höflich.
Es ist kaum vorstellbar, dass die Himbas noch heute an Ihren Traditionen festhalten, fast nackt in Ihren ärmlichen Hütten hausen und Ihren Wohlstand an Rindern messen.
 
Am Nachmittag erreichten wir den westlichen Eingang des Etoscha Nationalpark und durften an einem Gamedrive teilnehmen. Der Ranger Ignazius kennt den Etoscha Nationalpark wie seine Westentasche und weiß, wo sich die Tiere verstecken. Wir entdeckten Zebras, eine Straußenfamilie, Gnus, viele landestypische Vögel und ein Spitzmaulnashorn.
An der Wasserstelle trafen wir auf eine Elefantenherde, die sich vergnügte und sich schließlich zwischen unseren Autos hindurch den Weg zu Ihren Schlafplätzen bahnte. Wir verhielten uns ganz ruhig, denn es kann schon mal passieren, dass sich ein Jungbulle angegriffen fühlt und dann ist nicht mit ihm zu spaßen.
Höhepunkt des Abends aber war eine Gruppe von 8 Löwen. Für uns waren die Tiere vorerst unsichtbar, allein unser Guide hat sie in der Ferne entdeckt, und nachdem wir geduldig warteten, begab sich ein Tier nach dem zur Wasserstelle. Ein majestätisches Bild, unwirklich und doch Realität.
Schließlich färbte sich der Himmel, gelb orange , blutrot, lila und pink, fast schwarz, und der Sonnenball fiel urplötzlich hinter den Horizont. Wir konnten es kaum fassen: Wir haben all diese Tiere in freier Wildbahn erleben dürfen. Ein Geschenk der Natur.
 


Fazit

Für mich war die Reise durch Namibia etwas ganz besonderes, ja geradezu eine Bewusstseinserweiterung. Gerne stecke ich Sie mit meiner Begeisterung an und verrate Ihnen viele Tipps, damit auch Ihre Reise nach Namibia unvergesslich wird.


Ihre von Afrika infizierte

Kerstin Steinberg

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