Sarah Normann DERPART Reisebüro Papendick GmbH & Co. KG,
Siegburg

Kurztrip nach Marrakesch

Von Sarah Normann |14.03.2018

Ein gelungener Urlaub ist mehr, als nur am Strand zu liegen oder einfach nur zu shoppen.
Denn nur, wenn Ihr wisst, wie das Leben vor Ort so tickt, dann holt Ihr meiner Meinung nach das Beste aus Eurer Reise.

Ich möchte Euch deshalb einen Überblick über diese tolle Stadt mit ihrem besonderen Zauber geben. Marrakesch eignet sich einfach perfekt für einen Kurztrip, wie ich ihn mit meinen Mädels gemacht habe. 

Am 16.02.18 ging es mit Ryanair von Köln direkt nach Marrakesch. 

Nach 4 Stunden landeten wir und unser Fahrer wartete bereits auf uns. Der Flughafen Menara liegt ca. 6 km außerhalb vom Zentrum Marrakeschs.

Mit dem Taxi braucht man vom Flughafen in die Innenstadt nur 10 bis 15 Minuten. Wir wohnten im Iberostar Club Palmeraie Marrakesch, welches ca. 20 Minuten vom Flughafen entfernt liegt.
Da wir keine Lust hatten, einen Preis für die Fahrt mit dem Taxi vor Ort auszuhandeln, haben wir im Vorfeld einen Transfer bei uns im Reisebüro gebucht. Für die Hin- und Rückfahrt haben wir so nur 55 Euro bezahlt. Durch fünf Personen geteilt, war das ein richtiges Schnäppchen. 

Im Hotel angekommen, hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit uns am reichhaltigen Büffet zu bedienen und danach hieß es auch schon: Gute Nacht.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, welches keine Wünsche offen ließ, fuhren wir um 10:00 Uhr mit dem kostenlosen Shuttlebus in die Stadt.
Der Bus hält am Place de la Liberté. Achtung: Beim Aussteigen lauern jede Menge Taxifahrer und Fremdenführer auf Euch. Einfach dran vorbeigehen und nicht reden!
Das funktioniert am besten. Wenn Ihr nicht mit dem Taxi fahren wollt, müsst Ihr Euch auf einen kleinen Fußmarsch einstellen, bevor Ihr in der Altstadt ankommt. 


Ihr lauft ca. 10 Minuten an der alten Stadtmauer entlang, bis Ihr einen großen Kreisverkehr erreicht. Wechselt dann die Straßenseite und biegt links ab. Auf der rechten Seite seht Ihr das La Mamounia. In diesem legendären Art-Deco-Hotel und seinem beeindruckenden, über 300 Jahre alten Garten, könnt Ihr ein Stück Geschichte erleben. Es wird unter den weltberühmten Hotels im gleichen Atemzug mit dem Raffles Hotel in Singapur oder dem Hôtel Ritz in Paris genannt und versetzt Euch in die Blütezeit Marrakeschs zurück. 


Insiderinfo: Bestellt einen Imbiss in der Snack Bar oder ein Mittagessen in einem der Restaurants des Hotels. Schlendert auch durch den prachtvollen Garten. Die Aussicht von den Balkonen auf das Atlasgebirge ist atemberaubend. Aber Achtung: Am Wochenende könnt Ihr das Hotel leider nicht besichtigen. 

Danach schauten wir uns die Koutoubia-Moschee an. Allerdings nur von außen. Anders als in Ägypten und der Türkei, dürfen Nicht-Muslime religiöse Gebäude in Marokko meistens nicht betreten. Die Moscheen in Marrakesch dürfen daher nur von Muslimen betreten werden. Das berühmte Minarett der Moschee ragt hoch über den Marktplatz Djemma El Fna und ist in Marrakesch allgegenwärtig.

Von hier aus schallt mehrmals täglich der Ruf zum Gebet. Die große Gebetshalle besteht aus 16 Schiffen mit 112 Säulen. Die Moschee hat eine Grundfläche von 5.400 qm und in der großen Gebetshalle finden ca. 25.000 Gläubige Platz. 
Tipp: Wendet Euch unter dem Rundbogen vor der Moschee nach links und fotografiert die Ecke des Turms mit der Palme.

Anschließend gingen wir ca. 10 bis 15 Minuten zu Fuß die Avenue Houmman hinunter, bis wir am Place de la Ferblantiers angekommen waren. Dieser ruhige, hübsche Platz mit schönen Cafés ist nach den Ferblantiers (dt. Blechschmieden) benannt. Dort befinden sich auch heute noch einige Werkstätten. Ihr könnt hier wunderschöne, handgefertigte und traditionelle Laternen und Spiegel aus Blech kaufen. 

Unser nächstes Ziel war der Palais El Badi. 
In der Vergangenheit glänzte dieser Palast, erbaut vom saadischen Sultan Ahmed El Mansour, nur so vor Gold und Marmor. Es dauerte 25 Jahre den Bau zu vollenden.

Der Hauptpavillon ist ganze 130 m lang und es zierten einmal 50 Säulen die Pavillons. Heute lassen die gewaltigen Mauerreste nur noch erahnen, wie prachtvoll und monumental der El-Badi Palast einmal ausgesehen haben muss.

Mein Tipp: Kauft gleich am Eingang ein Kombiticket für das minbar, die Kanzel in der dortigen Moschee, denn es ist nirgendwo anders erhältlich.
Das Kombiticket kostet umgerechnet 2 Euro. Verpassen dürft ihr auch nicht die Aussicht von der Terrasse.

Mittagspause: Das Dachrestaurant "Kosybar", gegenüber dem Palast, ist mit seiner Aussicht perfekt für eine Erfrischung. Die Mittagskarte ist übersichtlich, die Qualität der Gerichte ist top. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. 

Über den Place de la Ferblantiers gingen wir nach Osten die Straße hinauf in Richtung Palais de la Bahia. Dieser Palast ist eine Oase abseits der hektischen Straßen des Kasbah-Viertels und des zentralen Marktplatzes Djemma El Fna.
In den kühlen Innenhöfen kann man sich, wenn man die Spitzenzeiten vermeidet, richtig gut entspannen. Auch hier kostet der Eintritt nur 1 Euro pro Person.

Bou Ahmed erbaute den Palast Ende des 19. Jahrhunderts für seine vier Ehefrauen und zwei Dutzend Mätressen.

Anfangs des 20 Jahrhunderts residierte hier T'hami El Glaoui, der Pascha von Marrakech.
Es wird immer noch vom König bewohnt, denn die meisten der 150 Zimmer sind privat. Der Rapper P Diddy veranstaltete hier 2001 eine millionenschwere Party mit Supermodels und Prominenten.

Gegen 15 Uhr machten wir uns wieder zurück auf den Weg zum Markplatz Djemma El Fna. 
Ca. 15 Minuten brauchten wir zu Fuß vom Palais de la Bahia. Dieser Platz, den die UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen hat, sprudelt nur so vor Leben - vor allem, wenn die Sonne untergeht. Als erstes gönnten wir uns hier einen frisch gepressten Orangen- und Granatapfelsaft. 

Trotz seiner Schönheit ist der Platz leider auch eine Touristenfalle!

Die Schlangenbeschwörer, Akrobaten, "Zahnärzte", Tänzer und die Hennafrauen kassieren sofort ab, wenn Ihr auch nur ein Foto machen möchtet. Selbst wenn es aus der Ferne ist. Um 16:30 Uhr fährt der letzte Bus zurück zum Hotel und den haben wir auch genommen. Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam im Hotel. 

Am nächsten Tag fuhren wir um 10:00 Uhr mit dem Bus in die Stadt und machten uns wieder zu Fuß auf den Weg.

Der Jardin Majorelle stand als erstes auf dem Plan. Ca. 20 Minuten brauchten wir von der Haltestelle dorthin und kamen gegen 11:00 Uhr dort an.
Da der Garten einer der Hotspots von Marrakesch ist, war auch die Schlange vor der Kasse dementsprechend lang. Ca. 30 Minuten mussten wir anstehen.

Wer sich nur den Garten ansehen möchte, zahlt 7 Euro Eintritt. In dieser blauen Oase könnt Ihr in den schön angelegten Parkanlagen unter hohen Palmen Energie tanken und euch kulturell weiterbilden, wenn dieser Garten nicht DER INSTAGRAM HOPTSPOT von Marrakesch wäre.

Jeder möchte ein Foto vor dem tollen blauen Haus machen. Das Blau des Hauses ist heute als Majorelle bleu bekannt. Auch ist das Haus heute ein kleines Museum islamischer Kunst. 

Mittagspause: Das Innenhof-Café des Gartens bietet leckere Säfte, Snacks, marokkanische Gerichte und Sandwiches an.

Auch wenn das Essen und die Getränke dort nicht wirklich günstig sind, kann man wieder über die Qualität nicht meckern. Ich habe mir einen Juice Majorelle und eine vegetarische Tajin bestellt. Beides ist wahnsinnig lecker gewesen. 

Danach wollten wir mit einer Kutsche zurück in die Altstadt fahren. Hier müsst Ihr gut handeln können und hartnäckig bleiben. Wenn Ihr die Kutsche für eine einstündige Rundfahrt nutzen möchtet, steht ihr euch preislich wesentlich besser.
Ca. 20 Euro zahlt man für eine Stunde. Da wir nur eine Strecke von ca. 5 km mit der Kutsche fahren wollten, haben wir dem netten Herrn schließlich auch 20 Euro gegeben und sagten dem Kutscher, dass wir zur ehemaligen Koranschule Medersa Ben Youssef wollten.

Da sich die Koranschule in den engen Gasse der Medina (Altstadt) befindet, ließ er uns an einem belebten Platz raus und wir machten uns zu Fuß auf dem Weg dorthin. Leider hat uns keiner gesagt, dass die Schule im Moment geschlossen ist.
Also änderten wir unseren Plan und tauchten in die Souks (Basare) ein.
In dem engen, teils dunklen Gassengewirr führt jeder Eingang in eine Schatzkammer voller bunter und exotischer Geheimnisse. Egal ob Ihr etwas kaufen möchtet oder einfach nur die Atmosphäre erleben wollt, kommt Ihr in dem Gedränge voll auf Eure Kosten. 

Kaffeepause: Im Café des Epices könnt Ihr bei einem Minztee über den Dächern der Souks entspannen. Um 16:30 Uhr nahmen wir wieder den Bus, der uns zurück zum Hotel brachte. 

Am 19.02. müssten wir leider schon wieder Abschied von Marrakesch nehmen. 
Da es aber erst gegen 15 Uhr zum Flughafen ging, konnten wir abschließend noch ein bisschen Zeit in dieser faszinierenden Stadt verbringen.

Ich hatte vorab einen Tisch im Restaurant NOMAD reserviert. Bevor wir dort zu Mittag aßen, schlenderten wir noch etwas durch die Gassen der Souks und kauften noch ein paar Souvenirs ein. Das Restaurant NOMAD können wir Euch allen wärmstem weiterempfehlen. Die Speisekarte ist modern und doch auch traditionell. Am schönsten ist jedoch die Aussicht auf die rote Stadt.

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