Fjord- und Nordnorwegen

Von Dieter Hoff |17.04.2015

Hurtigruten mit der Richard With

Fjord- und Nordnorwegen

Fjord- und Nordnorwegen
eine Reise durch Norwegen

Trondheim

Unsere Reise startet mit der SAS in München und nach kurzer Unterbrechung in Kopenhagen haben wir Trondheim nach 4 Stunden Reisedauer erreicht. Der Flughafen liegt neben dem kleinen Ort Stjørdal, etwa 35 km östlich von Trondheim.
Wir übernachten im Scandic Nidelven, eines der größten und modernsten Hotels in Trondheim , das die letzten 8 Jahre für das beste Hotelfrühstück in Norwegen ausgezeichnet wurde. Durch seine Lage in der Nähe des Stadtzentrums sind Sehenswürdigkeiten und Attraktionen bequem zu Fuß erreichbar.

Trondheim gefällt mir. Modern und jung, aber auch historisch und ruhig, dem Charme der ehemaligen Hauptstadt, früher Nidaros genannt, kann sich kein Besucher entziehen. Unter den rd. 170.000 Einwohnern befinden sich viele Studenten, etwa 80 Prozent aller norwegischen Bauingenieure, so lese ich, haben hier studiert. Dementsprechend stellt sich natürlich auch die gastronomische Szene dar.

Die erste Sehenswürdigkeit  führt uns zum Freilichtmuseum Sverresborg. Hier wurden über 60 Gebäude aus dem letzten beiden Jahrhunderten wieder aufgebaut und können besichtigt werden.
Anschließend geht es zu winterlichen Aktivitäten in dem westlich von Trondheim gelegenen Waldgebiet  Bymarka. Hier wird uns gezeigt, wie die Norweger aus Birkenrinde ein Lagerfeuer zündeln. Einige aus unserer Gruppe stellen sich auch sehr geschickt dabei an.
Wieder zurück in Trondheim, lernen wir bei einem Stadtrundgang die interessantesten Sehenswürdigkeiten, wie die Altstadt mit  ihren kleinen Holzhäusern, das Stadtzentrum sowie die Nidaros Domkirche kennen . Sie gilt als Norwegens Nationalheiligtum, als das Wahrzeichen von Trondheim und als größtes mittelalterliches Bauwerk von ganz Skandinavien. Immer wieder durch Brände zerstört, wurde der Dom 1930 neu geweiht. .
Am Abend besichtigen wir das Clarion Hotel & Congress Hotel und sehen uns den Film „Die Eiskönigin“ an. Der Film basiert lose auf dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, dem bekannten dänischen Dichter und Schriftsteller.
 „Was den Film letztlich absolut sehenswert macht, sind seine lebendigen und ausgereiften Figuren. […] Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die technisch aufwendig gestaltete Story-Welt, die mit ihren Fjorden, Wäldern und Bergen ganz bewusst an das norwegische Landschaftsbild angelehnt ist. Kurzum: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren bietet herzerwärmende, rasante und gewitzte Kinounterhaltung für Jung und Alt, die das Publikum perfekt auf die kalte Jahreszeit einstimmt.“
Nachdem wir über Trolle, Prinzen und Prinzessinnen viel erfahren haben, geht es zum Bahnhof von Trondheim. Der Nachtzug der Nordlandbahn ist mit 729 Kilometern längste Eisenbahnstrecke Norwegens und bringt uns über den Polarkreis nach Bodø.

Bodø

Die Stadt ist noch jung. Sie wurde 1816 errichtet und hatte in den ersten 20-30 Jahren nur 200 Einwohner. Doch ab 1860 kamen ca. 20 Jahre lang große Heringsschwärme in diese Region. Die Stadt wuchs schnell und entwickelte ein blühendes Wirtschaftsleben. Heute ist die Fläche der Kommune Bodø größer als die von Berlin, allerdings leben hier nur knapp 50.000 Einwohner.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt erleben wir eine besondere Sehenswürdigkeit, den Saltstraumen, etwa 30 km östlich von Bodø. Dabei handelt es sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt, der mit seinem glasklaren Wasser und dem Reichtum an Fischen ein Paradies für Angler ist.
Passend dazu ist Bodø auch die Stadt der Seeadler, denn aufgrund der fischreichen Gewässer befinden sich hier die Brutgebiete des größten und dichtesten Seeadlerbestandes der Welt.
 
Bodø – Lofoten - Tromsø
 
Nachmittags Check-In auf den legendären Hurtigruten, was übersetzt „schnelle Routen“ bedeutet, mit dem Schiff MS Richard With. Der Name ist Programm, denn Richard With war der Kapitän, der 1893 mit seinem Dampfschiff einen regelmäßigen Liniendienst entlang der norwegischen Küste einrichtete. Schon das erste Hurtigruten Schiff war Postdampfer, Frachter und Passagierschiff zugleich. Das ist heute noch so, mit dem einzigen Unterschied, dass die Passagierzahlen immer mehr steigen, während der Anteil an Fracht geringer wird.  
Nach einer etwas ruppigen Überfahrt  zu den Lofoten, erreichen wir pünktlich den Hafen von Svolvær. Die Einwohner der größten Stadt der Lofoten leben nach wie vor hauptsächlich vom Fischfang, aber auch immer mehr vom Tourismus. Übrigens werden jedes Jahr im März in der Stadt die Weltmeisterschaften im Kabeljau-Angeln ausgetragen!  Bei einer Überlandfahrt erleben wir die Orte Henningsvær, Sortland und Stamsund sowie das Lofotr Borg Wikingermuseum, wo wir an einem traditionellen Abendessen teilnehmen.  
Zurück an Bord geht es am Trollfjord  zwischen den Inselgruppen Lofoten und Vesterålen vorbei weiter Richtung Tromsø. Die Silhouetten der Berge  bei Vollmond machen die Nachfahrt zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Tromsø

Das Tor zur Arktis. Das Paris des Nordens. Eine schöne Stadt mit vielen Namen.  Die größte Stadt mit ca. 69.000 Einwohnern im Norden des Landes beherbergt nicht nur die nördlichste Universität, sondern auch die nördlichste Kathedrale der Welt. Obwohl die mittlere Jahrestemperatur nur bei + 2,5 C liegt, wird es im  Winter selten kälter als  - 10 C. Allerdings gibt es aufgrund der umliegenden Berge von Ende November bis Mitte Januar keinen Sonnenaufgang in Tromsø. Ganz dunkel bleibt  es jedoch nur, wenn auch noch Wolken den Himmel verdecken.
Nach unser Ankunft in Tromsø bringt uns der Bus zum Übernachtungshotel Sommaroy Artic Hotel. Hier erwartet uns ein besonderes  Highlight: eine Polarlicht-Safari. Das Resort liegt direkt an einem der Hotspots für Polarlichter in der Gegend, womit die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass wir die magischen Lichter in der Nacht beobachten können. Ein Guide erklärt uns die Entstehung und weiß, wo er die Polarlichter finden kann.
Ein Sightseeing-Highlight  ist das einzigartige Polarmuseum. Hier wird die Geschichte von tapferen Polarforschern wie Roald Amundsen und Fridjof Nansen erzählt. Das Museum befindet sich in einem traditionellen Hafenhaus aus dem Jahre 1830 inmitten Tromsøs ältester Gebäude.
Auch im Erlebniszentrum Polaria erhält man einen Einblick in die arktische Welt. Hier gibt es ein arktisches Aquarium, in dem die Bartrobben die Hauptattraktion sind. Die Bartrobbe ist eine arktische Spezies, die aufgrund ihrer ruhigen und intelligenten Natur sehr beliebt bei Kindern ist.
Tipp: Wer sich einen Überblick verschaffen möchte: Die Fjellheisen Seilbahn fährt den 420 Meter hohen Storstein-Berg hinauf, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Insel und die Berge hat. Mit etwas Glück kann man von dort oben auch die Mitternachtssonne oder Nordlichter betrachten
und
Gehen Sie an Bord eines Safarischiffs und fahren aufs offene Meer, um nach Walen Ausschau zu halten. Die Chancen stehen sehr gut, da Buckelwal und  Orkas im Winter zur Nahrungssuche nahe an die Küste kommen. Häufig kommen sie dicht an Boot, da sie sehr neugierig sind.    
   
Bergen

Nach  2 Stunden Flugzeit sind wir in Bergen angekommen. Bergen, die ehemalige Hansestadt, ist eine internationale Stadt mit langer Geschichte und alten Traditionen. Trotz aller Moderne hat sich Bergen den Charme und die Atmosphäre einer Kleinstadt bewahrt. Bergen wird auch als „Tor zu den Fjorden" genannt.
Wir übernachten im erst im Mai 2014 eröffnete Scandic Ørnen Hotel. Es ist zentral gelegen und das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Hanseviertel Bryggen erreicht man in rund 13 Gehminuten. Beliebte Meeting Points sind das Hotelrestaurant und die Skybar. Beide liegen im 13. Stock und bieten eine phänomenale Aussicht auf Bergen.
 
Die ersten Gebäude in Bergen wurden entlang der alten Kaimauern errichtet. Bryggen war über Jahrhunderte lebendiges Herz der Stadt. Die historischen Gebäude aus der Hansezeit  zählen ohne Frage zu Norwegens bekanntesten mittelalterlichen Bauwerken. Über 400 Jahre bestimmten die Kaufleute der Hanse das Bild Bryggens.  
Kein Weg führt in Bergen vorbei am Edvard Grieg Museum: Troldhaugen ist der Name des Hauses des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, das im Süden seiner Heimarstadt Bergen am Ufer des Nordasvannet gelegen ist. Er lebte dort von 1885 bis zu seinem Tode im Jahre 1907. Das Haus uns deine Umgebung sind seit 1928 ein Grieg-Museum. Bei einem Rundgang lauschen wir den klassischen Klängen  der Kompositionen Edvard Griegs.
Auch oberhalb von Bergen gibt es viel zu sehen. Nach einer kurzen Fahrt mit der Strandseilbahn Fløbanen vom Zentrum Bergens auf den Gipfel des Berges Fløyen haben wir einen einzigartige  Aussicht über Stadt, über umliegende Berge und die Fjorde sowie das offene Meer.
Am letzten Abend schildern wir nochmal unsere Eindrücke und dann verlassen wir „Das Tor zu Fjordnorwegen“ und es heißt Abschied nehmen von Norwegen mit seinen  unumstritten schönsten Orten auf der ganzen Welt, die Heimat von mehr Naturwundern als wir zählen können, umwerfend schönen Städten, einer faszinierenden Geschichte und sehr glücklichen Menschen.
 

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