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Pegnitz

MIT DER AIDA CARA VON BUENOS AIRES NACH RIO DE JANEIRO

Von Elke Prinzewoski |13.03.2015

MIT DER AIDA CARA VON BUENOS AIRES NACH RIO DE JANEIRO!!

Flug mit Lufthansa, einer Boeing 747-400 von Frankfurt nach Buenos Aires, Flugzeit 13 Stunden 20 Minuten. Ankunft am frühen Morgen in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. Dank einer Schlaftablette konnte ich 7 1/ 2 Stunden schlafen. Ich bin gespannt, was der heutige Tag so bringt!

 Nach dem Grau der letzten Tage in Deutschland scheint schon einmal die Sonne! Nach der Gepäckausgabe geht es noch durch den Securitycheck! Beim Schalter der Busgesellschaft Tienda Leon löse ich für 16 Dollar das Ticket in die Innenstadt. Der Transfer dauert ca. 50 Minuten in die Innenstadt zum Terminal Madero, der Zentrale der Busgesellschaft, danach Shuttle zu meinem Hotel, dem Sheraton Libertador.

Das Hotel liegt sehr zentral an der Avenida Córdoba, unmittelbar an der Galle Florida, im Stadtteil Retiro.  Nach dem Checkin im Hotel, das Personal ist sehr freundlich, erkundige ich die Stadtteile  Microcentro, Puerto Madero und Retiro der 3 Millionenstadt zu Fuß!

 Zuerst besuche ich einen der schönsten Plätze von Buenos Aires, den Plaza Les Martins, dann marschiere ich an der teilweise zwölfspurigen Avenida 9 de Julio (der Strasse des 9. Juli) entlang zum Teatro Colon (dem bekanntesten Theater von Buenos Aires), weiter zum Justizpalast, dann zum Obelisco de Buenos Aires, einem 67 Meter hohen Denkmal auf der Plaza de la Republica. Hier beobachte ich bei einem Cafe Cortado die vorbeiströmenden Menschenmassen zur Mittagszeit! 
 Später geht es entlang der Avendia Mayo (einer großen Allee), vorbei am Café Cortini, dem ältesten Café der Stadt, zum Plaza de Mayo.

 Hier sitze ich bei herrlichem Sonnenschein, mit Blick auf Casa Rosado, dem Präsidentenpalast und stelle mir vor, wie vor ewigen Zeiten Eva Perón auf dem Balkon stand.  Anschließend gehe ich zum Puerto Madeno und genieße die Ruhe und den Blick über die Yachten und der Brücke Puento de la Mujer. Sie erinnert an einen Tänzer, der sich über seine Partnerin beugt.

Über die Einkaufsmeile Galle Florida lasse ich mich zurück zu meinem Hotel treiben. Mein Resümee vom ersten Tag, Buenos Aires ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Heute besuche ich in den Stadtteil Recoleta, einem eleganten und einem sehr teuren Wohnviertel im Norden von Buenos Aires. Im Vergleich zum Tag vorher ist es hier sehr ruhig!  Ich komme an noblen Geschäften vorbei und an einigen Parks, wo ich sehr viele Jogger treffe.

Mein erstes Ziel ist die Floraris Generica. Die gigantischen Blütenblätter der "Blume" aus Aluminium öffnen sich um acht Uhr morgens und schließen sich in der Abenddämmerung. Den Cementerio de la Recoleta, eines der größten Friedhöfe der Welt, strebe ich als Nächstes an. Hier sind Präsidenten, Künstler, Aristokraten und auch Eva Perón in eindrucksvollen Mausoleen aus Granit und Bronze bestattet.  Ich bin vor den Touristenströmen da, so genieße ich die mystische Stille!

 Am Tag vorher hatte ich das Kongresszentrum vergessen, also muss ich dieses auch noch sehen.

 Am Nachmittag checke ich auf der AIDAcara, dem ältesten Schiff der AIDA  Flotte ein.  Meine Beine und Füße brauchen etwas Erholung, bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad relaxe ich. Am Abend ist die Willkommensshow auf dem Schiff, nach Abtanzen am Pooldeck falle ich erschöpft ins Bett.

 Am Sonntag ist im Stadtteil San Telmo Flohmarkt. Ich will einmal den öffentlichen Bus ausprobieren. Man sollte aber unbedingt Münzen dabei haben, mit Scheinen geht in Automaten der Busse gar nichts.
Für drei argentinische Peso, umgerechnet 40 Cent, fahre ich nach San Telmo. In San Telmo ist rund um den Plaza Dorrego der Flohmarkt, aber auch in den Seitenstraßen gibt es Stände, an denen man vom Hut bis Blechschildern alles kaufen kann. Die Menschen sitzen vor Cafes und lassen sich von den Musikern und Tangotänzern unterhalten. Ich bin fasziniert von dem turbulenten Treiben!

 Um noch ein bisschen den Charme von Buenos Aires einzufangen, gehe ich zu Fuß am Hafen Madeno zum Schiff zurück.  Am Nachmittag nachmittag verlässt die AIDAcara Buenos Aires in Richtung Montevideo, der Hauptstadt Uruguays. Ich genieße den letzten Blick auf die Skyline von Buenos Aires. 
Die AIDAcara legt in dieser Nacht 153 Seemeilen, 283 Kilometer zurück.

Nachdem die AIDAcara für den Landgang freigegeben wurde, erkundige ich nach dem Frühstück auf eigene Faust die Innenstadt Montevideos.

Durch die Altstadt, der Ciudad Veja,wo man teilweise schon sehr viele, langsam verfallende Häuser sieht, spaziere ich zum Plaza Constitution. Hier steht die Kathedrale Metropolitan.  Auf dem Platz rund um den Springbrunnen ist ein Trödelmarkt. Über die Einkaufsmeile Sarandi geht es weiter zum Plaza Independencia.

Bevor man diesen erreicht, kommt man durch das Puerta de la Ciudadela, einem alten Stadttor. Der Plaza ist der Schnittpunkt zwischen dem alten und neuen Montevideo. Vom Tor aus rechts gesehen, ist das Theater Solis, eines der ältesten Theater Südamerikas.  Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich der 100 m hohe Palacio Salvo, ein Gebäude im Zuckerbäckerstil. In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild von José Gervasio Artigas, unter welchem sich das Mausuleum befindet, bewacht von einem ewigen Feuer und einer Ehrengarde, welche stündlich einen Wachwechsel zelebriert.

 Später treffe ich mich mit Freunden in der Markthalle, wo ich Filet de Lomo(Lendensteak)  vom Holzofengrill probiere, sehr lecker!

Die nächste Destination ist Punta del Este, Uruguays mondänster Badeort. Die AIDAcara liegt auf Reede, Tenderboote bringen die Gäste an Land. Ich spaziere an der Promenade entlang zum Leuchtturm, vorbei an der Kirche, Richtung Atlantikküste zur Playa Brava, zu dem bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.  Los Dedos (die fünf Finger) ist eine drei Meter hohe und fünf Meter breite Plastik. Die Skulptur wurde von dem Künstler, Mario Irrazabal 1982, im Rahmen eines Wettbewerbes geschaffen.

 Danach eine sehr teure Taxifahrt, hier empfiehlt es sich den Bus vom Busterminal Playa Brava zu nehmen, nach Punta Ballena, zum Casa Pueblo. Ein Künstlerhaus und Hotel, ich war etwas enttäuscht, für 6 Dollar Eintritt kann es mit den Werken von Cäsar Manrique, dem Künstler von Lanzarote, nicht mithalten. 

Es folgen zwei Seetage auf den Weg zu unserem ersten Ziel in Brasilien, Itajai. Die AIDAcara legt bei nahezu ruhiger See 1198 Kilometer zurück.

Die Hafenstadt Itajai liegt im Bundesland Santa Catarina. Hier haben sich in Blumenau im Jahre 1850 viele Deutsche niedergelassen.  Die Fahrt dorthin ist landschaftlich sehr schön, der Ort mit Fachwerkhäusern typisch deutsch!

Leider konnte das Schiff nicht planmäßig um 09.00 Uhr, sondern erst um 13.00 Uhr in den Hafen einlaufen, da ein großes Containerschiff von MSC Vorrang hatte. So besuche ich nicht den 10 km entfernten Ort Balneario Camboriu, um mit der Seilbahn in den Unipraias Park hochzufahren, sondern mache einen Fußmarsch zum Papageienfelsen. 

Über den Strand, natürlich einen Caiphirinia in einer der vielen Strandbars probiert, schlendere ich zurück in die Stadt, durch die Fußgängerzone zur Kirche, Matriz do Santissimo Sacramento, aus kultureller Sicht das wichtigste Denkmal der Stadt.

Am Abend besuche ich nochmals die weihnachtlich beleuchtete Fußgängerzone und genieße in der Markthalle bei Livemusik das brasilianische Leben.
 
Den nächsten Hafen, den das Schiff ansteuert, ist Paranagua, die älteste Stadt des Bundesstaates Parana. Leider regnet es an diesem Tag, so mache ich einen Stadtbummel und ergattere ein paar gute Modeschnäppchen. Teilweise gibt es entlang der Rua der Praia noch schöne Kolonialbauten, aber der
Zahn der Zeit nagt.

Die schönsten Strände in der Region sind auf der Ilha do Mel, man erreicht sie in ca. 90 Minuten mit dem Ausflugsboot.

Die nächste Destination ist die Ilhabela, eine absolute Trauminsel. Sie ist dem Bundesstaat Sao Paulo vorgelagert. 36 Strandkilometer, mehr als 300 Wasserfälle. Die bekanntesten sind die Tres Tombos Wasserfälle. Hier gibt es noch den größten atlantischen Regenwald. Urwald soweit das Auge reicht!  

Ich habe über Aida eine Wanderung durch den Regenwald gebucht. Mit dem Minibus geht es in den Nationalpark Mata Atlantica, danach wandern wir durch den Regenwald vorbei an mehreren Wasserfällen. Gefällt mir sehr gut, allerdings sollte man sich vorher gut mit Insektenschutz einsprühen!

Weiter geht die Reise nach Angra dos Reis, die Bucht der Könige, an der Costa Verde, der grünen Küste. Die grüne Küste erstreckt sich zwischen den Großstädten Rio de Janeiro und Sao Paulo. Es besteht die Möglichkeit, mit dem Boot zur Ilha Grande zu fahren.

Ich charterte mit Freunden ein Boot für 3 Stunden und wir fahren zur Ilha da Cartuguas, hier haben wir 45 Minuten Badestop, danach geht es vorbei an der Insel Botinhas zur Insel Gipoia. Anlegen am Praia dos Piechas, eine schöne, von Palmen gesäumte Bucht. Erinnert mich an Thailand, Insel Phuket.

 Danach geht es zurück zur Stadt, diese bietet wenig Sehenswürdigkeiten, die Kulisse ist aber trotzdem schön, da sich die bunten Häuser am Hang hinauf ziehen. Heute ist Heiligabend, daher reges Treiben in den Straßen!

Der elitäre Küstenort Armacao dos Buzios an der Costa de Sol, 180 Kilometer südlich von Rio de Janeiro, ist der nächste Tenderhafen.  Buzios wird das Ibiza oder St.Tropez Brasiliens genannt. Berühmtheit erlangte es durch Brigitte Bardot oder Jaques Gusteau.

Der Ort zählt ca. 28.000 Einwohner, wird aber in den Sommermonaten um ein Vielfaches übertroffen. Hier findet man sehr schöne Boutiquehotels, die Hauptflaniermeile ist bestückt mit edlen und teueren Geschäften.
Nach dem Spaziergang zur Bronzestatue Brigitte Bardots, geht es mit dem Wassertaxi, eine sehr gute Möglichkeit, eine der über 20 Buchten zu erkunden, zur Praia da Tartaruga.  Die Hitze ist nur im Wasser auszuhalten, aber herrlich!

Die nächsten zwei Tage sind für mich der Höhepunkt der Reise, Rio de Janeiro!

Die AIDAcara läuft morgens um 06.30 Uhr zum Sonnenaufgang und herrlichem Sonnenschein in den Hafen von Rio de Janeiro ein. Ich bekomme einen ersten Eindruck von der 6 Millionenstadt und genieße den Anblick auf den berühmten Zuckerhut, im Vordergrund die Copacapana und im Hintergrund den Corcovado.

Da ich den Ganztagesausflug mit Zuckerhut und Corcovado nicht mehr buchen konnte, habe ich am ersten Tag den Zuckerhut und am zweiten Tag die Christusstatue besucht.  Das war sehr gut, denn am ersten Tag war die Christusstatue gegen Mittag in Wolken gehüllt!

Mit dem Bus geht es vorbei am Sambadrom, dem weißen Aquadukt, Arcos de Lapa und einem kurzen Stop an der Kathedrale Metropolitana, eine Kirche mit sehr schönen, bunten Mosaiken, zur Talstation der Seilbahn zum Zuckerhut.

Eine Seilbahn führt zuerst zum Morra da Urca, umsteigen, dann zum Pao de Acucar, dem Zuckerhut. 394 Meter über der Stadt habe ich eine fantastische Sicht auf die Copacabana und über Rio! Der Blick auf den Corcovado ist an diesem Tag verwehrt! 

Am Nachmittag geht es mit dem Shuttle von Juwelier Stern zum Geschäft in der Nähe vom Ipanema Strand.  Nach kurzem Rundgang durch das Geschäft und einem Vortrag über das Verarbeiten von Diamanten, geht es an der Promenade entlang vom Ipanema Strand zum Copacabana Strand.  Im ersten Moment bin ich etwas enttäuscht, da neben der Promenade entlang einer sechsspurigen Straße verläuft, dementsprechend der Lärmpegel! Aber das stört die Brasilianer nicht, das ist ihr Strand! In einer Strandbar beobachte ich das Treiben rund um mich.

Am nächsten Tag geht es frühmorgens zum Wahrzeichen der Stadt, dem 719 Meter hohen Corcovado. Er ist der höchste Berg der Stadt und liegt im Tijuca-Nationalpark.

 Zur Christusstatue hinauf führt eine Zahnradbahn, eine landschaftlich sehr schöne Fahrt, durch den Nationalpark .Oben angekommen, geht es über Treppen noch 220 Meter zur Christusstatue. Eine 38 Meter hohe Betonfigur im Art-Deco-Stil, die nochmals auf einen 8 Meter hohen Sockel thront! Ich habe heute bei herrlichem Sonnenschein einen traumhaften Blick auf den Zuckerhut, der Guanabarabucht und der Millionenmetropole! 

Zurück geht die Busfahrt vorbei an einer der größten und bekanntesten Favelas (Armenviertel), der Favela Rois Rocinha .Hier leben illegal an den Berg gebauten Häusern ca. 100.000 Menschen.

Nach zwei Tagen Rio habe ich das Gefühl, die Zeit gut genützt zu haben und finde Rio, muss man gesehen haben! Einige Gäste haben in Rio die Kreuzfahrt beendet und noch 2 Tage verlängert! Würde ich das nächste Mal auch machen! 

Am Nachmittag legt die AIDAcara zu dem letzten Hafen, Santos ab. Ich genieße noch einmal den atemberaubenden Blick auf die Skyline und mit Wehmut den letzen Abend!
 
Am nächsten Morgen beginnt die Ausschiffung und ich fliege von Sao Paulo mit Lufthansa zurück in die Heimat!

Es war für mich ein unvergessliche Reise mit vielen wunderschönen Eindrucken!!!! Beeindruckt hat mich die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Brasilianer. Allerdings ist es in Brasilien hilfreich, etwas portugiesisch zu sprechen, denn englisch wird oft nicht verstanden!

Obwohl ich teilweise alleine unterwegs war, habe ich mich zu keiner Zeit bedroht gefühlt!
 
Elke Prinzewoski

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