Studiosus Studienreise Südamerika
Von Andrea Schneider |22.01.2026
Ein Tagebuch der Kontraste:
Von Inka-Präzision bis Copacabana-Vibes
Südamerika ist nicht einfach nur ein Reiseziel, es ist eine Aneinanderreihung völlig unterschiedlicherWelten.
Unsere Reise führte uns von der pazifischen Küste über die dünne Luft der Hochanden bis in den dampfenden Dschungel und schließlich an die berühmtesten Strände der Welt.
Anders als in vielen Hochglanzbroschüren standen für uns dabei nicht nur die bekannten Postkartenmotive im Vordergrund, sondern die kleinen, prägenden Momente dazwischen.
Lima: Ein kultureller Auftakt im Nebel
Unsere Reise begann in Lima, wo wir direkt in die Geschichte eintauchten. Statt nur die kulinarischen Highlights zu genießen, führte uns unser Weg tief in die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) und ins MALI (Museo de Arte de Lima).
Die Architektur rund um den Plaza Mayor und der Regierungspalast gaben uns einen ersten Eindruck von der kolonialen Pracht. Natürlich durfte auch hier das Kulinarische nicht fehlen:
In Miraflores genossen wir Ceviche, doch es war der kulturelle Reichtum,
der uns auf die kommenden Wochen einstimmte.
Das Heilige Tal: Die kluge Strategie der Höhe
Ein entscheidender Unterschied in unserer Planung war die „Akklimatisierungs-Taktik“.
Nach der Landung in Cusco fuhren wir direkt weiter ins tiefer gelegene Urubamba-Tal auf 2.800 Meter, um der Höhenkrankheit ein Schnippchen zu schlagen.
Eine gute Entscheidung! In Ollantaytambo, wo wir in wunderschönen Lodges übernachteten, spürten wir die Geschichte hautnah. Die Inka-Bauten mit ihren fugenlosen, präzisen Steinmauern faszinierten uns ebenso wie das ländliche Leben – inklusive Kartoffelfeldern und Alpakas.
Ein besonderes Souvenir wanderte hier auch ins Gepäck: Ein Poncho aus Babyalpakawolle.
Machu Picchu: Eine Zugfahrt durch die Vegetationszonen
Der Weg zum Machu Picchu war fast so beeindruckend wie das Ziel selbst.
Mit der Andenbahn fuhren wir durch sich stetig wandelnde Landschaften bis nach Aguas Calientes.
Vor Ort war es dann die schiere Ingenieurskunst, die uns sprachlos machte: riesige Steinblöcke, perfekt aufeinandergesetzt, ohne Mörtel, verbunden durch unzählige Treppen.
Es ist der Moment, in dem man begreift, warum dieser Ort als eines der neuen Weltwunder gilt.
Cusco & der Weg zum Titicacasee
Zurück in Cusco wagten wir uns kulinarisch an die lokalen Spezialitäten – wobei wir uns beim Abendessen doch für Alpaka-Fleisch entschieden und das traditionelle „Cuy“ (Meerschweinchen) nur auf dem Teller des Nachbarn betrachteten.
Die Weiterreise im Bus über den 4.350 Meter hohen La-Raya-Pass war atemberaubend und führte uns schließlich zum Titicacasee.
Der Besuch bei den Uros auf ihren schwimmenden Schilf-Inseln gab uns einen intimen Einblick in eine völlig andere Lebensweise, bevor wir die Grenze nach Bolivien zu Fuß überquerten – ein sichtbarer Wechsel der Welten.
La Paz: Schweben über den Dächern
La Paz empfing uns mit seiner spektakulären Lage im Talkessel – und dünner Luft.
Doch der Blick aus der Seilbahn, die als öffentliches Verkehrsmittel über die Stadt schwebt, entschädigte für den leichten Atemraub.
Besonders in Erinnerung blieb uns hier nicht nur die Aussicht, sondern der Besuch eines Sozialprojekts, das uns die schwierigen Lebensbedingungen der Kinder aus sozialschwachem Umfeld vor Ort vor Augen führte und der Reise eine tiefere, nachdenkliche Dimension verlieh.
Buenos Aires: Paris trifft Madrid
Der Kontrast hätte nach dem Flug kaum größer sein können: Buenos Aires wirkte sofort europäisch, fast wie eine Mischung aus Paris und Madrid.
Hier drehte sich alles um Leidenschaft – sei es beim Tango auf der Straße, beim allgegenwärtigen Matetee oder der fast religiösen Verehrung für Messi und Maradona, die uns sogar auf Wandgemälden begegnete.
Ein verregneter Vormittag entpuppte sich als Glücksfall:
Wir verbrachten ihn im Museum der Schönen Künste (Bellas Artes) – übrigens kostenlos! – und ließen uns danach eine hervorragende Pizza schmecken, statt nur auf Steaks zu setzen.
Der Besuch auf dem Recoleta-Friedhof am Grab von Evita Perón war ein weiterer Gänsehaut-Moment
Iguazú: Die Kraft des Wassers
Die Wasserfälle von Iguazú erlebten wir von beiden Seiten.
Auf der argentinischen Seite spürten wir die Weite der 2,7 Kilometer langen Abbruchkante, während uns auf der brasilianischen Seite der Blick in den „Teufelsschlund“ den Atem raubte.
Die Gischt und die Regenbögen bleiben unvergesslich.
Rio de Janeiro: Ein sonniger Abschied
Unser Finale in Rio war der perfekte Ausklang.
Wir wohnten direkt an der Copacabana und besuchten natürlich die Klassiker:
Christusstatue und Zuckerhut.
Doch was uns Rio wirklich näherbrachte, war der verlängerte freie Tag. Wir stürzten uns bei strahlendem Sonnenschein in die Wellen zum Bodysurfen (inklusive Sonnenbrand!) und genossen das Strandleben wie die Einheimischen.
Ein Besuch im Militärmuseum bot uns am letzten Tag noch einen stillen, weiten Blick über die Bucht, bevor es zurück nach Europa ging.
Fazit
Fazit: Südamerika hat uns gefordert und reich beschenkt. Es war eine Reise der Extreme – von der Stille der Anden-Lodges bis zum Trubel der Copacabana. Wer sich auf diesen Kontinent einlässt, kehrt mit einem Koffer voller Farben und Geschichten zurück. Ohne die professionelle Organisation und fachkundige und tolle Reiseleitung von Studiosus wäre ein solches Erlebnis in Eigenregie kaum zu realisieren.
Sie haben Fragen? Gerne stehe ich Ihnen mit weiteren Informationen zur Verfügung,
rufen Sie mich.
- Reiseziele
- Themen
Persönliche Beratung
- Wunschreise anfragen
- Nachricht schreiben
- Rückruf





