Schottland

Von Sarah Lisa Klein |17.10.2017

Schottland – das Land der tausend Schlösser

Auf meiner, in Eigenregie geplanten Mietwagen-Rundreise habe ich so einiges erlebt. Erstes großes Abenteuer war das Links fahren… und das zum ersten Mal in meiner 13 Jährigen Führerschein-Laufbahn. Man muss sagen, die ersten beiden Tage waren schon recht ungewohnt, man musste viel schauen und auch sehr viel aufpassen, gerade beim Abbiegen, damit man nicht in die falsche Richtung schaut, von dem Kreisverkehr gar nicht erst zu sprechen. Dennoch ist eine Mietwagen-Rundreise wirklich eine tolle Sache, man kann so lange man möchte irgendwo stehen bleiben und schauen/fotografieren und ist nicht an irgendwelche Abfahrtszeiten, wie bei Busrundreisen gebunden.
Wir sind in Edinburgh gelandet und von dort aus direkt Richtung
Balmaha/Loch Lomond gefahren, der See hat mir mit am besten gefallen, rundherum liegt man im Trossachs Nationalpark, wirklich eine tolle Ecke Schottlands.
Man kann, wie überall, sehr schön wandern und/oder spazieren gehen.

Vom Loch Lomond ging es dann weiter in die Highlands nach Kingussie, von dort aus haben wir bei Pitlochry den „Queensview“ besichtigt. Namensgeber war hier 1866 Queen Victoria, die diesen Platz zu Ihrem „Lieblingsplatz“ auserkoren hat. Der Ausblick ist auch wirklich gigantisch, man hat besten Blick in’s Tal und über den Loch Tummel. Nicht ohne Grund ist es einer der meist fotografierten Spots Schottlands.

Man verpasst auch fast nicht’s auf einer Rundreise durch Schottland, interessante Orte oder Schlösser/Burgen werden wirklich sehr gut ausgeschildert und man kann auf seiner Strecke immer wieder schöne Zwischenstopps einbauen.

Bei der Fahrt weiter gen Norden nach Nairn, haben wir zudem noch das „Culloden Battlefield“ besichtigt. Hier fand im April 1746 die „Schlacht von Culloden statt, in der die überwiegend in den Highlands lebenden Jakobiter mit 5.000 Mann gegen die englischen Regierungstruppen von 9.500 Mann gekämpft haben und diese stürzen wollten. Hier steht ein großes Denkmal welches an diese Schlacht erinnert und im Museum kann man mehr über die schottische Geschichte hierzu erfahren.

Weiter auf dem Weg nach Nairn kamen wir noch am imposanten „Fort George“ vorbei, eine Festung aus eben dieser Zeit, auf einer Landzunge am Moray Firth liegend. Das Fort ist noch gut erhalten und sollte das schottische Hochland nach dem Jakobitenaufstand befrieden.

In Nairn angekommen haben wir einen der (bei Ebbe) atemberaubendsten Strände Schottlands vorgefunden. Ein Traumstrand, den man kilometerlang zu Fuß an der Küste entlang bewandern konnte. Im viktorianischen Zeitalter war Nairn ein Heilbad und wurde auch von schottischen Schulklassen am Wandertag besucht. Sogar Charlie Chaplin soll hier einige seiner Urlaube verbracht haben.
Auf der Weiterfahrt in die nördlicheren Gefilde haben wir noch einen Abstecher an den Loch Ness gemacht um zu sehen ob wir noch einen Blick auf Nessie erhaschen können. Der Loch Ness ist jedoch gänzlich unspektakulär und wirklich rein kommerziell ausgebeutet. Rundherum überall überteuerte Souvenir Läden und zum Schloss „Urquart Castle“ gelangt man nur durch einen separaten Eingang und kann dieses nicht mal von weitem in Ruhe betrachten.

Viel schöner hingegen ist in Golspie das „Dunrobin Castle“, Stammsitz des Clan of Sutherland, teilweise noch von diesem bewohnt. Der andere Teil ist für Besucher offen und sehr interessant. Man sieht wie früher dort residiert wurde und kann den tollen Garten mit Falknerei besuchen, dort werden auch regelmäßig Vorführungen geboten. Der Garten ist ganzjährig offen, das Schloss jedoch nur von April-Oktober zu besichtigen.

Von Golspie aus sind wir dann einmal komplett quer rüber durch die Prärie und über eine der längsten sogenannten „Single-Track-Roads“ gedüst um dann überwiegend an der Küste entlang runter auf die Isle of Skye zu gelangen, dies war auch unsere längste Tour mit knapp 5 Stunden Fahrtzeit. Schottland ist für eine Rundreise wirklich prädestiniert, da die jeweiligen Strecken sich wirklich im Rahmen halten.
Gewohnt haben wir direkt am Anfang in Kyleakin und haben von dort aus noch einen kleinen Abstecher zu einem schönen Aussichtspunkt gemacht. Dort konnte man Otter und Seerobben beobachten wie sie sich in der Sonne geaalt haben. Mit viel Glück sieht man im Sommer hier auch Delfine und Wale. Die schottischen Wanderwege sind wirklich sehr gepflegt, überall stehen Bänke auf denen man pausieren und relaxen kann, alles ist super ausgeschildert und sogar Toiletten sind oftmals vorhanden, mitten im Nirgendwo.
Wir waren leider nur 1 Nacht auf der Isle of Skye, hier lohnt es sich jedoch länger zu bleiben und hoch in den Norden der Insel zu fahren, landschaftlich von Klippen, über tolle Wanderwege hin zu Stränden ein Traum.

Der letzte Abschnitt ging dann über Fort William, von wo aus wir das Glenfinnan Viaduct aka „Harry Potter Brücke“ besichtigt haben zurück nach Edinburgh mit einem kurzen Abstecher in Queensferry, von wo aus man die tolle „Firth of Fort Bridge“ begutachten kann, eine zweigleisige Eisenbahnbrücke mit 2523 m Gesamtlänge. Immer wieder ein Hingucker und auch in dem gemütlichen Örtchen kann man einen entspannten Nachmittag mit Kaffee und Kuchen oder leckerem Essen verbringen.

Edinburgh selbst ist mit seinem Schloss natürlich auch ein Hingucker, wenn man jedoch eine tolle Rundreise in den atemberaubenden und ruhigen Highlands hinter sich hat, möchte man sich den Trubel der Stadt eigentlich am liebsten sparen .

 <3


Fazit

Mein Fazit: Schottland ist wirklich sehr vielfältig, uns sind auch nur nette Menschen begegnet die gerne bei Fragen weitergeholfen haben und immer ein Lächeln auf den Lippen hatten, so hatte ich das gar nicht erwartet. Das Essen ist zwar so lala, aber die Landschaft reißt das alles wieder raus. Mietwagenrundreisen würde ich „jungen Fahrern“ jedoch nicht empfehlen, viele Straßen sind sehr eng und schlecht ausgebaut. Wenn man noch unsicher ist, bekommt man hier schnell die Panik.


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