ISLAND - Insel aus Feuer und Eis

Von Petra Busch-Haberkamm |16.10.2013

Island - faszinierende Insel aus Feuer und Eis 

Vorwort: es leben auffällig viele deutsche Frauen auf der Insel, irgendwann in ihrem Leben sind sie einem Isländer über den Weg gelaufen und hängen geblieben. Was hat der Isländer, was unsere Männer nicht haben? Er ist nicht besonders gut gutaussehend, nöö, da gibt's schönere, aber zugegeben, er hat was. Charmant, lausbübisch, und völlig stressresistent. Das gilt für beide Geschlechter. Liegt es daran, dass die Isländer auf einem Pulverfass leben, das jederzeit hochgehen kann? Wird man durch dieses Wissen zum Stoiker?

Tatsache ist, in Island bebt die Erde laufend und die Vulkane brechen aus - ohne dass wir in Kontinentaleuropa viel davon mitbekommen - solange der Flugverkehr nicht beeinträchtigt wird - denn das Land liegt genau auf der Plattennaht zwischen amerikanischer und europäischer Kontinentalplatte. Diese beiden Platten bewegen sich voneinander weg... im Jahr ca. 7 cm... Island wird immer breiter, und wird eines fernen Tages auseinanderreisen, wenn es nicht vorher ein riesiger Vulkanausbruch zerstört. Vulkane gibt es viele auf der Insel, Hekla, Katla und wie sie alle heißen, dann die Vulkangletscher, von denen der Eyafjallajökull traurige Berühmtheit erlangt hat. Er sieht so völlig unschuldig aus in seiner weißen Pracht, die südliche Ringstraße führt direkt dran vorbei. Im Besucherzentrum kann man bei einem Film über den Ausbruch vage erahnen, welche Naturkräfte da am Werk sind, und wie klein der Mensch doch dagegen ist.

Ein paar Fakten zur Insel: Größe wie etwa Bayern und BaWü zusammen. Einwohner ca. 300.000, von denen rund 120.00 im Großraum "Hauptstadt" leben. "Hauptstadt" besteht aus 3 zusammenhängenden Orten, von denen der wichtigste, da Regierungssitz, Reykjavik ist, gelegen im Südwesten der Insel. Leider haben wir von der Stadt nicht allzuviel gesehen, da es im Februar erst gegen 10 Uhr hell wird und wir schon um 08.30h Stadtrundfahrt hatten.

Es gibt hier mitten in der Stadt den nationalen Flughafen, von dort gehen die Flüge z.B. nach Grönland und auch innerhalb der Insel nach Norden. Der internationale Flughafen Kevlavik, liegt ca. 40 Autominuten noch ein Stück weiter westlich. Der Flughafen ist modern und überschaubar. Die Icelandair kann man empfehlen, Fluggerät ab FRA Boeing 757, guter Sitzabstand, Kaffee, Tee, Softdrinks gratis, Essen kostet (Sandwich 5.- €, Baguette 6.- €) Flugdauer ca. 3,5 Stunden, Inflight-Entertainment mit Bildschirm in der Rückenlehne (Kopfhörer 6.-€).

Leider haben wir die Blaue Lagune nicht mehr geschafft, die hätten wir gerne gesehen. Die liegt zwischen KEF und REK. In REK selbst gibt es einen großen Park mit Schwimmbädern, alles Thermal dank des überall aus dem Boden sprudelnden heißen Wassers sind die Bäder fast alle open Air! Das Hotel Park Inn by Radisson Island liegt da genau gegenüber, von dort 20 Minuten Fußweg ins Zentrum. REK hat ein neues supermodernes Opernhaus, "The Harp" hier gibt es das ganze Jahr über Konzerte mit namhaften Künstlern.

Empfehlenswert sind generell die Hotels, die von Icelandair gemanagt werden, sie sind alle mit viel Liebe zum Detail und auch Witz eingerichtet, z.B. Reykjavik Marina, direkt am Hafen - hier können nur kleine Kreuzfahrer anlegen, die Riesenpötte von MSC oder Costa müssen in den Industriehafen (außerhalb und potthässlich).

Am Inlandsflughafen liegt das Reykjavik Natura, Zimmer vorne raus, da stört der Fluglärm nicht - sind eh nicht so viele Flüge.

Das beste Hotel am Platz ist das Hotel Borg, direkt im Zentrum!  M.E. nicht zu empfehlen ist das Hotel Odinsve (4 Sterne), das hat keine schöne Atmosphäre und ist abgewohnt. Für Low Budget-Reisende das Hotel Cabin, ist für den Preis ok, die Standardzimmer sind allerdings winzigst.

Reisemöglichkeiten gibt es auf Island viele. Für ältere und sonstige Bequemlichkeit liebende Gäste ist eine Busrundreise geeignet. Unbedingt empfehlenswert - auch im Sommer - festes Schuhwerk, regenfeste Kleidung, vor allem auch Hosen, keine Jeans. Selbst wenn es nicht regnet, man steht am Wasserfall, der immer mehr oder weniger stark blasende Wind fährt hinein und schwubs ist man übergossen.

Mietwagen: unbedingt Allrad! es sei denn, Sie verlassen die Ringstraße nicht. Nur diese ist geteert, vor allem Fahrten ins Landesinnere gehen nur mit Allrad. Unbedingt die Windwarnungen beachten, es gibt so starke Winde, dass Fahren nicht mehr möglich ist.

Wandern: es gibt keine markierten Wanderwege! Nur Rundwege um einen Wasserfall z.B. sind angeschrieben. Ansonsten sollte man einen Wanderführer buchen. Bei allen Individualtouren wird empfohlen, Tourverlauf und Kontaktdaten zu hinterlassen, dass im Notfall (und der tritt lt. unserer Reiseleiterin relativ häufig ein) nach den Leuten gesucht werden kann. Vor allem der rapide Wetterumschwung wird oft unterschätzt. So kann es auch im Sommer im Gebirge plötzlich einen Schneesturm geben!

Einfach beeindruckend ist die Landschaft, und wir haben nur die südliche Ringstraße ca. 500km nach Osten befahren. Riesige karge Lavafelder, wo Gesteinsbrocken wie von Riesenhand hingestreut daliegen, dann Lavasand soweit das Auge reicht, Vulkankegel, die sich mitten im Flachen plötzlich erheben und dann die Gletscher, so gleißend hell und atemberaubend schön, ich kann das gar nicht beschreiben. Das Geysirfeld, wo pünktlich alle 7 Minuten eine Fontäne mit Fauchen und Zischen in die Höhe schießt, in anderen Löchern blubbert und brodelt es nur vor sich hin, dass man meint in die Hölle zu schauen, riechen tut es auch so...

Im Sommer, von Juni bis Mitte September ist Hochsaison, da ist alles sehr voll. Doch  auch der Winter hat seinen Reiz, die Landschaft ist mit Schnee überzuckert, die Temperaturen sind dank Golfstrom moderat. Und es gibt nur wenig Touristen, man findet immer einen Parkplatz, kann den Geysir ohne Menschenmassen davor anschauen und am Zugang zum Gullvoss-Wasserfall muss man nicht Schlange stehen. Gute Reisemonate sind der Mai und der September, da ist es nicht so voll und die Natur ist grün.

Diverses: der Isländer liebt seine Sagen und seine Trolle. Jede Fels- oder Eisformation stellt irgendeine Sagengestalt dar. Nationaltier ist das Schaf, daher die Islandwolle für die handgestrickten Pullover mit dem typischen Muster, gleich gefolgt vom Islandpferd. Beide Rassen sind endemisch, d.h. es wird streng darauf geachtet, dass keine Kreuzung mit anderen Rassen erfolgt. Wenn z.B. ein Islandpferd von der Insel geholt wird um z.B. an einem Wettbewerb teilzunehmen, darf es nicht mehr zurück. Es gibt viele Reiterhöfe, wo man Reiturlaub buchen kann. Die Pferde sind relativ klein, aber für die Reittouren muss man reiten können.   

Sprache: das Isländische hat ein paar Buchstaben, die wir in unserem Alphabet nicht kennen, und wird auch nicht immer so ausgesprochen, wie es geschrieben steht. Ist für unsere Zungen mitunter etwas schwierig.

Aber die Isländer sprechen alle sehr gut englisch, was auch daran liegt, dass im Fernsehen ausländische Filme nicht synchronisiert werden. Deutschkenntnisse sind eher selten.

Nebenkosten:  in Island, wie in allen nordischen Ländern sehr hoch. Empfehlenswert, wo vorhanden, Halbpension buchen, da man mit der Verpflegung aus dem Supermarkt nicht viel günstiger kommt. An den Tankstellen gibt es überall auch Imbiss-Stätten, wo man Hot-Dogs u.ä. bekommt. Alkohol wird nur in staatlich lizensierten Geschäften verkauft.

Währung ist die isländische Krone, 1000 ISK ca. 6€ , ein Bier 0,33 kostet zwischen 1000 und 1200. Bezahlung mit Kreditkarten ist Usus, auch kleine Beträge. Bargeld kann an Automaten auch mit der EC-Karte gezogen werden.

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