ABC-Inseln

Von Natalia Malkova |12.12.2013

ABC-Inseln - Wo Europa am schönsten ist

Europa und Karibik? Was geografisch betrachtet absurd anmutet, ist doch politisch gesehen Realität: die EU-Außengrenze liegt vor Venezuela. 

Die drei karibischen Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao gehören zum Königreich der Niederlande. Auch wenn sie aufgrund der Nähe und der gemeinsamen Geschichte als Schwestern gelten, so können doch drei Inseln unterschiedlicher kaum sein. Aruba - das Badeparadies mit seinen endlosen Sandstränden und der entwickelten Hotellerie gleicht dem Traum von der Karibik aufs Haar. Bonaire dagegen ist durch
Korallenbänke direkt vor der Küste nicht nur bei Tauchern berühmt. Curaçao letztendlich ist nicht nur die größte, sondern auch die quirligste der drei Inseln, die jeweils etwa eine halbe Flugstunde voneinander entfernt liegen. Was liegt also näher als ein Inselhopping? Also auf in die Karibik!
 
Aruba - One happy island

Das erste Reiseziel war Aruba. Die westlichste der drei Inseln ist von Amsterdam aus in ca. 10 Stunden zu erreichen. Sandstrände und ein belebtes Zentrum der Hauptstadt Oranjestad mit ihren Casinos und Restaurants direkt am Hafen verleihen Aruba ihr typisches Flair.  

Doch außer Baden im türkisfarbenen Meer, Sonnen unter tropisch-blauem Himmel und köstlichen Speisen in unzähligen Restaurants hat Aruba noch so einiges zu bieten. Schon beim Anflug ist der
Hooiberg nicht zu übersehen. Auch die Nordost-Küste hält Überraschungen bereit. Die wüstenartige Landschaft wird durch bizarre Steingebilde geprägt, die das kunsthandwerkliche Geschick der Natur belegen. Überreste der alten Goldgräbersiedlung Gold Mill sind zu besichtigen. Die berühmte Natural Bridge ist zwar mittlerweile eingestürzt (entgegen Gerüchten waren keine Amerikaner daran beteiligt, sie stürzte nachts ein), aber Gesteinsformationen dieser Art gibt es noch weitere. Der Leuchtturm California Light House wies schon so einigen Seefahrern den Weg. Felsmalereien in den Guadirikiri-Höhlen zeugen von der Geschichte Arubas. Selbst eine Straußenfarm kann man besichtigen. Und natürlich nicht zu vergessen die Hauptstadt Oranjestad mit ihren Highlights an Architektur und Freizeitspaß.

Neben den Hotels direkt in der Hauptstadt liegen nahezu "um die Ecke" die Hotelzonen High Rise Area und Low Rise Area. In der High Rise Area stehen die hohen, in der Low Rise Area die kleineren Hotels.

Meine Favoriten sind:
- Bucuti & Tara Beach Resort Aruba
(diese sehr gepflegte Anlage unter Deutsch sprechender Leitung liegt an einem der schönsten Strandabschnitte Arubas, der zu einem der wenigen „Traumstrände der Welt“ zählt).
- Manchebo Beach Resort & Spa
(ein kleines, familiär geführtes und ausgesprochen angenehmes Hotel ist mit „Green Globe“ ausgezeichnet und liegt am schönsten und breitestem Strandabschnitt Arubas).

Fangfrischer Fisch und ein fruchtiger Cocktail am Abend machten Aruba auchzu einem kulinarischen Erlebnis. 

Bonaire - Divers Paradise

Ein Name lässt die Herzen aller Tauchfreunde höherschlagen: Bonaire. Die Insel ist vom Bonaire Marine Park umgeben, einer als Nationalpark geschützten und durch intakte Korallenriffe gekennzeichneten
Unterwasserwelt. Hotels und selbst Autovermietungen sind voll und ganz auf Taucher eingestellt. Bonaire und die unbewohnte Insel Klein Bonaire besitzen an die 86 Tauchplätze, von denen über 50 als Shore Dives ausgewiesen sind. Die Plätze von Klein Bonaire sind ideale Bootstauchplätze. Für Wassersportler gibt es viele Möglichkeiten wie Segeln, Windsurfen und Kiteboarding.  Auch Fahrräder kann man mieten und die Insel erkunden. Es gibt einige gut gekennzeichnete Touren. Die flachen Küstenstrassen machen es leicht auch für Ungeübte und Off-Road kann man sich ebenfalls austoben. Wichtig auch hier, wie bei allen Aktivitäten, ans Trinken denken.

Die Wanderer kommen im Washington Slaagbaie Park auf ihre Kosten. Frühmorgens kann man dort besonders gut viele nur hier auf Bonaire vorkommende Vogelarten beobachten und die großen Leguane mit Salatherzen und Obst füttern.

In Tropfsteinhöhlen an der Ostküste findet man noch indianische Inschriften, die dort vor 1500 Jahren für die Sternen- und Wetterbeobachtung angebracht wurden. In einige der Höhlen an der Westküste, die
sich tief in die Felsen hineinziehen, kann man mit Führer schnorcheln.

Im Süden auf dem Weg zum Lac Cai kommt man an der Butterfly Farm vorbei, wo Hunderte von Schmetterlingen in einem großen Gewächshaus fliegen oder gerade aus dem Kokon schlüpfen. In der Nachbarschaft gibt es dann das Mangrove Info Center. Dort werden geführte ein- und zweistündige Kayaktouren angeboten, die einen guten Einblick geben über die wichtige Rolle der Mangrovengebiete als Kinderstube und Filter der Riffe. Man kann bei den längeren Touren auch Schnorcheln und Schildkröten beobachten.

Doch auch die Hauptstadt Kralendijk (nur 12.000 Einwohner) sowie die Handvoll der weiteren kleinen Siedlungen sind nett anzuschauen und immer ein Besuch wert. Die Herzlichkeit der Einheimischen sowie das gemütliche Ambiente des Hotels Divi Flamingo Beach Resort werden uns unvergesslich bleiben.

Curaçao - Bon bini!
 
Bon bini! Herzlich willkommen. Wie Aruba und Bonaire trägt auch Curaçao sein Motto auf jedem PKW-Kennzeichen. Weltberühmt geworden ist Curaçao durch die Aufnahme der Hafenpromenade von Willemstad in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Die Landschaft von Curaçao ist nicht durch üppige tropische Vegetation gekennzeichnet, die Vegetation ist eher herb mit mehr Kakteen als Palmen. Was Curaçao allerdings bei vielen Touristen extrem beliebt macht, sind die knapp hundert Tauch- und Schnorchel-Reviere, die zu den besten der Welt gehören mit
zahlreichen Korallenriffen, die noch weitgehend intakt sind, mit spektakulären Steilwänden und bunten tropischen Fischen. Nicht nur erfahrene Taucher kommen hier auf ihre Kosten, sondern auch weniger erfahrene Besucher. Und wer den Anfänger-Status hinter sich lassen will, findet überall gut ausgerüstete
Tauchschulen mit qualifizierten Lehrern.

Und nach dem Tauchgang auf Curaçao dann ein Glas Curaçao! Der Likör dieses Namens wird in seiner ursprünglichen Form aus den Schalen einer für die Insel typischen Pomeranze hergestellt, einer Frucht, die der Orange ähnelt, aber kleiner und bitterer ist. Im 16. Jahrhundert hatten die Spanier versucht, auf
Curaçao Orangen anzubauen. Das Klima und die Bodenverhältnisse waren allerdings dagegen. Die ehemaligen Plantagen verwilderten, und auf ihnen entwickelte sich eine spezielle Bitterorangen-Art, die als Curaçao-Frucht bekannt wurde. Deren getrocknete Schalen, fand man schließlich heraus, enthalten ätherische Öle mit besonders intensiven Aromen. Werden die Schalen in Alkohol eingelegt, lassen
sich dadurch die Aromen herauslösen. Heute gibt es eine breite Curaçao-Palette, von Likören, die ausschließlich zur Herstellung von Cocktails und Longdrinks geeignet sind, bis zu solchen, die man pur genießen kann.

Wem nicht nach Tauchen ist, der kann die Unterwasser-Welt von Curaçao im Sea Aquarium kennenlernen. Zu diesem Komplex gehört auch die Dolphin Academy. Hier können kleine und große Gäste mit Delphinen schwimmen, tauchen, schnorcheln und spielen. Unterkünfte gibt es auf Curaçao für jeden Geschmack und Geldbeutel. Alle davon sind am Meer oder nahe daran, denn die Insel ist zwar etwa 20 Kilometer lang aber nur wenige Kilometer breit, so dass die Küste niemals weit weg ist.

Meine Favoriten sind:
- Santa Barbara Beach & Golf Resort 
(das Exklusive im Mai 2010 neu eröffnete Barfußresort liegt direkt am weißen Sandstrand und bietet exzellente Küche)
- Avila Hotel
(dieser ehemalige Gouverneursitz liegt an zwei traumhaften Buchten am Rande der historischen Altstadt von Willemstad)
- Lions Dive & Beach Resort
(am eigenen Sandstrand und gleich neben dem See-Aquarium & Dolphin Academy gelegen)
- Papagayo Beach & Design Hotel
(das kürzlich eröffnete stylische Boutique- Hotel)

Reisetipps

Wetter.
Die ABC-Inseln hören zu den "Inseln unter dem Winde". Tropische Wirbelstürme gibt es hier nicht. Sie können das ganze Jahr über bereist werden. Während der Regenzeit gibt es nur kurze, kräftige Schauer. Hauptsaison ist von November bis April. Die Temperaturen bewegen sich das ganze Jahr über bei etwa 28-30 °C, die Wassertemperatur liegt bei 26 °C.

Sprache.
Die Einheimischen sprechen Papiamento, Amtsprache ist Holländisch. Die meisten der im Tourismus Beschäftigten sprechen auch Deutsch. Mit Englisch kommt man ebenfalls gut weiter.

Währung.
Auch wenn die ABC-Inseln zu den Niederlanden gehören, so haben sie doch eigene Währungen. Auf Aruba gilt der Arubanische Florin, auf Bonaire und Curacao der Antillengulden. Ein Tauschen des Euros ist völlig unproblematisch an vielen Orten möglich.

Flug.
Via Amsterdam kann der Urlauber die drei Schwesterinseln einfach mit der KLM erreichen - im Vergleich mit anderen karibischen Inseln ein unschätzbarer Vorteil. Der Flug dauert etwa zehn Stunden.

Reiseziele
Themen
Persönliche Beratung
Persönliche Beratung
  • Wunschreise anfragen
  • Nachricht schreiben
  • Rückruf
 

weitere Tipps von
Natalia Malkova

Mehr Reisen entdecken

Jede Menge Insidertipps - Holen Sie sich Reise-Ideen für Ihre nächste Wunschreise

Reise-Experten vor Ort

Unsere DERPART Reise-Experten in über 450 DERPART Reisebüros deutschlandweit
verhelfen Ihnen gerne persönlich zu Ihrer Wunschreise.

DERPART Newsletter

Alle Reise-Highlights - immer aktuell und ganz bequem per E-Mail.

E-Mail
  • Reisen zu Top Preisen
  • Exklusive Urlaubsangebote
  • Tipps von Reise-Experten