Westkanada

Von Monika Henkel |15.04.2009

Zwei Wochen für den Westen Kanadas ist, wenn man es genau nimmt, viel zu wenig Zeit. Das heißt für uns Konzentration auf einige Punkte und Mut zur Lücke bzw. Ziele für weitere Reisen.
Am Anfang stand schon die Frage Wohnmobil oder Mietwagen – wir haben uns bei dieser Reise für den Mietwagen und die vorgebuchten Hotels entschieden. Eine organisierte Mietwagenreise kommt für uns meist nicht in Frage, denn jeden Tag umziehen, lässt unseren Bedürfnissen nicht genügend Spielraum. Trotzdem wollen wir auf die vorgebuchten Hotels nicht verzichten und abends keine Zeit bei der Hotelsuche verlieren. Wir suchen uns also unsere Strecke im Voraus aus, suchen die passenden Hotels und buchen mindestens 2 Nächte in einem Ort, um auch Zeit für Wanderungen zu haben.
Begonnen haben wir unsere Westkanada Reise in Vancouver – eine wunderschöne Hafenstadt am Pazifik. Unser Mietwagen mit Navigationssystem bringt uns sicher zum gebuchten Hotel. Müde vom langen Flug und doch ein bisschen aufgedreht – machen wir gleich einen ersten Spaziergang und gewinnen erste Eindrücke. Der folgende Tag ist ganz für Vancouver und seine Sehenswürdigkeiten reserviert – ganz ohne Stress, denn wir haben den ganzen Tag Zeit. Natürlich stehen Chinatown und der Stanley Park auf unserem Tagesplan und es bleibt auch Zeit für eine Wanderung durch den Stanley Park.
Die Tagesetappe bis nach Revelstoke ist uns zu lang, deshalb haben wir eine Übernachtung in Kelowna eingeplant. Das Hotel Grand Okanagan Resort liegt direkt am Ufer des Lake Okanagan. Die Sonne scheint, es ist warm und ist einfach nur erholsam und schön an dem Ufer des Sees entlangzugehen.
Die nächste Etappe bringt uns nach Revelstoke und nun sind wir schon nicht mehr weit vom Glacier Nationalpark entfernt. Noch am gleichen Tag kaufen wir ein Ticket, welches uns berechtigt, alle Nationalparks Kanadas zu besuchen. Dieses Ticket bringen wir gut sichtbar an unserem Mietwagen an und schon kann es losgehen. Wir fahren noch einige Kilometer bis zum Glacier Nationalpark und beginnen unsere erste Wanderung. Die Wanderung ist phantastisch, sehr viele Hinweise auf Begegnungen mit Bären (wir haben im Sommer 2007 keinen Bären gesehen) und bedauerlicherweise jede Menge Mücken. Darauf waren wir nicht vorbereitet – von Vancouver bis Revelstoke ist uns keine Mücke begegnet, aber hier im Glacier Nationalpark werden wir fast „aufgefressen“. Es ist uns eine Lehre: für den folgenden Tag sind wir bestens gewappnet – wir kaufen uns kanadisches Mückenmittel, es riecht ein bisschen nach Erdbeere und schützt uns ausgezeichnet. Diese zweite Wanderung im Glacier Nationalpark können wir ungetrübt genießen.
Unser nächstes Ziel ist der Banff Nationalpark – auf dem Weg nach Banff machen wir Halt am Gletschersee Lake Louise. Vom Ufer des Sees hat man einen wunderbaren Blick auf das Hotel Chateau Lake Louise auf der einen Seite und auf die schneebedeckten Berge auf der anderen Seite des Sees. Jeder neuer Schritt verändert die Perspektive und am Ende des Besuchs haben wir eine umfangreiche Sammlung von Bildern auf die Berge und das Hotel aus nahezu jeder Perspektive.
Für zwei Tage wohnen wir im Delta Banff Royal Canadian Lodge. Der Banff Nationalpark, das sind schroffe Felsgipfel, die sich in türkisgrünen Seen spiegeln und unendlich weite Wälder. Obwohl Hochsaison ist und viele Gäste in Banff wohnen, treffen wir auf unseren Wanderungen nur vereinzelt Menschen.
Die Fahrt von Banff nach Jasper gilt als eine der Höhepunkte einer Westkanada Reise, die Panormastraße führt direkt am Columbia Icefield vorbei. Wer Lust hat, kann hier mit einem Spezialfahrzeug auf den Athabasca-Gletscher fahren. Neben allen Höhepunkten sind hier auch die Schattenseiten der sich erwärmenden Erde sichtbar. Der Gletscher zieht sich mehr und mehr zurück.
Der Jasper Nationalpark liegt in der kanadischen Provinz Alberta und ist der größte Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains. Die Wandertipps entnehmen wir unserem mitgebrachten Reiseführer. Ein Besuch in den „Information Center“ lohnt sich fast immer. Dort gibt es zusätzliche Hinweise und gutes Kartenmaterial. Wir lassen nur selten eine dieser Informationsstellen aus.
Da uns die Fahrt nach Whistler in einem Tag zu lang war, haben wir noch einen Stop in Sun Peaks eingelegt, um am nächsten Tag weiter nach Whistler zu fahren.
In Whistler überrascht uns ein ganz anderes Bild von Kanada. Die Region Whistler ist ein renommiertes Skigebiet in Kanada und wird 2010 Austragungsort für die alpinen Skiwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Vancouver sein. Im Sommer ist die Stadt nicht so voll, aber die touristische Ausprägung des Ortes ist überall zu sehen und zu spüren. Nie auf unserer Reise sind uns auf einer Wanderung soviele Menschen zu Fuß und auf Mountain Bikes begegnet.
Nach 2 Tagen Whistler heißt es Abschied nehmen – wir fahren zurück nach Vancouver, geben unseren Mietwagen ab und fliegen zurück nach Deutschland.
Kanada ist für uns auf jeden Fall mehr als eine Reise wert – es bleibt noch so viel zu sehen und die Liste unserer Wünsche für die nächste Reise ist lang. Unendliche Weite, Einsamkeit, phantastische Naturerlebnisse und das Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das ist Urlaub, ganz nach unserem Geschmack.

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