Kyoto und Tokio – Japans ungleiche Metropolen

Von Manuela Niederl |22.08.2017

Im Juni 2017 besuchte ich eine Woche Japan, das Land der Gegensätze, wo futuristische Architektur auf altehrwürdige Tempel, Modene auf uralte, erhaltene und im Alltag fest verankerte Traditionen trifft. Die Zeit war kurz, weshalb ich mich vor allem auf die beiden Metropolen Kyoto und Tokio konzentrierte, zwei Städte, wie sie ungleicher kaum sein könnten.

Mit ihren knapp 1,5 Mio. Einwohnern ist Kyoto gerade im Vergleich zu Tokio ein Zwerg. Geschichtlich ist sie allerdings von großer Bedeutung, war sie doch stolze 1100 Jahr die Hauptstadt des Landes. Eine entsprechende Anzahl von Sehenswürdigkeiten warten hier auf den Kulturinteressierten, und es fällt schnell auf: Die Anzahl der Tempel und Schreine ist unübersichtlich zu nennen. Der Goldene Pavillon, das Nijo-Schloss, die ehemalige Residenz des Shogun, des Anführers der Samurai, der Steingarten im Ryoan-Tempel … um nur die wichtigsten zu nennen … entfalten den Zauber des alten Japan. Dabei hatte ich nie das Gefühl, in einer Großstadt zu sein. Kyoto präsentiert sich mit viel Grün und traditionell. Und im alten Viertel Gion ist es durchaus möglich, einer Geisha über den Weg zu laufen.

Ein kurze Zugfahrt nur ist es nach Nara, das im 8. Jh. Kaiserstadt war und mit 360.000 Menschen sehr übersichtlich ausfällt. Alles andere als übersichtlich ist der Todai-Tempel, das größte Holzgebäude der Welt. Und damit nicht genug, birgt es auch noch die größte Buddha-Statue der Welt. Kein Superlativ besitzen die zahlreichen kleinen Hirsche, die inmitten der grünen Stadt leben. Die Tiere gelten als heilig und werden von den Touristen fleißig gefüttert.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen ging es nach Odawara und weiter mit dem Regionalbus durch die unglaublich grüne Landschaft zum Fuji-Hakone Nationalpark. Seit 2013 steht der höchste Berg Japans auf der UNESCO-Welterbe-Liste.
In Kamakura ist die größte Attraktion der 13 m hohe Buddha, komplett aus Bronze und innen hohl. Ich löste ein Ticket und schlüpfte hinein – klaustrophobische Anfälle nicht ausgeschlossen! Um den Hasedera-Tempel rankt sich eine hübsche Legende: Ein Mönche sollte aus einem Baumstamm einen Buddha schnitzen. Der Baumstamm war aber so groß, dass es zwei Figuren wurden. Da es jede Buddha-Statue nur einmal eben darf, warf man die zweite in Nara ins Meer. Bei Kamakura wurde sie wieder an Land gespült und ihr zu Ehren der Tempel errichtet.

Nun aber hinein ins pralle Leben: Konnichiwa Tokio! Unvorstellbare 9.5 Mio. Menschen leben hier auf engstem Raum. 18 Mio. Menschen pendeln jeden Tag nach Tokio zur Arbeit! Man kann sich nur schwer vorstellen, wie voll U-Bahnen sein können, hat man die Situation zur Rush Hour in Tokio noch nicht erlebt!! Und Tokio ist der Zeit immer einen Schritt voraus. – Hoch hinaus ging es zuerst auf die oberste Etage des Rathauses, dem höchsten der Welt. Das Gebäude schwankt nicht unbeträchtlich. Für den sumpfigen Untergrund Tokios wurde nicht tief genug gebohrt. – Ein Oase in der Metropolen-Hektik ist der Meji-Schrein aus dem 19. Jahrhundert. Und das traditionelle Tokio ist auch beim Asakusa-Schrein mit dem Kannon Tempel zu spüren. In der Einkaufsstraße zum Tempel, der Nakamise, mischte ich mich unter die Gläubigen und fand so manches Souvenir für Zuhause. Ein japanisches Messer etwa, das hier extra für den speziellen Gebrauch (Allzweck, Fisch, Fleisch) geschliffen wird.  
Der größte Fischmarkt der Welt ist ein Erlebnis!! Wenn man es schafft, um 5 Uhr früh unter den ersten Besuchern zu sein, erlebt man die berühmten Fischauktionen. Und wo wir schonmal bei Superlativen sind (denen man in Japan schwer entkommt): Der Sky Tree ist der derzeit höchste Fernsehturm der Welt: 634m hoch und soweit das Auge reicht: Häuser, Häuser, Häuser … und kein Ende!
Freilich kam auch das Shopping nicht zu kurz: Während die Ginza eher das Pflaster für die Platin-Kreditkarte ist, gibt es in der Takeshita-Straße allerlei Schrilles und Ausgeflipptes mit dem gemeinsamen Motto: Bunt muss es sein! Stöbern macht hier so richtig Spaß!!
Ein abendliches Vergnügen auf Tokio-Art: Die berühmte Kreuzung im Viertel Shibuya. Ich saß im Starbucks-Café und konnte von da aus das Treiben wunderbar beobachten. Sobald die Ampeln auf Grün switchen, ist auf der riesigen Kreuzung, auf der gerade noch Autos abgebogen sind, eine einzige große Menschenmenge, dicht Kopf an Kopf, zu sehen. Man hat den Eindruck, in eine Arena während eines Popkonzerts zu blicken.


Fazit

Meine Japan-Woche hat mich unglaublich beeindruckt! Reisen innerhalb des Landes wird dem ausländischen Besucher leicht gemacht, benutzt man die öffentlichen Verkehrsmittel, die vorbildlich zu nennen sind. Und Naturgewalten und Fukushima-Katastrophe zum Trotz, sind die Japaner ein ungemein freundliches und offenes Volk, deren Lächeln nicht aufgesetzt wirkt. Ich werde mich Sicherheit noch einmal kommen! Sayonara, Japan! Mehr Tipps und Anregungen und Hilfe bei Ihrer persönlichen Japan-Traumreise halte ich für Sie bereit.


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Ihre Manuela Niederl
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