Die Blumeninsel Madeira

Von Lea Kalusche |24.11.2016

Wenn ich an Madeira denke, fallen mir zuerst die Markthalle in Funchal und die exotischen Blumen ein. Doch Madeira hat weitaus mehr zu bieten.
Im Februar durfte ich für eine Woche die Blumeninsel genauer inspizieren. Sowohl die Natur als auch die Kultur und einige Hotels.

Fado und Bauernmärkte

Bom dia boa tarde,

und ein herzliches Willkommen. Nach einer tollen Begrüßung wurden wir auch gleich zu unserem Standorthotel gebracht und von unserer Reiseleitung begrüßt.

Unser Standort, von dem aus wir die Ausflüge und Besichtigungen gestartet haben war in Canico de Baixo circa 15 Minuten vom Flughafen in Funchal entfernt und 20 Minuten mit dem Bus von Funchalstadt. Das Hotel RIU Palace Madeira, in dem wir für die Reise übernachtet haben, hat einen direkten Zugang zur Strandpromenade.

TIPP: In Canico de Baixo gibt es jeden Sonntag nach der Kirche einen Bauernmarkt aus der Region und fröhliche Live-Musik von Folkloregruppen. Der traditionelle Fado, ein melancholischer Gesang mit Begleitung der portugiesischen Gitarre wird häufig abends in den Lokalen und Restaurants während des Essens gespielt.

Ein Tag im Zeichen des Sports

Madeira ist nicht nur eine wunderschöne Blumeninsel sondern auch ein Eldorado für aktive Menschen. Neben den vielen Wanderwegen und den Tauchmöglichkeiten gibt es Paragliding, Canyoning und das große Sportresort Galosol. Eines meiner Hotelfavoriten. Die Galoanlage(Galosol, Galomar und Galo Alpina Atlantico, das Ayurvedahotel) liegt direkt am Meer. Kurz oberhalb des Meeres liegt das Hauseigene sehr leckere Fischrestaurant. Dort können sowohl Hotelgäste als auch Fremde essen gehen. Das Sportangebot in dem Fitnessclub ist sagenhaft – und für jeden Sportler geeignet! Ob Squash oder Yoga, Zumba oder Bodypump – der Plan kennt keine Grenzen und lässt jedes Sportlerherz höher schlagen.    
Natürlich war die Hotelbesichtigung auch im Zeichen des Sports. Deswegen mussten wir Minigolfbillard spielen oder auf eine Torwand schießen. An der Christo Rei, der Miniaturvariante der Christusstatue aus Rio de Janeiro haben wir eine kleine Pause gemacht und die tolle Aussicht genossen.
Bei gutem Wetter kann man die Islas Desertas sehen eine der Inselgruppen im Madeira-Archipel. Diese Inseln stehen unter Naturschutz und können mit einem Biologen und einem Reiseführer besichtigt werden.

TIPP: Für die Kurzentschlossenen gibt es einen Shop, der Mountainbike Touren und Canyoning und viele andere Extremsportarten anbietet.

Passend zum Thema Sport schauten wir uns den größten Spa-Bereich der Insel im Hotel Quinta Splendida & Bontanical Garden an. Ein Hotel in einem Herrenhaus gebaut mit einem riesigen botanischen Garten. Überall stehen kleine Schilder mit Beschreibungen zu den Pflanzen. Der Wellnessbereich ist sehr eindrucksvoll und lässt keine Wünsche offen. Auf der Theke steht eine Teeorgel, die passende Tees zu den Behandlungen im Spa.

Blumen, Wein und Espada

Nicht nur Funchal oder Canico de Baixo sind sehenswert auch die Küsten Madeiras sind schön. Eine Tour bis Santana über den Pico do Arieiro vermittelt ein ganz anderes Bild von der Blumeninsel. Die kleinen Bergdörfer, die Levadas, alte Wasserkanäle, die die Felder der Bauern mit frischem Quellwasser versorgen, an denen man entlang wandern kann und die kleinen dreieckigen mit Stroh gedeckten Häuschen in Santana. Dort werden Spezialitäten der Westküste, wie die leckeren Sirupkekse und Blumenzwiebeln verkauft.    
Auf dem Weg zur Westküste kann man nicht nur die vielen ausgefallenen Blumen bewundern, sondern auch die Terrassenbeete der Bauern  und die alte Haupstadt Machico. Diese wurde aufgrund des Platzmangels in die Hänge gebaut und mit kleinen Wegen von Terrasse zu Terrasse verbunden.     

TIPP: Die Quinta do Furao ist ein tolles Hotel, dass mitten in einem rieseigen Weinanbaugebiet liegt. Im September jeden Jahres veranstaltet das Hotel für seine Gäste ein Weinfest für eine Woche. Die Gäste können dann auf traditionelle Art und Weise nämlich mit den Füßen die Weintrauben pressen und einen neuen Jahrgang ansetzten. Außerdem hat man viele Möglichkeiten das Umland zu entdecken per Mietwagen oder Wanderungen.

Im Hotel haben wir eine der Spezialitäten Madeiras probieren dürfen. Espada - der schwarze Degenfisch. Ein Tiefseefisch, der mit einer Maracujasauce und gebackenen Bananen und Gemüse serviert wird.

Der östlichste Zipfel der Insel ist ein toller Ort um für einen kurzen Moment die Seele baumeln zulassen. Das Naturreservat Ponta de Sao Lourenco eines der vielen Naturspektakel, die es auf Madeira gibt. Der blauleuchtende Atlantik brandet an die roten Sandsteinklippen.
 

Funchal - Altstadt und Moderne

Einer unserer Programmpunkte war auch die berühmte Markthalle in Funchal. Freitags ist es besonders schön. Denn alle Bauern kommen nach Funchal um ihre Früchte, Blumen und Handwerkskunst zu verkaufen.
Die Farben, die das Obst und Gemüse haben atemberaubend. Man kann an allem Stand probieren. Ich hatte vorher noch nie eine Ananasbanane gesehen - sie schmeckt wie alle Früchte zusammen also Tutti Frutti.

TIPP: Als Mitbringsel eignet sich eine Ananasbanane sehr gut. Sie ist nicht so teuer und sie reift sehr langsam. Die Oberfläche, die das Fruchtfleisch schützt besteht aus grünen Schuppenk, die sich ringförmig schuppen und anzeigen ob die Frucht reif ist oder nicht.

Natürlich ist nicht nur die Markthalle einen Ausflug wert sonder auch die Altstadt in Funchal. Viele kleine Kneipen und Caffés und bunte Haustüren. In der Rua de Santa Maria ist jede Haustür anders gestaltet. Viele kleine Kunstwerke, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen.


TIPP:Um in der Nähe des Hafens zu sein aber auch der Altstadt nicht zu fern, haben wir uns zwei tolle Hotels angeschaut.  
1.) Die Albergaria Dias: ein Hotel mit 11 Zimmern, welches direkt im Stadtkern liegt und umgeben ist von Lokalitäten. In den obersten Etagen hat man einen tollen Blick auf den Hafen.  
2.) Vila Vicencia ist auch ein Hotel in der Größenordnung allerdings im alten englischen Herrhausstil eingerichtet. Das Hotel liegt in einem kleinen Garten direkt an der Lido-Zone, der Hotelzone Funchals mit einem kurzen Fußweg zum Hafen und der Altstadt. Beide Hotels eigenen sich sehr gut für einen Städtetrip.

Karneval

Im Februar ist, auch wie in Deutschland oder in Rio de Janeiro Karneval. Am Samstagabend gibt es eine große Parade mit den Samabschulen der Insel. Viele Einheimische aber auch viel Touristen schauen sich die Parade an. Es ist wahrlich ein Spektakel - die Tänzerinnen schillern wie die Federn eines Papageis. Als Zuschauer kann man sich auch verkleiden. Aber auch in normalen Anziehsachen macht das Zuschauen und die Musik gute Laune und Lust zu Tanzen.

Wilder Westen und Madeirawein

Nicht nur die Ostküste auch die Westküste läßt sich sehen. Da wir zur Karnevalswoche auf Madeira waren, haben auch alle Ortschafen einen kleinen Umzug mit den Kindern und Musikzügen organisiert und waren schön geschmückt.
Da Madeira eine Insel mit vielen Steilküsten ist, gibt es Meeresschwimmbäder wie zum Beispiel in Porto Moniz. Dieser kleine Ort liegt an der Nordwestküste.
Auf dem Weg zun den Meeresschwimmbädern kann man einen Abstecher in das Nonnental machen. Von der Aussichtsplattform hat man einen tollen Überblick bis zum Meer. Die Fahrt nach oben ist nur nichts für schwache Gemüter - enge Serpentinen gehen den Berg hoch. Richtig abenteuerlich mit einem großen Reisebus.

Unserer Endstationwar der kleine Fischerort Camara de Lobos an der Südwestküste Madeiras. Auf dem Weg dorthin machten wir noch halt in Calheta, ein Badeort mit einem gelben Sandstrand. Dieser wurde aufgeschüttet mit Sand vom afrikanischen Festland. Dort haben wir machen letzten Hotelfavoriten angeschaut.

TIPP: Hotel Saccharum - ein Hotel in den Mauern einer alten Zuckerrohrfabrik hat seinen ganz eigenen Charme. Überall fiindet man kleine Details zu der Vergangenheit des Gebäudes.

In derNähe des Hotels gibt es eine Bananenplantage. Hier kann man gut sehen, wie eine Bananenpflanze heranwächst und den Reifeprozess der Früchte beobachten. Auch das Bewässerungssystem ist interessant und findet sich überall auf der Insel wieder - die Levada-Kanäle.

Als vorletzter Programmpunktkam noch die Besichtigung einer Madeiraweinkelterei in Camara de Lobos. Dort konnten wir vier verschiedene Jahrgänge probieren. Im Shop konnte man sich auch gleich eine Flasche des Weins mitnehmen.

Nach einem kurzen Fußmarsch und kleinen Eindrücken des Fischerortes kamen wir an einer traditionellen Bar an - No2 É pra Poncha. Eine Bar, die hauptsächlich das eigentliche Nationalgetränk Poncha ausschenkt. Poncha ist ein Getränk bestehen aus frisch gepresstem Zitronensaft, Honig und Zuckerrohrschnaps. Dieses wird dann mit einem Quirl - Caralhinho umgerührt. Der Poncha wurde von der Seefahrer als Medizin getrunken, da er schnell "gesund" machte und wärmend war. Denn pro Windstärke musste ein Poncha getrunken werden.
Der Poncha wurde mit Erdnüssen und Lupinenkernen gereicht. Die alkoholfreie Alternative ist Brisa - die madeirensische Brause aus Maracuja, Apfel oder Orange.

TIPP: Die urtypische Ponchabar in Camara de Lobos hieß No. 2 É pra´ Poncha und liegt direkt am Hafen.

Nach einer Woche spachen wir auch ein bisschen portugiesisch. Das erfreute unsere Reiseleiterin sehr, als wir ihr ein herzliches Obrigada schenkten. 


Fazit

Madeira - eine facettenreiche Insel im Atlantik. Ein kleines Paradies auf der sich der Alltag entschleunigt. Blumen, leckeres Essen, tolle Landschaft. Madeira ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich unterstütze Sie/Euch gerne bei der Planung Ihrer/Eurer nächsten Reise nach Madeira.


Mit freundlichen Grüßen
Lea Kalusche

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