Seychellen – Coco de Mer, Black Parrot, Karneval und Sega (Traum und Wirklichkeit)

Von Denis Bryll |19.01.2017

Carnival International de Victoria

Die Seychellen gelten unbestritten als Traumdestination. Es ist eines der teuersten Reiseziele der Welt. Auch vor Ort sind die Nebenkosten nicht zu unterschätzen. Das Preisniveau ist hier sehr viel höher als in Deutschland. Die Cocktails beginnen bei 10 – 15,- Euro, ein Bier aus der Flasche 0,28l kostet ab 5,- Euro, im Raffles z.B. ca. 11,- Euro. Das Essen in den Hotels wird ebenfalls sehr hoch berechnet.    
Die Anreise ab Deutschland empfiehlt sich entweder mit Emirates via Dubai oder nonstop ab Frankfurt mit der Condor.    
Exklusive Hotels sind in Hülle und Fülle zu finden. Doch Vorsicht! Nicht jedes Hotel ist eine Luxusunterkunft mit aufmerksamen Service oder liegt an einem Traumstrand. Auch hier gilt, nur wenn man die richtigen Hotels wählt, kann man die Seychellen als Paradies erleben.    
Grundsätzlich empfiehlt sich eine Kombination aus den drei Inseln Mahe, Praslin und La Digue. Man kann zwischen den Inseln mit Air Seychelles (Achtung: meist geringeres Aufgabegepäck erlaubt) fliegen oder die Fähre benutzen.  
Es gibt neben dem wunderschönen Urwald, den einzigartigen Stränden, dem glasklaren, warmen Meer auch noch andere Argumente für die Seychellen. Es leben hier keine giftigen Tiere, die Inseln sind immer wie geleckt sauber und man muss nicht überlegen, ob man irgendetwas nicht essen kann, aus Angst vor diversen Keimen.    
Die Küche auf den Seychellen ist sehr stark kreolisch geprägt. Auch das Asiatische blitzt ab und zu durch. Wunderbare frische Salate mit Papaya oder Mango, einer leichten Schärfe oder köstliches Curry z.B. das Octopus-Curry. Vorsicht bei den Geflügelcurrys, hier wird oft das Huhn samt Knochen verarbeitet. Gegrillter Fisch schmeckt hier vorzüglich mit einem leichten, gut gekühlten Weißwein. Viele hier angebotene Weine stammen aus Südafrika. Gerne wird Sauvignon Blanc oder Chardonnay als weiß und Pinot Noir als rot angeboten. Die Weine sind durchaus gut trinkbar, sind aber verhältnismäßig teuer.    

Beginnen Sie die Reise mit Praslin. Praslin ist die einzige Heimat der Coco de Mer. Diese seltene Art der Kokosnuss ist beeindruckend schwer und groß und kann im Urwald bei einem kleinen Spaziergang in der natürlichen Umgebung bestaunt werden. Die Coco de Mer als Souvenir mitzunehmen ist nicht wirklich leicht. Erstens gibt es kaum Exemplare, die verkauft werden und zweitens muss man mit einem Kaufpreis je nach Größe von ab 200,- Euro rechnen.    
Der Strand Cote d’Or ist ein absoluter Traumstrand. Hier liegt das sehr schöne Hotel Paradise Sun, aber auch das etwas günstigere sehr angenehme Le Duc. Das Paradise Sun Hotel verdient diesen Namen zu 100%. Ein Traumhotel für Paare an einem Traumstrand, einer wunderbaren Küche unter einer sehr sympathischen Leitung von Lionel Ferrari. Der junge Mann heißt wirklich so und ist charmant und hat hier alles im Griff. Diese Ferienanlage passt sich wunderbar der Natur an. Der Preis ist entsprechend hoch für dieses edle Fleckchen Erde.    
Konkurrenz bekommt dieses Hotel nur vom Constance Lemuria Seychelles. Direkt an zwei feinsandigen, weißen Sandstränden liegt diese Luxusherberge im Einklang mit der Natur.    

Entweder man beschließt einen eintägigen Abstecher zu der Insel La Digue oder man bleibt dort ein paar Nächte. Auf La Digue befindet sich in einem Naturschutzgebiet der offizielle schönste Strand der Welt. Berühmt durch seine Granitfelsformationen, schlägt er jede Konkurrenz. Doch so schön dieses Panorama auch ist, an diesem Strand zu schwimmen ist nicht ganz so einfach. Abgesehen von den Touristenmengen, die sich dort aufhalten, ist der Einstieg ins das Meer sehr mühsam und holprig. Das beste Fortbewegungsmittel ist auf dieser Insel das Fahrrad. Als Unterkunft kann man entweder in einem der zahlreichen Guesthouses unterkommen oder man gönnt sich das Hotel Le Domaine de l’Orangeraie. Der Strand des Hotels ist für den einen eventuell nicht angemessen, doch dieses Hotel ist eine Oase der perfekten Umgebung für einen besonderen Aufenthalt. Selten habe ich so perfekt eingerichtete Zimmer gesehen, eingebettet in einen wunderschönen tropischen Garten, einen SPA, in dem man sich schon beim Betreten erholt, ohne eine Anwendung bekommen zu haben, der Poolbereich geschmackvoll und hochwertig…    

Abschließen sollte man die Reise mit der Insel Mahe. Alleine schon weil der Rückflug ab hier geht und somit der Transfer im Rahmen bleibt.

Einmal im Jahr findet Anfang des Jahres auf Mahe der "Carnival International de Victoria" statt. Dieses bunte Treiben ist ein Karnevalsumzug, bei dem sich fast alle Länder der Welt präsentieren. Das ist für die Einheimischen der größte Tag im Jahr umd ein unglaubliches Spektakel. Selbst für Karnevalsmuffel dürfte das ein Erlebnis werden. Es ist laut, bunt, ausgelassen und heiß.

Abgesehen von den Hotels auf den Privatinseln, liegt das Constance Ephelia Seychelles an einem unschlagbar schönen Platz und zeigt sich zusätzlich als hochwertige Hotels der besten Kategorie. Besser geht es kaum.    
Das Luxus-Hotel Savoy liegt wie viele andere Hotels an dem unruhigsten Strand der Seychellen, der Beau Vallon Bucht. Das Hotel bietet einen sehr hohen Standard, könnte aber überall auf der Welt stehen. In der Hotelanlage spiegelt sich nicht der Charme der Seychellen wider, sondern zeigt ein großes, geschmackvolles Edelhotel ohne Bezug auf das Reiseziel. Am Beau Vallon Strand Hier darf Motorboot gefahren werden, Parasailing und der Ritt auf dem Banana-Boat werden angeboten. Hier befindet sich der Partystrand von Mahe. Aus diesem Grund findet man hier auch diverse gute, bezahlbare Restaurants in unmittelbarer Nähe. Für Individualisten bietet die Hanneman Holiday Residence (geführt von einem sympathischen Paar aus Deutschland) die beste Adresse hier. Das günstigste und gleichzeitig älteste Hotel der Insel namens Berjaya Resort ist Anlaufpunkt für preiswerten aber sehr einfachen Urlaub. Die Beau Vallon Bay ist nicht schlecht, aber bei weitem nicht der schönste Strand der Insel.    
Mehr Schein als Sein verspricht das Kempisnki Resort. Das Personal ist weder besonders freundlich oder bemüht, noch wirkt dieses Hotel gut organisiert. Da gibt es bessere Alternativen    

Die Inseln der Seychellen bieten das, was man gemeinhin als Paradies bezeichnet wird. Dieses Paradies muss man sich allerdings leisten können. Ich rate dringend davon ab, nur um einmal auf den Seychellen gewesen zu sein, eine Unterkunft wie das Berjaya Beau Vallon zu buchen. Lieber noch etwas sparen und dann richtig.

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