Australien

Von Jürgen Drenske |08.05.2014

Australien

Darwin,. 27.11.05 um 05.00 Uhr.
Ich betrete zum ersten Mal australischen Boden. Die Reise beginnt hier in Darwin, der Hauptstadt des Northern Territory. Es ist der Anfang der sogenannten Tropical Season, die von November bis April andauert. In dieser Zeit gibt es heftige Regenschauer und Gewitter, dafür steht die Natur in voller Blüte.
Darwin ist ein ideales Eingangstor nach Australien. Die Entfernung nach Asien ist kürzer als die zu allen großen Städten dieses Kontinents. Eine entspannte tropische Atmosphäre empfängt mich hier in dieser Stadt, in der 100.000 Menschen leben.
Eigentlich müsste dort wo Darwin in die Timorsee hinausragt wieder Urwald wuchern. Japans Bombenangriff im 2. Weltkrieg und der Wirbelsturm Tracy am Weihnachtstag 1974 haben die Stadt zerstört, aber sie hat sich jedes Mal wieder aufgerappelt und wurde attraktiver als zuvor. Der Lebenstil ist unkompliziert und zwanglos, und das überträgt sich auch auf die Besucher dieser wunderschönen Region. In Darwin gibt es zahlreiche Museen und Galerien deren Besuch sich lohnt. Von hier aus lassen sich die berühmten Nationalparks wie der Kakadu N.P. und der Nitmiluk N.P. (Katherine Gorge) erkunden.
Der Kakadu N.P. (250 km östlich von Darwin) ist der größte Nationalpark Australiens und steht auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Es ist ein beeindruckendes Naturschutzgebiet. Bei einer Bootsfahrt auf den sogenannten Yellow Waters lernt man die Flora und Fauna dieser Region am besten kennen. Wir beobachten Pflanzen und Vögel, sowie die hier lebenden Salzwasserkrokodile, die sich auch durch die Anwesenheit von Menschen nicht aus ihrer Ruhe bringen lassen. Am Ubirr Rock treffen wir auf bis zum Teil 50.000 Jahre alte Felsmalereien der Aborigines. Selbst unsere Unterbringung, das Gagudju Crocodile Holiday Inn, ist eine touristische Attraktion. Es ist in der Form eines Krokodils gebaut. Probieren sie unbedingt die australische Küche, wie Känguruh, Emu oder Krokodil und den erstklassigen australischen Wein im Restaurant des Hotels. Lecker.

Vom Kakadu N.P. geht es Richtung Süden nach Katherine. Katherine, ca. 320 km südlich von Darwin, ist die drittgrösste Stadt des Northern Territory mit 11.000 Einwohnern. Sie wird oft beschrieben als der Ort, an dem Outback und Tropen aufeinander treffen. Vor allem aber ist sie bekannt für die Katherine Gorge und die „ School of the Air“. Die Katherine Gorge ist ein aus 13 Schluchten bestehendes System. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten die Katherine Gorge zu erkunden. Es werden Bootsfahrten unterschiedlicher Länge angeboten. Aktivere können auf eigene Faust mit dem Kanu durch die Schlucht paddeln oder das Gebiet erwandern. Zurück in Katherine besuchen wir noch die „School of the Air“. Von hier aus werden die Kinder per Funkgerät unterrrichtet, die aufgrund der Entfernungen in diesem Land keine Möglichkeit haben eine normale Schule zu besuchen.

Die Fahrt geht weiter Richtung Süden und die Landschaft ändert sich. Das saftige Grün des Nordens weicht der roten Erde des Outback. Es sind die Weite, die zerklüfteten Hügelketten und die vereinzelten Schluchten die das Outback verkörpern. 1000 km südlich von Darwin erreichen wir den Ort Tennant Creek, das „Herz aus Gold“ des Northern Territory. Hier fand 1930 der letzte große Goldrausch Australiens statt. Bei einer Tour durch die unterirdischen
Goldminen wird der Besucher in die Zeit zurückversetzt als Abenteurer unter erheblichen Entbehrungen nach Gold gesucht haben. Ein Höhepunkt der Tennant Creek Region sind die Devils Marbles, die Teufelsmurmeln, eine Ansammlung riesiger Granitkugeln, die sich auf der flachen Ebene auftürmen. Nach dem Glauben der Aborigines sind sie die Eier der Regenbogenschlange. Die Devils Marbles sind
besonders beeindruckend bei Sonnenuntergang, wenn das Licht der untergehenden Sonne sie rot glühen lässt.
Wir folgen dem Highway weiter Richtung Süden und kommen zu der wohl bekanntesten Outbackstadt Australiens, Alice Springs. Eingebettet in die East und West Macdonnell Ranges liegt diese Stadt mit ihren 30.000 Einwohnern. Alice Springs ist der ideale Ausgangspunkt um das rote Zentrum zu erkunden, bietet aber auch als Stadt Sehenswürdigkeiten wie die „School of the Air“ und den „Royal Flying Doctor Service“.
Ein Besuch hilft das entbehrungsreiche Leben im Outback besser zu verstehen.
Im Alice Springs Desert Park kann die für diese Region typische Tierwelt beobachtet werden.
450 km südwestlich von A.S. ragt das Wahrzeichen Australien aus der endlosen Weite – Ayers Rock oder auch mittlerweile Uluru genannt. Der Monolith, der sich 348 m aus der Ebene erhebt zieht jeden in seinen Bann. Für die Aborigines ist der Uluru ein heiliger Berg von tiefer spiritueller Bedeutung. Die beeindruckenden Dimensionen und das faszinierende Farbenspiel bei Sonnenaufgang oder –untergang, wenn der Fels rot, violett und orange glüht, machen den Besuch des Uluru unvergesslich. Im selben Nationalpark liegt Kata Tjuta – die Olgas. Kata Tjuta stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „viele Köpfe“.
Die Olgas sind eine Formation von kuppelartigen Felsdomen, in denen die Ureinwohner zu Stein gewordene Riesen sehen. Hier endet meine Reise durch das Outback der Northern Territory. Sie sollten sich viel Zeit nehmen für dieses Land mit seiner Weite, der unverfälschten Natur und für die Menschen , die hier leben. Ich werde das Gefühl nicht los, egal wie viel Zeit ich hier verbringe, es wird nie genug sein.

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