MS Europa 2 - Rangun bis Colombo

Von Jens Pilgram |31.03.2016

Einleitend ist zu erwähnen, dass die MS Europa 2 vom Berlitz Guide mit 5,5 Sternen, als bestes Kreuzfahrtschiff der Welt ausgezeichnet worden ist.

Ich hatte nun die Aufgabe innerhalb der Seminarreise diese Auszeichnung kritisch zu hinterfragen und ich nehme es vorweg: Es ist mir nicht gelungen. Die MS Europa 2 bietet höchsten Luxus in einer angenehm unaufdringlichen Art und Weise, so dass sich jeder Gast heimisch fühlt.

Der Startschuss fiel am Dienstag, den 15.03.2016 mit dem Flug von Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur und dann weiter nach Rangun in Myanmar. Der Service der Singapore-Girls war sehr gut. Check-In, Boarding und Umstieg haben reibungslos funktioniert. Die erste Strecke wurde mit dem Großraumflugzeug Airbus A380 geflogen. Ich hätte mir ein moderneres Entertainment-System mit Touchscreen-Monitoren gewünscht, aber der Flieger war noch nicht modernisiert worden. Der Sitzabstand war „asiatisch“ eng bemessen und das Essen war mittelmäßig.

In Rangun haben wir eine große Stadtführung gemacht und der Höhepunkt war die Shwedagon-Pagode. Besonders zu empfehlen ist eine Tour zu einem einheimischen Markt. Die Menschen sind durch ihren buddhistischen Glauben sehr geprägt, immer freundlich und freuen sich auf den Kontakt mit Europäern. Ich hatte ein sicheres Gefühl und sowohl die Taxi –oder Tuk-Tuk-Fahrten haben prima funktioniert. Ein bisschen Handeln gehört natürlich auch in diesem Land dazu. Gerne stehe ich für Tipps zu Rangun zur Verfügung.

Am Mittwoch wurde dann eingeschifft und wir wurden herzlich auf der MS Europa 2 willkommen geheißen. Eins wurde mir sofort bewusst, es gab eine große Anzahl Personal, das sich um einen bemüht hat. Das Personal war ausschließlich deutschsprachig. Es entstand vom ersten Kontakt an, ein sehr zuvorkommendes, und familiäres Verhältnis, bei dem man sich sehr gut aufgehoben gefühlt hat. Alle an Bord waren sehr aufmerksam und haben auf dezente Art und Weise es verstanden, eine sehr schöne Atmosphäre zu kreieren, in der es dem Gast an nichts gefehlt hat.

Nach Champagner und kleinen Hors d´oeuvre ging es auf die Kabine und das zuvorkommende Personal lieferte gleich den Koffer. Meine Kabine (848) befand sich auf Deck 8 und war kategorisiert als Veranda Suite. Es gibt ein Kartensystem mit Sensor, welches die Tür öffnet. Im Eingangsbereich befindet sich auf der linken Seite zuerst das große Badezimmer und der begehbare Kleiderschrank, dann öffnet sich der Raum und es folgt auf der linken Seite das Bett, rechts der Schreibtisch, Flat Screen und dann der Wohnbereich mit L-Couch und Minibar und der Balkon.

Aber im Detail: Das Badezimmer verfügt über eine verglaste, ebenerdige Dusche mit Sitzgelegenheit und Regenfalldusche, davor ist die Toilette (links), ein modernes freistehendes Waschbecken mit großem Spiegel (Mitte) und einer Badewanne (rechts). Die Ausstattung ist vollständig: Angefangen vom umfangreichen Pflegesortiment bis zum Massageschwamm und Handtüchern in allen Größen ist an alles gedacht. Es gibt einen Fön im Bad und einen zweiten am Schreibtisch.

Der begehbare Kleiderschrank hat genügend Platz für großes Gepäck auf längeren Fahrten inklusive einer großen Anzahl von Bügeln. Er beinhaltet die Schwimmwesten und den Safe, außerdem eine Tasche, Wäschebeutel, Schlappen, Bademantel, extra Decken und zusätzliche Handtücher.

Das Bett hat eine hochwertige Matratze und war sehr bequem. Der Bildschirm hat eine ausreichende Größe und bietet deutsche Programme. Außerdem kann man mit einer Wireless-Tastatur seine E-Mails abrufen und unter anderem auch sein Bordguthaben abrufen. Zusätzlich gibt es noch zur medialen Unterhaltung ein Tablet. Die Kabine ist mit ausreichend Steckdosen ausgestattet, so dass man seine elektronischen Geräte aufladen kann. Es gibt an verschiedenen Stellen eine Schalttafel mit der man unterschiedliche Licht-Szenarien variieren kann.

Die Minibar ist mit Wasser, Softdrinks und Bier bestückt, die täglich aufgefüllt werden und im Preis eingeschlossen sind, ebenso wie die Kapseln der Kaffeemaschine. In höheren Kategorien steigt das Getränkeangebot. Alles ist sehr nett angeordnet und in ausreichendem Maße vorhanden. Die Couch ist sehr bequem. Auf dem Balkon gibt es eine Liege und zwei Stühle mit dicken Auflagen und einen Tisch. Die Tür ist abschließbar und lässt sich komplett mit zwei Vorhängen verdunkeln.

Die Kabine ist in einem sehr ansprechenden, dezenten Design. Im Vergleich zu anderen Reedereien ist die Kabine nahe der Perfektion. Ich habe nichts gefunden, was sich nicht gut angefühlt hat und gut gerochen hat. Alles hat tadellos funktioniert.

Am Donnerstag stand ein ausführlicher Rundgang der Europa 2 an. Das Schiff ist überschaubar und schnell hat man alle Wege verinnerlicht. Das Pooldeck bietet auch an Seetagen ausreichend Platz. Der Pool ist groß und ansprechend. Es gibt zwei Ebenen Deck 9 und 10, darüber ein bewegliches Glasdach, das während meiner Reise immer geöffnet war. Die Poolbar hat kostenlose Getränke und das Personal bringt es einem an den Platz. Mein Tipp sind die belgischen Waffeln am Nachmittag. Auf dem Sonnendeck befinden sich außerdem noch Kuschelmuscheln und Daybeds. Diese sind am Bug im Suitenbereich noch einmal mit einem exklusiven Service versehen. Alles fühlt sich hochwertig an und der Service ist sehr bemüht und doch unaufdringlich und freundlich.

Der Spa-Bereich ist perfekt organisiert. Es gibt Anwendungsräume und Saunen mit Blick aufs Meer einen Ruhebereich mit Wirlpool und Außenbereich und einen Gym mit hochwertigen Geräten von Technogym. Außerdem zwei Golf-Simulatoren mit Pro. Laut der Berichte meiner Kollegen waren die Massagen und der Simulator top. Mich hat es jeden Morgen in den Gym verschlagen und ich war nur bedingt zufrieden. Die Lage ist seitlich zum Meer und unten auf Deck 5. Der Blick vom Laufband ist unspektakulär und das Entertainment-Programm auf dem Monitor war langweilig. Außerdem wurde es an den Seetagen sehr voll.

Am Freitag stand unser erstes Meeting an, welches im Kino auf Deck 9 stattfand. In diesem Raum finden alle Vorträge und Seminare statt. Meine Empfehlung: Nehmen Sie sich eine dünne Jacke mit, es ist immer sehr kalt in diesem Raum. Später fanden wir uns im Herrenzimmer auf Deck 4 ein und haben unser gebuchtes Gin-Tasting genossen. Kann ich sehr empfehlen. Es war interessant und authentisch vorgetragen. Mein Tipp: Essen Sie vorher eine Kleinigkeit. Die Gin-Verkostung ist… umfangreich.

Am Samstag hat uns Kapitän Christian van Zwamen auf seiner Brücke empfangen und in seiner unaufgeregten und sympathischen Art und Weise alles zu seinem nautischen Alltag berichtet, einschließlich aller Anekdoten, die sehr interessant waren.
Gegenüber dem Kino befindet sich die Galerie mit immer wechselnden Ausstellungen und meist begleitet der jeweilige Künstler seine ausgestellten Exponate auf der Reise. Dem nicht genug, der Künstler verpflichtet sich über alle Exponate auf dem Schiff zu informieren und einen Rundgang anzubieten. Den haben wir gemacht und es war erstaunlich, wie viele sehenswerte Bilder, Skulpturen und Kunst in verschiedensten Formen, namhafter Künstler es an Bord zu bestaunen gibt.

Am Sonntag durften wir die Kochschule auf Deck 9 erleben. Es ist eine hochwertige Miele Küche für 10 Personen. Das nette Miteinander-Kochen wird von einem Koch und einer Assistentin vorgetragen und es macht sehr viel Spaß. Es ist eine lockere Atmosphäre und alle Speisen und Getränke von hoher Qualität, sind im Teilnehmerpreis inbegriffen.

An diesem Punkt des Berichts möchte ich gerne ein Zwischenfazit über die Restaurants, Bars und Unterhaltungsmöglichkeiten einfließen lassen. Das Highlight des Schiffes sind die einzelnen Restaurants und deren angebotene Speisen, sowie des sehr kompetenten und freundlichen Service.
Im Yachtclub auf Deck 9 kann man sich am Buffet bedienen. Wer auf Seafoot steht, oder ein Steak vom Grill gerne mag, ist hier richtig. Ich empfehle dieses Restaurants mittags aufzusuchen. Es gibt ein umfangreiches Salatbuffet und eine tolle Grillstation mit Fisch und Fleisch und der Blick vom Heck auf die Fahrtrinne ist wunderbar. Gleich integriert gibt es das Sushi-Restaurant Sakura. Hier gibt es die erlesensten Spezialitäten. Am Bug des Decks befindet sich die Bar Belvedere mit toller Aussicht.

Ein Deck tiefer ist der beliebteste Platz am Heck des Schiffes: Die Sansibar. Morgens bietet Sie ein Langschläfer-Frühstück, nachmittags kleine Speisen und einen Drink und abends gibt es eine Bar mit DJ, Tanzfläche und einer tollen Stimmung.

Auf Deck 4 finden Sie das Hauptrestaurant Weltmeere. Sie werden am Platz bedient. Gleich daneben ist das Serenissima, mein Highlight: Ein wunderbarer Italiener. Gegenüber befindet sich das Restaurant Elements, eine Art Euro-Asiate. In der Mitte des Decks ist das französische Restaurant Tarragon und daneben das Grand Resèrve, einem Raum der als Weinprobe genutzt wird. Allerdings bedient das Tarragon auch Gruppen in abgeschlossener Atmosphäre. Ein schöner Raum für besondere Anlässe.

Alle angebotenen Speisen bilden die Spitze kulinarischer Kochkunst mit hochwertigen Wareneinsatz, meist ganz geschickt und modern interpretiert. Die Getränkeauswahl ist nach oben offen und hat ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungsverhältnis, das man auf diesem Niveau nicht vermutet.

Im Atrium befindet sich die Pianobar mit entsprechender musikalischer Begleitung und in Richtung Bug, vorbei an Juwelier und Bord –und Fotoshop liegt gegenüber des Herrenzimmer mit Humidor der Jazzclub. Ihn zeichnen seine Atmosphäre und das Programm aus. Am Ende des Weges befindet sich das Theater, das sich offen über zwei Decks erstreckt. Hier gibt es abends wechselnde Acts zur Unterhaltung.

Am Montag war wieder Land in Sicht und wir haben vor der Küste Sri Lankas Anker gesetzt. Mit Tenderbooten wurden wir an die Küste von Galle gebracht. Dann ging es mit dem Bus an der Küste entlang zum Fluss Madhu Ganga. Die Organisation hat tadellos geklappt. Beim Tendern sollte man trittsicher und seefest sein, da der Hub zwischen dem Kreuzfahrtschiff und dem Tenderboot sehr schwankt.

Dienstags kamen wir im Hafen Colombos an. Hier endete unsere Reise. Alle Formalitäten der Rezeption haben perfekt funktioniert. Das Personal war geschult und immer zuvorkommend und sehr freundlich. Gerne stehe ich für Tipps zu Sri Lanka zur Verfügung.

Der Aufenthalt auf der MS Europa 2 war nahe der Perfektion. Man kann es kaum besser machen. Erstaunlicherweise muss ich trotz des hohen Reisepreises ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen. An Bord sind sehr viele „kleine“ Aufmerksamkeiten, mit denen man täglich überrascht wird, aber auch „große“ Leistungen, wie das preiswerte Getränkeangebot und die vielen Inklusiv-Leistungen enthalten. Im Vergleich mit der weltweiten Luxushotellerie ist der heruntergebrochene Tagespreis der Europa 2 völlig angemessen.

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Fazit

Als Fazit möchte ich Ihnen dieses wunderbare Schiff ans Herz legen. Gerne stehe ich Ihnen für alle Fragen zur Verfügung. In unseren Büros am Europaplatz und in Siegburg bieten wir Ihnen eine besondere Beratung mit 360° Rundgängen auf 75“ Touch-Sceens und ganz viel Zeit für Ihre Fragen.


Wir freuen uns auf Sie!

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