Argentinien und Uruguay im April2010

Von Jörg Koch |26.05.2010

Nachdem die Aschewolke letztendlich weggezogen war konnte ich doch noch die Reise nach Argentinien und Uruguay antreten. Nach der Landung in Montevideo ging es direkt mit Bus und Fähre weiter nach Buenos Aires. Schon am nächsten Tag stand einer der Höhepunkte dieser Reise auf dem Programm, der Besuch eines Fußballspiels der Boca Juniors. Die Atmosphäre war einzigartig, das Spiel aber nicht, da das Niveau docht recht niedrig war. Da ich aber wegen der Stimmung im Stadion war, hat sich dieser Ausflug sehr gelohnt. Es wurde 90 min. viel und lautstark gesungen
Nach einem weiteren Tag in Buenos Aires, wo unter anderem das Hafenviertel La Boca, der Friedhof Recoleta und das Künstlerviertel San Telmo auf dem Sightseeing-Plan standen, fuhr ich mit dem Nachtbus 19 Stunden lang nach Salta, in den Norden Argentiniens. Salta ist ein perfekter Ort für Ausflüge in die Andenregion Argentiniens oder für die Fahrt mit dem Zug in die Wolken. Dieser Zug wurde früher von Minenarbeitern genutzt und dient heute dazu, die Touristen von Salta auf 1200m und nach San Antonio de los Cobres auf 4200m und wieder zurück zu fahren. Wer schon immer hoch hinaus wollte ist hier genau richtig. Die Fahrt dauert insgesamt 16 Stunden und führt durch spektakuläre Landschaften. Der Zug wird von einem Krankenwagen begleitet und es sind einige Ärzte an Bord, sodass bei Ausbruch der Höhenkrankheit sofort Hilfe geleistet werden kann. Diese wurde auch von einigen Gästen in Anspruch genommen. Höhepunkt ist die Überquerung des Viaducto La Polvorilla. Es überspannt eine Länge von 224 m und hat eine Höhe von 70 m. Etwa 1600 Tonnen Stahl wurden hier verbaut . Diese Stahlkonstruktion sieht zwar nicht sehr vertrauenswürdig aus, hat aber dem Zug standgehalten. Bei einem 10-minütigen Halt konnte ein kleiner Inkamarkt besichtigt werden. Spätabends fuhr der Zug wieder in Salta ein.
Am nächsten Tag ging es durch verschiedene Inka-Orte entlang der Quebrada de Humahuaca: Tilcara mit einem alten Inkawehr, Purmamarca am Fuße des Berges der sieben Farben und schließlich Humahuaca, in dem das Unabhängigkeitsdenkmal Argentiniens steht. Die folgende Busfahrt nach Puerto Iguazu dauerte mal lockere 22 Stunden. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Wasserfälle von Iguazu kann man sowohl von der argentinischen, als auch von der brasilianischen Seite besichtigen - sofern man nicht Amerikaner ist, da diese ein Visum für Brasilien brauchen und daher nur mal nach Brasilien gucken dürfen. Auf der argentinischen Seite kommt man über Stege ganz nah an die Wasserfälle heran, während man von der brasilianischen Seite eher den Panoramablick genießen darf. Die Grenzüberquerung zwischen den beiden Ländern ist ganz einfach und unbegrenzt. Man muss nur genügend freie Seiten im Reisepass vorweisen können, da es für jede Ein- bzw. Ausreise einen Stempel gibt. In der Umgebung der Wasserfälle gibt es auf der brasilianischen Seite noch das größte Wasserkraftwerk der Welt Itaipu zu besichtigen, welches Brasilien zu 20 % und Paraguay zu 90 % mit Strom versorgt.
Die letzten Tage verbrachte ich dann in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays. Sie besitzt zwar nicht so viele Sehenswürdigkeiten, ist aber zumindest für einen Tagesausflug von Buenos Aires empfehlenswert. Die Hauptattraktion der Stadt ist die Plaza de Independencia. Auf der Rambla kann man wunderbar am Strand entlanglaufen. Auch wenn viele Vororte recht ärmlich sind, kann man in manchen Teilen doch recht gut und vor allem sicher leben. Selbst ein Fußgänger kann hier sicher die Straßen überqueren, was in Buenos Aires nicht immer der Fall ist.
Noch ein paar weitere Informationen: Was die Lebenshaltungskosten betrifft, ist Argentinien weitaus günstiger als Uruguay. Da vor allem Argentinien ein sehr großes Land ist, empfiehlt es sich das Land per Flugzeug zu bereisen. Sparfüchse können natürlich auch Nachtbusse nehmen. In Buenos Aires sollte man im Hotel erfragen, welche Stadtteile sicher sind, denn z.B. in La Boca kann es durchaus gefährlich werden. Beim Taxifahren ist auch Vorsicht geboten, denn einzelne schwarze Schafe geben mal gerne Falschgeld heraus, vor allem wenn man große Scheine wechseln will. Letztendlich ist aber zu sagen, dass beide Länder wunderschön sind und ich bestimmt nochmal hinfahren werde. Wenn Sie mehr über diese Länder wissen möchten, können Sie mich gerne per mail kontaktieren.

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