Kapstadt - ein MUSS für jede Südafrika-Reise

Von Martina Schwanner |11.10.2017

Ein verlängertes Wochenende in Kapstadt liegt hinter mir.
Auf Einladung des Studienreise Veranstalters Gebeco hin durfte ich die wunderbare Stadt nahe des Kap der Guten Hoffnung kennenlernen.
Nur ein Kurztrip, aber eine Reise mit vielen neuen und schönen Eindrücken, die Lust auf mehr machen.

Anreise mit South African Airways

Der Nonstop-Flug mit South African Airways von München nach Johannesburg verlief pünktlich und reibungslos. Die Fluggesellschaft bot in der Economy gute Bordverpflegung, jede Menge kostenlose Getränke (auch Wein), ein abwechslungsreiches Video-und Audioprogramm und sogar ein kleines Amenitykit an. 
Nach Ankunft in Johannesburg, wo man nach den Passkontrollen und dem Wiedereinchecken des Gepäcks einmal quer durch den Airport spazieren darf, ging  es weiter zum Anschlussflug nach Kapstadt. Man sollte mindestens 2 Stunden Umsteigezeit einplanen, da man Warteschlangen und weite Wege hier nicht unterschätzen sollte.

Endlich am Ziel

In Kapstadt wurden wir von den örtlichen Tourguides bereits erwartet. Cynthia Gordon, der wir für die nächsten 5 Tage anvertraut waren, begrüßte uns aufs wärmste ... das Wetter allerdings nicht. Es regnete und hatte höchstens 16 Grad, als wir im Bus zu unserem - erst kürzlich neu eröffneten Hotel Sunsquare City Bowl, direkt in der City - gebracht wurden. Wir durften aber in den nächsten Tagen erleben, dass das Wetter in Kapstadt häufig am Tag wechselt.
Durch die Lage zwischen 2 Ozeanen bringt hier der Wind regelmäßig wechselnd Sonnenschein und Wolken.
Momentan leidet die Region unter starkem Wassermangel, von daher ist jeder Regentropfen willkommen. Überall wird man gebeten, das kostbare Wasser wo immer möglich zu sparen.
Nach insgesamt über 16 Stunden Reisezeit und 2 Stunden Kurzregeneration im Hotelzimmer brachen wir bei schönster, leicht windiger Abendstimmung auf nach Camps Bay. Dort durften wir unseren ersten südafrikanischen Sonnenuntergang bei Cocktails, Wein und köstlichem Fingerfood genießen.

Streetart, Markt und Museum

Tag 2  brachte uns am nächsten Morgen in den Stadtteil Woodstock mit seiner eindrucksvollen Street Art. Etliche Künstler haben sich hier angesiedelt, unser Guide präsentierte uns viele Geschichten über die tollen Graffitimalereien, die es dort zu bestaunen gibt.
Anschließend folgte ein Bummel durch den Neighbourgoods Market. Dort gibt es vielerlei kulinarische Köstlichkeiten und südafrikanische Handwerkskunst zu erstehen. Es ist auch ein beliebter Treffpunkt der städtischen Jugend dort am Wochenende.
Frisch gestärkt waren wir dann live bei den Anfängen eines Weltmuseums dabei. Das Zeitz MOCAA Museum wird sicher eine Ikone der Kultur Afrikas und  wir waren die erste deutsche Gruppe dort - nur einen Tag nach der Eröffnung. 
Den restlichen Nachmittag an diesem strahlend schönen Sonnentag ließen wir gemütlich an der Waterfront ausklingen. 
Abgerundet wurde der Tag bei einem köstlichen Steak in einem tollen Restaurant an der Breestreet unweit des Hotels.

Bo Kaap, Kochen und Wineblending in Stellenbosch

Am nächsten Tag ging es mit einem weiteren Highlight weiter.
Bei einem Spaziergang durch die steilen Straßen von Bo Kaap mit seinen hübschen, bunt angemalten Häusern am Fuße des Signal Hill, erfuhren wir einiges über die Geschichte dieses Stadtteils, der größtenteils von den Kap Malaien besiedelt ist. Wir waren bei einheimischen Familien eingeladen und durften uns unter fachkundiger Anleitung selbst beim Kochen einheimischer Gerichte versuchen. Eine reine Gaumenfreude bieten die südafrikanischen Gewürzmischungen. Sehr lecker und empfehlenswert!
Von dort aus ging es weiter nach Stellenbosch ins Wineland.
Hier konnten wir auf einem großartigen Weingut beim Wineblending unsere Geschmackssinne testen und selbst einen Wein kreieren. Danach folgte eine kurze Radtour durch Stellenbosch, was trotz des Weines sehr gut klappte.
Den Abschluss dieses Tages machte ein leckeres Braai, das typische Barbecue der Südafrikaner.

Tag 4: Tag der Gegensätze

Der folgende Tag bot uns so einiges an Gegensätzen zwischen  Luxus und Armut dieser Stadt am Südafrikanischen Kap.
Kurz vor der Abfahrt des "Pride of Africa" waren wir eingeladen zu einer Besichtigung dieses Luxuszuges von Rovos Rail. Es werden von 4-Tagestouren bis hin zu 2-Wochenreisen vielfältige Reiseerlebnisse in feinem Britishen Ambiente angeboten. Man kann die schönen Landschaften gemütlich in langsamen Tempo an sich vorbeiziehen lassen. 
Von dort aus ging es direkt weiter zum Township Llanga.
In diesen Stadtteil wurden viele enteignete Einheimische abgeschoben, die sich die teuren Immobilien der stark wachsenden und immer moderner werdenden Stadt nicht mehr leisten können.
Respektvoll beobachtend und beobachtet wurden wir durch die Straßen dieser eigenen Stadt in Kapstadt geführt und lernten vieles aus der Geschichte von Unterdrückung der Einheimischen in der Vergangenheit und der anherrschenden Problematik in der Gegenwart. Das stolz vorgeführte selbst gebraute "Bier", das wir kosten durften (wer wollte und sich traute) hat für sich gesprochen.
In jedem aus der Gruppe hat diese Tour wohl insgesamt gemischte Gefühle hinterlassen...
Wir waren ganz froh, dass wir uns danach wieder einem leichteren Thema zuwenden konnten.
So durften wir uns nach einer kurzen Busfahrt, vorbei an der False Bay in Boulders an den afrikanischen Pinguinen erfreuen. So weit das Auge reicht kann man hier die süßen Pinguine beobachten. Wir waren alle begeistert, vor allem weil dieser Ausflug aus wettertechnischen Gründen spontan angeboten wurde.
Voller neuer Eindrücke dieses abwechslungsreichen Tages kehrten wir zurück zum Hotel. 

Großartiger Abschied

Was nun noch fehlte zum Abschluss der Reise war eigentlich nur noch der Tafelberg.
Ein MUSS, wenn man in Kapstadt ist, aber nicht jedem ist es vergönnt, ihn zu betreten. Unser erster Versuch am gestrigen Tag war bereits wegen starkem Wind und ständig wechselndem Wetter gescheitert. Heute, am letzten Tag wollten wir noch einmal unser Glück versuchen. Um 13 Uhr mussten wir ja schon zum Flughafen aufbrechen - um 15 Uhr sollte der Flieger starten.
Morgens der erste Blick aus dem Hotelzimmer: Sonne!
Freudig machten wir uns fertig. Der nächste Blick beim Frühstück aus dem Fenster zeigte uns ernüchternde Regentropfen.
Wir ließen uns jedoch nicht entmutigen, machten uns auf den Weg zur Seilbahn und siehe da, je näher wir kamen umso mehr öffnete sich der blaue Himmel und ließ das Plateau des Tafelbergs in Sonne erstrahlen!
Da unser toller Reiseveranstalter die Tickets bereits vorgebucht hatte, konnten wir im Eiltempo den Berg mit Hilfe der Schweizerischen Gondel erklimmen. Diverse Wanderwege ermöglichen grandiose Sicht auf die umliegende Berglandschaft und die Küste. Besonders Mutige können sich von hier oben unter fachmännischer Anleitung abseilen bis zum Fuße des Bergs.
Besonders lange ließen die Wolken aber nicht auf sich warten. Nach ca. 45 Minuten verhüllte sich der Berg wieder in seinen geheimnisvollen Nebel und verabschiedete sich mit ein paar Tränen von uns.
Zufrieden und voll mit neuen Eindrücken durften wir Kapstadt nun wieder verlassen, wobei fest steht:
Südafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert.


Fazit

Kapstadt gehört unbedingt zum Pflichtprogramm jeder Südafrikareise. Vielen Dank an Gebeco, ATC und South African Airways für diesen gelungenen Kurztrip!


Wir sehn uns hoffentlich bei uns im Reisebüro

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