Ostseeperlen mit der AIDAmar

Von Anke Nickisch |18.08.2016

EIne Kreuzfahrt...? Wo ich doch nicht seefest bin...? Soll ich oder lieber nicht...? So waren meine Gedanken, aber dann entschieden wir uns, unserem Sohn den Wunsch nach einer AIDA-Reise zu erfüllen, nachdem wir bei diversen Ostseeurlauben die Kussmundschiffe in Warnemünde gesehen haben. Wir entschieden uns für die Ostsee - Route mit den Stationen Tallinn, St. Petersburg, Helsinki und Stockholm.

Wir stechen in See

 Gut vorbereitet mit speziellen Akupressur-Armbändern gegen eventuelle Seekrankheit gingen wir am 03.10.2015 in Warnemünde an Bord der AIDAmar.

Nachdem wir unsere Kabine entdeckt hatten und die Seenotrettungsübung absolviert war, suchten wir uns einen guten Platz an Deck für das Auslaufen aus dem Warnemünder Hafen. Leider hatten wir bei unserer Platzwahl nicht bedacht, dass wir direkt unter dem Signalhorn standen... es war sehr laut und unser Sohn amüsiert sich heute noch darüber.

Ein Tag auf See - Das Schiff entdecken

 Unser erster Reisetag auf dem Weg nach Tallinn war ein Seetag, also Zeit genug um das Schiff zu entdecken.

Für jeden Geschmack gibt es etwas - Kids Club für die kleinen Gäste, Teens Lounge mit Spielekonsolen für die älteren Kids, Diskothek, Theatrium, 4D-Kino, verschiedene Bars, eine Bibliothek, ein Casino, Shops und eine Kunstgalerie. Die sportlichen Gäste finden einen gut ausgestatteten Fitnessraum vor, an Deck einen Sportplatz, Joggingpfad und Billard  sowie Tischtennis. Wer sich entspannen möchte, kann sich im Wellnessbereich Anwendungen und Massagen gönnen. 

Bei Außentemperaturen von knapp 10 Grad haben wir den Pool nicht ausprobiert, aber da es sonnig war, konnte man sich auf einer der zahlreichen Liegen an Deck oder auf der Hängematte auf dem Balkon unserer Kabine entspannen und die Weite auf dem Meer genießen.

In den verschiedenen Restaurants findet jeder für sich das passende Angebot.
Toll und abwechslungsreich sind auch die abendlichen Shows, Akrobatik, Tanz, Gesang - alles ist sehr professionell  und die Akteure sind wirklich toll!

Tallinn

Die estnische Hauptstadt hat eine sehr schöne Altstadt, die die hanseatische Herkunft erkennen läßt. Alte Straßen mit Kopfsteinpflaster, mittelalterliche Kirchen, alte Häuser mit tollen Stuckfassaden, kleine Geschäfte und vieles mehr kann man bequem zu Fuß entdecken. 

Von der Stadtmauer in der Nähe der Alexander-Newski-Kathedrale hat man einen tollen Blick über die Stadt und kann im Hafen die AIDA liegen sehen.

In einer kleinen Gasse unweit des Rathausplatzes gibt es einen besonderen Ort - eine Depeche-Mode-Bar, 1999 eröffnet von einem Fan. Die Cocktails tragen Namen wie "Enjoy the Silence", die Räume sind mit Fotos und Logos der Band dekoriert und es läuft die Musik der Basildoner Jungs. 

Sankt Petersburg

Russlands zweitgrößte Stadt liegt an der Newa und läßt mit Eremitage, Peter-und-Paul-Kathedrale  und vielen anderen prächtigen Gebäuden den Glanz der Zarenzeit erahnen.

Man kann Sankt Petersburg entweder im Rahmen eines organisierten Ausfluges erkunden, dann genügt der Reisepass. Wenn man auf eigene Faust in die Stadt will, muss man vorab ein Visum beantragen.

Die Stadt liegt auf 42 Inseln, somit gibt es natürlich viele größere und kleinere Brücken, deren Brückenköpfe zum Teil üppig verziehrt sind. So abwechslungsreich wie die Stadt ist auch das Wetter, gerade noch schönster Sonnenschein und kurz darauf wird der Himmel tiefdunkelund Regen zieht auf. Man sollte also auf jeden Fall mit Sonnenbrille und Regenschirm ausgestattet sein, wenn man hierher kommt.

Helsinki

 Finnlands Hauptstadt begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir nehmen den Bus-Shuttle vom Schiff zur Stadt und machen uns dann auf den Weg.

Am Hafen kommt man zuerst zur alten Markthalle. Dort werden an diversen Ständen unterschiedlichste finnische Köstlichkeiten angeboten: Rentierschinken, hausgemachter Wein, handgefertigte Pralinen, Käse aus  Lappland, klassische Marmelade (Lakkamarmelade), Brotspezialitäten, Gemüse, frischer Fisch vieles mehr.

Dann besichtigen wir die Uspenski - Kathedrale, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, als Finnland noch zum russischen Reich gehörte. Abschließend geht es weiter zum nahegelegenen Dom.

Auf der nächtlichen Überfahrt nach Stockholm erwartet uns ein ganz besonderes und vermutlich auch einmaliges Erlebnis - wir sehen ca. 1,5 Stunden lang Polarlichter! Vom Balkon aus, dick in eine Decke verpackt, gelingen einige spektakuläre Fotos.  

Stockholm

 Wir haben das Glück, dass wir die Erlaubnis bekommen haben, durch die Schären bis zum Hafen von Stockholm zu fahren. Und so sitzen wir nach Sonnenaufgang auf unserem Balkon und genießen die Fahrt vorbei an kleinen Felsinseln, Mini -  Leuchttürmen , gelben Autofähren und den typischen bunten schwedischen Holzhäusern.

In Stockholm laufen wir die ca. 2,5 km vom Schiff in die Stadt, da uns 25,-€ für ein Taxi bei der kurzen Strecke doch ein bißchen viel sind.  Wir spazieren durch enge Gassen, an Kirchen und einem Reiterdenkmal vorbei zum Königspalast, um uns dort die mittägliche Wachablösung anzusehen.

Nachdem das obligatorische rote Schwedenpferdchen gekauft ist, stärken wir uns für den Rückweg zum Schiff mit einer Kanelbullar - der typisch schwedischen Zimtschnecke.


Fazit

Tja, die prophylaktisch mitgenommenen Akkupressurbänder gegen die Seekrankheit kamen nicht zum Einsatz, der Wettergott und Neptun meinten es wirklich gut mit uns und wir hatten die ganze Woche eine ruhige See. Ich kann diese Route nur empfehlen, jede Stadt hat ihr eigenes Flair das sich zu entdecken lohnt. Tallinn werden wir auf jeden Fall noch einmal länger als nur ein paar Stunden besuchen. Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Fragen haben, können Sie mich jederzeit gerne kontaktieren.


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