Namibia - Die Reise meines Lebens

Von Diane Spatz |16.06.2017

Im April 2015 durfte ich an einer ganz besonderen Erfahrungsreise mit einem ganz besonderen Reiseveranstalter teilnehmen. Ich wusste das Namibia eines der schönsten afrikanischen Länder ist, aber trotzdem wurden alle meine Erwartungen weit übertroffen:

Ich weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll, um die vielen wundervollen Eindrücke, die ich während dieser 11-tägigen Reise sammeln durfte, zu beschreiben:

2918 gefahrene Kilometer in 9 Tagen und noch nicht genug!

Da es sich bei dem Direktflug mit Air Namibia ab Frankfurt um einen Nachtflug handelt, kamen wir nach 9,5 Stunden ausgeschlafen und pünktlich vor Ort an.    

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dieses Land biete nicht viel mehr als Wüste, Steine und Trockenheit, aber weit gefehlt! Tatsächlich ist dieses Land sehr vielfältig und wunderschön!  
Windhoek, die Hauptstadt ist modern – es gibt hier alles, vor allem auch deutsche Produkte zu kaufen. Das Bier wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut und es gibt sogar einen deutschen Radiosender – und ja, auch hier hört man Helene Fischer! Bei einer Stadtrundfahrt sieht man viele Gebäude aus der Kolonialzeit und zwischen „Kindergarten“, „Luisen-Apotheke“, „Tintenpalast“, „Christuskirche“ (Wahrzeichen der Stadt) und „Reiterdenkmal“ fühlt man sich schnell heimisch.        
Ein besonderes Highlight, das man nicht versäumen sollte, ist der farbenfrohe Herero-Markt im Stadtteil Katutura, dem abenteuerlichen Handelsplatz der Einheimischen. Hier lassen sich Friseur, Schuster, Schneider und Metzger auf die Finger schauen. Es gibt neben Schuluniformen, Fernsehgeräten, frisch Geschlachtetem, typischen Gewürzen, Obst und Gemüse, auch essbare Raupen (für die Mutigen unter uns! Knusprig wie Chips, aber geschmacklich neutral).

10 km von Windhoek entfernt, besuchen wir die Frauen von Penduka, die als Kleinunternehmerinnen mit der Herstellung von verschiedenen nützlichen Dingen(Tischdecken, Handtücher, Taschen, Rucksäcke, Getöpfertes, etc.) mit typisch namibischem Design ihr Leben in die eigene Hand genommen haben. Die Frauen von Penduka sind mit Recht Stolz auf ihre Arbeit und wir kommen in den Genuss ihrer mitreißenden, traditionellen Tänze und ihres beeindruckenden Gesangs. Am Abend esse ich dann mein erstes Kudu-Steak, einfach genial! Neben dem sehr guten Wein ein weiteres Highlight – kulinarischer Art!        
Auch die Unterkünfte sind vom Feinsten! Kleine, liebevoll geführte Lodges in exponierten Lagen von urig bis luxuriös – zum Teil mit Swimmingpool – einfach paradiesisch, wie z.B. eine Farm in der Nähe von Windhoek mit eigenem Gestüt. In der kleinen Sossus Lodge haben wir z.B. in rustikalen Chalets aus Naturstein übernachtet, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Diese familiär geführte Lodge liegt südlich von Sesriem, besticht durch ihre reizvolle Lage in einer weiten Graslandschaft und bietet einen atemberaubenden Blick in die weite Ebene.        
Die Landschaften sind unbeschreiblich, beeindruckend und vielfältig, dass man unterwegs kaum die Kamera aus der Hand legen mag. Wer sich auf den Weg macht zum Sossusvlei, der sollte schon vor Sonnenaufgang unterwegs sein, denn am frühen Morgen ist die Stimmung im Dünental einzigartig. Wir haben die Düne 45 erklommen, eine von vielen der bis zu 350 m hohen Sandberge. Markante Spuren verschiedener Tiere im Sand zeugen davon, dass auch hier im heißen, trockenen Untergrund Leben ist. Anschließend stiegen wir für ca. 5 km Fahrstrecke in den Allradshuttle, um das Dead Vlei mit seinen über 500 Jahre alten Akazien zu besuchen. Wer sich Zeit nimmt und die unendliche Weite, Stille und Erhabenheit der Wüste auf sich wirken lässt, wird reich belohnt. Ja, die Wüste verändert Menschen.

Vielleicht ist das der Grund für die herzliche Gastfreundschaft und die Offenheit mit der uns die Einheimischen überall begegnen. Sie strahlen eine unvergleichliche Fröhlichkeit und Zufriedenheit aus, aber auch Stolz und Würde.    
Nördlich von Sesriem liegt eine der schönsten Farmen Namibias am Rand einer eindrucksvollen Dünenlandschaft. Gleich zwei Swimmingpools laden hier zum Erfrischen und Verweilen ein. Die beleuchtete Wasserstelle wird regelmäßig von Oryxantilopen und Springböcken aufgesucht. Einladung zum Sundowner bei unvergesslich schönen Sonnenuntergängen und Mondaufgängen! Der afrikanische Sternenhimmel ist sensationell!        
Weiter ging es durch den Namib-Naukluft-Park zum Kuiseb-Canyon. Ein kurzer Weg führt zum ehemaligen Unterschlupf zweier deutscher Forscher (Henno Martin und Hermann Korn), die sich hier während des Zweiten Weltkrieges zwei Jahre lang erfolgreich versteckt hielten. Noch heute kann man ihre Lagerstätte in einer Felsnische besichtigen. Anschließend gelangten wir zur wundersamen Welwitschia Mirabilis, einer über 1500 Jahre alt werdenden Wüstenpflanze (an der man ohne Reiseleiter einfach vorbeifahren würde) und schließlich an die Atlantikküste nach Swakopmund. In dieser Stadt mit ehemaligem Seebad-Ambiente erinnert viel an die Kolonialzeit. Hier gibt es Sehenswertes und viele Freizeit- und Sportmöglichkeiten.        
Unsere Reise verlief weiter durch das Erongo-Gebirge, dem meistfotografierten Berg Namibias und mittendrin die Gästefarm von Deike und Harald, die uns köstlich bewirteten. Selbst die San, die vermutlich seit 20.000 Jahren hier leben und damit als die älteste Bevölkerungsgruppe des südl. Afrika gelten, sind auf der riesigen Farm zuhause. Natürlich durfte ein Besuch des „Living museum“ der San nicht fehlen. Die San erklären und zeigen, wie sie früher zur Zeit des Nomadentums lebten. Nur mit einem Lendenschurz bekleidet, machen sie Feuer, fertigen Fallen an, lesen Fährten und jagen mit Pfeil und Bogen. Auf diese Weise bewahren sie das Wissen und geben es an ihre Kinder weiter. Zum Abschied gab es auch hier beeindruckende traditionelle Tänze und Gesang. Übernachtung in der schönen Damara Mopane Lodge mit Pool. Die in Lehmbauweise unter Mopanebäumen errichteten Chalets sind jedes von einem kleinen Gärtchen umgeben. Motive der Felsgravuren von Twyfelfontein zieren die Wände.        
Nächstes Highlight: Safari im Etosha-Nationalpark. Begegnungen mit Tieren in freier Wildbahn sind echt und atemberaubend. Giraffen, Strauße, Zebras, Gnus, Antilopen, etc. … und plötzlich kam unserem Bus ein großer Elefantenbulle entgegen. Wir alle hielten den Atem an und waren ganz still, denn er lief direkt an unserem Bus entlang; zum Greifen nahe – wieder ein Gänsehautmoment! Auge in Auge mit so einem wunderschönen Tier.
Die Tierwelt Namibias ist wahnsinnig vielfältig! Dank unseres kompetenten Reiseleiters Stefan kennen ich mich in der Tier- und speziell Vogel-Welt Namibias vermutlich besser aus, als in der heimischen! Und noch etwas haben wir gelernt: Da der Tourismus für Namibia sehr wichtig ist, wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und schonenden Tourismus gelegt.        
Ein schönes Camp mit seinen ockerfarbenen Bungalows und eigener Veranda direkt am Nationalpark ist der ideale Ausgangspunkt für Safaris. Besonders eindrucksvoll sind das Restaurant und die Bar im Township-Stil. Bei authentischer Livemusik am Lagerfeuer tanzten wir mit Einheimischen, die mit ihren Stimmen und Zungen unvorstellbare Töne hervorbringen können – wieder ein unvergesslicher Moment. Ein weiteres Highlight war der Aufenthalt auf der Gästefarm von Heidi und Heinz, die sich persönlich um das Wohl ihrer Gäste kümmern auf ihrer traumhaft schönen Gästefarm. Ein zahmer Papagei, eine verspielte Manguste, sowie zwei Hunde gehören hier ebenfalls zur Familie. Bei Lagerfeuer mit Blick auf eine beleuchtete Wasserstelle, konnten wir hier Geschichten lauschen, die Heinz zum Besten gab. Von jedem der großzügigen und modernen Zimmer hat man einen guten Blick durch die große Fensterfront auf die Wasserstelle. Natürlich überraschte man uns auch hier mit einem wunderbaren Jeep-Safari-Sundowner.

Wir wurden vom Veranstalter immer wieder mit vielen kleinen und großen Dingen überrascht, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann: Angefangen von einer ersten Überraschung bei Buchung in Form einer Besitzurkunde über 100 qm Regenwald, bis hin zu einer eigenen Wasserflasche für jeden Teilnehmer, die unterwegs jederzeit mit frischem Trinkwasser befüllt werden kann, um auf diese Weise Müll zu vermeiden. Der krönende Abschluss bildete ein Verwöhnprogramm in einer zauberhaften Lodge mit ZenSations Spa (unbedingt empfehlenswert!). Vom Pool aus hat man einen traumhaften Ausblick! Es gibt hier Mountainbikes zum Ausleihen, ein Vogelrestaurant und sogar eine kleine Sternwarte. Beim Barbecue am letzten Abend unterm Sternenhimmel konnten wir unsere wunderschöne Reise Revue passieren lassen und waren uns einig - wir müssen unbedingt wiederkommen! Und so traten wir schweren Herzens den Rückflug an.

Hinweis:

Wer gesundheitliche Bedenken hat nach Namibia zu reisen, dem sei gesagt, dass Namibia eines der besten medizinischen Systeme des afrikanischen Kontinents hat. Obwohl es hier bisher noch keinen Fall von Ebola gegeben hat und Namibia von den betroffenen Ländern weiter weg ist als Deutschland, schützt sich das Land u.a. durch einen Thermo-Körper-Scan bei Einreise.  
Dank Insektenschutzmittel hatten Mücken bei mir keine Chance, von denen ich ohnehin nur im Etosha-Nationalpark welche gesehen habe.
Sämtliche Tankstellen-Toiletten waren von einer beispiellosen Sauberkeit, die ich in Deutschland oft vermisse.
Namibia kann das ganze Jahr über bereist werden und ist politisch stabil. Von Apartheid keine Spur.  


Fazit

Namibia war die Reise meines Lebens. Probieren Sie es aus! Egal, ob in einer Gruppe, per Mietwagen oder Camper - ich verspreche Ihnen, Sie werden es nicht bereuen! Vielleicht verlieben ja auch Sie sich in dieses fantastische Land, so wie ich! Wenn ich Sie für Namibia begeistern konnte, dann zögern Sie nicht und sprechen Sie mich an. Namibia erwartet Sie!


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