Namibia - Naturschauspiel

Von Christian Fischer |01.04.2014

Per Nachtflug mit Air Namibia - A330-200 in Economy Class (2-4-2) - nach Windhoek. Die Maschine ist nagelneu, sehr sauber, 98% Pünktlichkeitsrate.

Nach zehn Stunden Flugzeit und kaum Jet-lag, zeigt der Blick aus dem Flugzeugfenster eine saftig-grüne Landschaft und durch kleinere Erhebungen das eingerahmte Windhoek. Die Hauptstadt Namibias macht einen recht „übersichtlichen“ Eindruck, alles geht etwas ruhiger zu, die Architektur ist meist flach mit entsprechender Ausdehnung (ca. 40 km). Sehenswert sind, neben Craft Markets auch die Christuskirche, das Parlamentsgebäude (Tintenpalast) und die Herstellung der weltberühmten namibischen Diamanten in einer Diamantenfirma.

Eine exklusive Hotelübernachtung - mit ausgesprochen familiärem Charme - findet man im Hotel Heinitzburg. Individuell und großzügig gestaltete Hotelzimmer - und erstklassige Cuisine... und der größte Weinkeller Namibias (auch nicht schlecht!). 

Auf geht´s zur Tour "Naturschauspiel" auf der B1 in Richtung Norden, wo uns 350 km grüne Hügel-Landschaft, auf gut ausgebauten Straßen (Namibia hat zusammen mit Südafrika die beste Infrastruktur auf dem afrikanischen Kontinent), begleitet. Kurzer Stopp ist in der Frans Indongo Lodge – 43 km nordöstlich von Otjiwarongo, eine ideale Station für einen Aufenthalt auf dem Weg von Windhoek nach Etosha oder in den Nordosten des Landes.

Weiterfahrt zum Onguma Game Reserve und dem gleichnamigen luxuriösen 5 Sterne- "The Fort – Bush Suites". Eine, im marokkanischem Stil nachempfundene Hotelanlage, in die Landschaft brillant eingefügt und mit idyllischem Rundum-Blick über die Savanne. Die einzelnen Forts/Bungalows liegen
seitlich vom Hauptgebäude  und sind ausschließlich mit dem Hoteljeep zu erreichen. Zu Fuß gehen ist strengstens untersagt. Die Unterkünfte haben einen besonderen Charme, da einerseits gemauert und zur Veranda hin mit dickeren Zeltplanen versehen, die sich im 180° Panorama öffnen lassen – Tierbesichtigung vom Bett aus – und wenn´s kalt wird noch mit offenem Kamin. Die Hotelküche und
der Service sind exzellent.

Nach einer früh-morgendlichen Wildbeobachtungsfahrt im eigenen Game Reserve und den ersten Späherfolgen, ging es weiter zum nahegelegenen Etosha Nationalpark. Kurz nach einer kurzen Kontrolle lief uns bereits ein jugendlich wirkender Elefantenbulle voraus. Also, den Ersten der "Big Five" haben wir schon mal im Objektiv.

Auf der Sandpiste geht es weiter auf Pirschfahrt. Da wir uns in der Sommer- bzw. Regenzeit befinden, ist die Vegetation sehr ausgeprägt und grün. Der höhergelegene Bus ist, gegenüber einem normalen PKW/4x4 von Vorteil, da ein besserer Überblick besteht und innerhalb der Etosha ausschließlich auf den vorgegebenen Routen/Straßen gefahren werden darf - und das ist auch gut so!

Und dann ging´s auch schon weiter mit den Kameras im Anschlag: Giraffen, weitere Elefanten, Gnus, Strauße, Nashörner und und und – einfach "grandios"!

Dazwischen noch ein paar Leckereien zum Kosten, z.B. proteinreiche Mopane-Raupen. Außerhalb des Etosha-Nationalparks, sehr nahe und idyllisch auf einer Bergkuppel gelegen, erreichen wir die Etosha Safari Lodge (unterhalb davon das Etosha Safari Camp). 55 einzelnen Bungalows inmitten von Mopane Bäumen und einem fantastischen Blick in die Täler, Bergkulisse und sogar bis in die Etosha. Diese beiden Anlagen gehören zur Gondwana-Gruppe, die eine Kombination aus Tradition, namibischer Atmosphäre und Nachhaltigkeit erfolgreich in ganz Namibia umsetzt. Tolle Idee! 

Die Tour geht weiter ins „Damaraland“, welches sich durch die vielseitige und eindrucksvolle Landschaft auszeichnet. Mit einem Besichtigungsstopp in der Damara Mopane Lodge (gehört ebenfalls zur Gondwana-Gruppe), die seit weitläufig ist, jeder Bungalow hat einen eigenen Garten mit eigenem Obst- und Gemüseanbau! Hieraus versorgt sich die Hotelküche ausschließlich, je nach saisonalem Angebot.
Weiterfahrt und Übernachtung in der Vingerklip Lodge mit dem berühmten Vingerklip-Felsen und den zerklüfteten Felsformationen (erinnert etwas an Utah, nur bewachsener).

Die Lodge liegt traumhaft auf einer Anhöhe, die einzelnen Gebäude und Hotelbereiche sind ebenfalls darin eingebettet. Umringt von einer gigantischen Felskulisse bietet das Hotel einen eindrucksvollen Ausblick in die umliegende Landschaft – tolle Sonnenunter- und -aufgänge. Eine sehr gute Küche, ebenfalls ein Restaurant auf dem Felsplateau, das in ca. 15 Minuten Gehzeit über Treppen zu erreichen ist. Absolut ein Muss für einen Sun-Downer mit bester Aussicht.

Weiter geht es durch das szenenreiche Damaraland, das geologisch die artenreichste Landschaft Namibias vorweist. Wüstenelefanten oder schwarze Nashörner haben sich zwar nicht blicken lassen, aber eine der bekannten Attraktionen – der „Petrified Forrest“ – mit seinen, bis zu 30 m versteinerten Baumstämmen, der über 200 Millionen Jahres geschätzt wird. Die Mitnahme von irgendwelchen Versteinerungen ist absolut verboten!

Die Weiterfahrt führt uns nach Twyfelfontein, dem Open-air Museum und einzigem Welt-Kulturerbe Namibias, einer Schatztruhe an tausend Jahre alten Felsgravierungen – und die Sonne brennt...
Nach einigen Kilometern treffen wir auf eine der besten und faszinierendsten Unterkünfte in Namibia, dem Mowani Mountain Camp. Diese 5-Sterne Hotelanlage schmiegt sich einzigartig in die bizarre Naturlandschaft, die vor allem aus unzähligen, von Naturkräften rundgeschliffenen, Granitfelsen geprägt wird. Hoch gelegen, bietet dieses Camp einen gigantischen Rundblick über die Savannen und auf die
Felsenlandschaften. Die „Zelt-Bungalows“ liegen alle unterschiedlich und bieten einen hohen Komfort mit besonderem Charme und der Möglichkeit, die Frontflächen der Unterkunft (mit Holzbalkon/-Terrasse) zu öffnen und somit einen freien Blick auf die Naturkulisse zu genießen – einzigartig! Das Hotelmanagement und somit auch der Service sind erstklassig.

Jetzt liegen 5 Stunden Sandpiste durch skurrile Landschaften vor uns, dazwischen ein entfernter Blick auf Namibias höchstem Berg, dem über 2600 Meter hohen "Brandberg". Plötzlich wechseltdie Szenerie in eine Wüstenlandschaft – und diese immer endlos geradeaus, bis der Atlantik ins Blickfeld kam.
Entlang der Atlantikküste (links Sand und Dünen, rechts auch Sand und Strand) – mit einem riesigen Wrack als Abwechslung (Ausläufer der Skeleton Coast) – geht die Fahrt zum finalen Tagesziel – Swakopmund.

Die "Stadt am Meer" macht einen sehr ruhigen und idyllischen Eindruck, wo teilweise die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Alles ist sehr gepflegt und sauber mit schönen alten Kolonialbauten - eben sehr gepflegt.

Richtung Wasserfront befinden sich auch moderne Bauten, entlang der breiten Sandstrände - alles gut dem Umfeld angepasst. In einigen Bereichen ähnelt die Atmosphäre ein bisschen dem der Westküste Kaliforniens – aber nur ein bisschen.

Durch die Lage am Meer, bietet Swakopmund einen schönen Kontrast zum "steinigen Landesinneren" und rundet die Reise auch kulinarisch (mehr Fisch und Meeresgetier auf der Speisekarte) ab.
Eine dreiviertel Stunde entfernt kommt man zur Walvis Bay, wo eine Katamaran-Tour auf dem Programm stand. Der Kat-Anbieter wartet mit einem tollen Equipment und Service auf. Abgerundet mit erstklassigen namibischen Austern und allerlei kulinarischen Leckereien, garantiert der Ausflug die Bekanntschaften von Kormoranen, weiteren Bordgästen der Spezies Pelikane und Seelöwen. Neben der amüsanten Bordunterhaltung erfährt man zusätzlich die Beschaffenheit der Küstenregion, der extrem nahrungsreichen Meeresströmung, die z.B. die vorgelagerten Austernbänke 3 mal schneller wachsen lässt, als anderswo auf der Welt...und zwischendurch auch mal ein Glas hervorragenden südafrikanischen Sekt (aus der Kap Region natürlich).

Übernachtungen in Swakopmund empfehle ich entweder im historischen Swakopmund Hotel (ehemaliger Bahnhof), im Hotel "Zum Kaiser" oder stylisch in der 3 km entfernten "Desert Breeze Lodge" (mit Blick auf die Dünen und Sonnenuntergänge).

Nächster Tag und Rückfahrt in Richtung Windhoek - von Meereshöhe auf fast 1700 m ins Hochland – direkt auf die Bergkulisse zusteuernd. Die Fahrt bis Windhoek dauert ca. 4 ½ Stunden. Als Tageshotel werden wir im Kalahari Sands Hotel untergebracht.

Sehr moderne und geräumige Zimmer, hier treffen sich auch viele Geschäftsleute, da es mitten im Zentrum ist. Gute Ausgangslage zur Fahrt zum Flughafen.

Fazit der Reise: Namibia bestätigt die Faszination der einzigartigen Naturgegebenheiten und natürlich auch der beeindruckenden namibischen Tierwelt. Auch in der sogenannten "Regenzeit" ist Namibia hervorragend zu bereisen, weniger kühl in der Nacht und im Tierreich ist das die Zeit der Jungtiere.
Hervorzuheben ist generell die einfache und sehr sichere Abwicklung der Reise.

Ein sehr gut ausgebautes Straßennetz (ein paar Sachen muss man sich halt merken), in vielen Fällen deutschsprachig, gute Sauberkeit.

Alle besichtigten Lodges sind auf einem sehr guten Niveau, sind sehr sauber und bieten oftmals ihren eigenen, besonderen Charme. Der Service war generell sehr zuvorkommend und in vielen Fällen auch sehr persönlich/familiär. Das Preis- /Leistungsverhältnis ist, aufgrund des sehr guten Wechselkurses des Euro, perfekt. Ein qualitativ sehr gutes Essen kostet zwischen € 10 – 20, die südafrikanischen Top-Weine liegen im 5-Sternehotel zwischen € 7 – 20 – einfach perfekt.

Wichtig für Kunden! Vernünftige und transparente Beratung, da es vor allem auf die Agenturen vor Ort sehr ankommt - also nicht an falscher Stelle sparen!

PS: Auf dem Rückflug hatte ich einen Sitznachbar, der von seiner erlebnisreichsten
Motorradtour - durch Namibia - berichtete. Er war auf dem Rückflug, um nach einem Wäschewechsel
mit seiner Gattin in der darauffolgenden Woche wieder nach Namibia aufzubrechen. Ich konnte es gut nachvollziehen :-)

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