Tauchen auf Zakynthos

Von Astrid Köhler |30.12.2017

Zakynthos, die südlichste der Ionischen Inseln hat eine Fläche von ca. 400 Quadratkilometern, ist bequem im Direktflug von Deutschland aus zu erreichen.
Soweit das Auge reicht, ist die Insel geprägt von einer Kulisse aus Zypressen, Pinien und Olivenbäumen.
Im Norden und Westen der Insel findet man spektakuläre Steilküsten, deren Felswände aus 300 Metern Höhe fast senkrecht ins Meer stürzen.
Eruptionen, Witterung und Wellenbewegung schufen hier einzigartige Felsnadeln, Naturbögen und jede Menge Höhlen und Grotten.
Besonders die Südwestküste zwischen Marathia und Cape Keriou ist durchlöchert wie ein Käse. 
Mit dem Mietwagen oder einem Motorroller kann man die Insel an einem Tag erkunden. Auf der Fahrt entlang der Steilküste im Westen der Insel öffnet sich plötzlich die beeindruckende Bucht Navagio Bay und gibt den Blick frei auf schroffe Steilfelsen, weißen Strand und auf das Wrack des alten Schmugglerschiffs »Panagiotis«, das dort im Oktober 1980 havarierte.
Der Duft von wildwachsendem Rosmarin, Oregano, Thymian, Salbei und Minze vereint sich mit der salzigen Meeresluft und verbindet sich zu einer unverwechselbaren aromatischen Komposition. Das Mittelmeer ist hier so blau, dass man es für eine kitschige Fälschung halten könnte – das ist Griechenland.

Das kleine Dorf Limni Keriou liegt im Südwesten der Insel an einer Bucht mit dem atemberaubenden Blick zur Schildkröten-Insel Marathonisi.
Der kleine Ort besticht durch  mit Zitronen- und Orangen bepflanzte Vorgärten, verführerisch duftende Bäckereien und einem kleinen Strand mit kristallklarem Wasser. Kleine Tavernen und Cafés, Souvenirshops und Verkaufsstände, die Bootsausflüge zu den schönsten Buchten der Insel anbieten, säumen den Weg zum Wasser und zur beschaulich kleinen Hafenpromenade, die durch ihre Urigkeit einen ganz eigenen Charme ausstrahlt.  

Hier findet der passionierte Taucher die Tauchbasis Nero-Sport, welche unter deutscher Leitung steht und seit fast 30 Jahren Taucher zu den schönsten Tauchplätzen des Ionischen Meeres bringt.
Mit einem Schritt verlässt man vom Schiff „Avra“ die Welt über Wasser und taucht ein in die blaue faszinierende Unterwasserwelt. Begleitet von einem Schwarm Goldstriemenbrassen folgt man den tanzenden Sonnenstrahlen und einem Schwarm Sardinen hinab in die Tiefe des Mittelmeers.
Eine imposante Felswand öffnet sich, sie gleicht einem riesigen steinernen Bogen. Schwämme und bunte Federhaarsterne sitzen hier und dort auf dem Fels, die Tentakelkronen der Röhrenwürmer wiegen sich im Wasser, Seepapageien schwimmen flink umher und ein kleiner Schwarm Barakkudas zieht unbeeindruckt seine Bahnen und verliert sich in der blauen Unendlichkeit.
Wolken von Mönchsfischen sind ständige Begleiter, die Jungfische stehen in dichten Schwärmen zusammen. 

Einige Taucher zieht es tiefer. Dorthin, wo Nischen und Überhänge sind.
Muränen schauen aus Ihren Höhlen und schon aus der Ferne erscheint eine Höhle als großes, dunkles Loch vor tiefblauem Hintergrund. Vor dem Eingang steht ein kleiner Sardinenschwarm Spalier, die silbernen Körper funkeln hell im Licht der Sonnenstrahlen.
Unter dem Licht der Taucherlampen huschen kleine rote Drachenköpfe, Einsiedlerkrebse, Seespinnen und kleine Bärenkrebse in die Sicherheit kleiner Spalten.
Der Eingang der Höhle ist weit hinter den Tauchern und völlige Finsternis umschlingt sie. Zur Rechten zweigt eine Öffnung ab, die in eine tiefer gelegene kuppelartige Kaverne mündet. Ein Blick auf den sandigen Grund lässt diesen rötlich aufleuchten, schillerndem Perlmutt gleich bewegt sich eine Schicht von kleinen Einhorn- und Felsgarnelen über den Grund, kleidet Wände und Nischen aus.
Der Gang weicht nun zur Seite, macht ganz plötzlich einen Doppelknick und beginnt sich wieder zu erweitern. In weiter Ferne leuchtet das verheißungsvolle Blau der Freiheit. Strahlender Sonnenschein durchdringt wenig später das Wasser. Die Sicht beträgt etwa 50 Meter als man am „Butterfly“ die Höhlenwelt verlässt.
Diese Höhle ist stellvertretend für eine Menge ähnlicher Höhlen- und Grottensysteme, die von Limni Keriou aus den Tauchern einmalige Tauchgänge bieten.

Die Gewässer rund um Zakynthos sind für  Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet und bieten für jeden Ausbildungsstand die perfekten Tauchplätze.         

Neues Highlight der Tauchplätze ist die gesunkene Autofähre „MV Zakynthos“. Erst seit 2015 kann diese 1989 gesunkene Fähre betaucht werden. Ein Muss für jeden „Wrack-Fan“.        

Ihre Astrid Köhler

Auswahl von Tauchplätzen
Torbogen, Altar- und Garnelenhöhle:     
An diesem Tauchplatz gibt es außer dem Unterwasser- Torbogen und der Altarhöhle noch eine weitere Attraktion: die Garnelenhöhle, in der mehrere Gabeldorsche leben, die sich von den tausenden Tanzgarnelen ernähren. Taucht man entlang der bunt bewachsenen Steilwand, trifft man in 20 m Tiefe auf einen mit roten Schwämmen, Moostierchen und Krustenanemonen bewachsenen Torbogen. Nicht weit davon entfernt liegt die Altarhöhle, eine große lichtdurchflutete Grotte, in deren Mitte sich ein großer Fels in Form eines Altars befindet, welcher um die Mittagszeit wird dieser durch das Sonnenlicht mystisch in Szene  besetzt.    
Tiefe: 0–35 m        

Flintenlauf:
Diese Grotte/Höhle ist mit einer Tiefe von null bis zehn Metern relativ einfach zu betauchen. Durch einen zirka 40 m langen Tunnel, der sich auf dem letzten Drittel in zwei parallel verlaufende Gänge  teilt, kann man die gesamte Felsküste durchtauchen. Am Ende der Höhle schaut man auf den türkisfarbenen Ausgang namens »Butterfly«, der mit etwas Fantasie die Kontur eines Schmetterlings hat. Bewohnt mit Wollkrabben, Bärenkrebsen, Langusten und Einhorn-Garnelen ist die Höhle ein Topspot. Ein weiteres Highlight ist ein teilweise aus dem Wasser ragendes Riff, das sich wie zwei Finger auf das offene Meer hinaus zieht.    
Tiefe: 5–35 m    
    
Steinhaufen:
Dieser Tauchplatz besticht durch viele große, kreuz und quer neben- und übereinander liegende Felsbrocken und einen fantastischen Canyon. Zum Teil kann man unter diesen Steinen hindurchtauchen. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten, im Nahbereich sind viele Nacktschnecken und kleine Fischarten zu sehen. Mit Lampen kann man den verschieden farbigen Bewuchs  der Felswände toll zum Leuchten bringen.    
Tiefe: 10–28 m        

Marathonisi:
einfach zu betauchende Canyons und ein großer Fischreichtum zeichnen diesen Tauchplatz aus. Hier findet sich alles, was das Mittelmeer im Nahbereich zu bieten hat.  Marathonisi, wird von den Schildkröten als Eiablageplatz genutzt und darf daher zum Schutz der Schildkrötenlegeplätze nur an der Westseite betaucht werden. Besonders reizvoll sind hier die Nachttauchgänge.
Tiefe: 0–25 m


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