NEW YORK ohne MARATHON 2012

Von Brigitte Freitag |16.01.2013

2012 sollte in sportlicher Hinsicht mein großes Jahr werden und zum Saisonabschluss war die Teilnahme am New York Marathon vorgesehen. Leider durchkreuzte der Wirbelsturm Sandy meine Pläne und die von ca. 45.000 anderen Marathonläufern. Dass der NYM in der sprichwörtlich letzten Minute abgesagt wurde, sorgte natürlich für Enttäuschung bei allen die es trotz der vielen Flugausfälle noch rechtzeitig nach New York geschafft hatten. Aber auch ohne Marathon hatte ich aufregende Tage in einer Stadt, die süchtig macht. 

Auf dem Newark Liberty Airport angekommen wählte ich den Airport Express der den Airport in einer ca. halbstündigen Busfahrt mit dem Port Authority Bus Terminal verbindet.

Mein Hotel, das INK48 - in der 11th Ave, war eine angenehme Überraschung. Helle und komfortabel eingerichtete Zimmer und als Highlight eine Rooftop Bar mit Außenterrasse und freiem Blick über Hudson, Hell´s Kitchen und Theater District bis hin zu den Leuchtreklamen des Times Square.

Kurz nach dem Einchecken holte ich dann im Javits Convention Center meine Startnummer und das Starterpaket für den Marathon ab. Die Nachricht, dass der Marathon abgesagt wurde, erreichte mich beim Verlassen des Centers. Bei einem abendlichen Bummel über den Times Square mit seinem emsigen Treiben und den bunten Leuchtreklamen lies ich den Tag ausklingen.

Am 4.11. - dem Marathontag - trafen sich fast alle angereisten Marathonis bei bester Stimmung und strahlendem Sonnenschein im Central Park. Eine große Runde durch den Park war Pflicht. Einige New Yorker hatten sich sogar an der Strecke eingefunden um die Läufer anzufeuern und mit Getränken zu versorgen. Die nächsten 7 Tage vergingen dann wie im Flug und ich werde hier nur über einige Highlights berichten.

Sightseeing

Als erstes besuchte ich das Empire State Building. Erfreulich war, dass es dort keine langen Warteschlangen zu überwinden galt und ich mich trotz umfangreicher Sicherheitschecks binnen einer halben Stunde auf der Aussichtsplattform befand. Der Ausblick war einfach phantastisch - ganz Manhattan lag mir zu Füßen. Weit im Süden glänzte die Freiheitsstatue im Wasser und im Norden lag der Central Park in der Nachmittagssonne.

Empfehlenswert ist die Bootstour mit Circle Line Sightseeing rund um Manhattan und vorbei an Liberty Island mit der Freiheitsstatue. Die 3 stündige Tour bietet phantastische Ausblicke auf Manhattan, New Jersey und Brooklyn.

Wer New York besucht, sollte über die Brooklyn Bridge und zwar von Brooklyn nach Manhattan gehen. Vor der Brückenquerung kann man sich noch im Grimaldi´s - einer urigen Pizzeria am Fuße der Brooklyn Bridge in der Old Fulton Street - stärken. Der Weg über die Brücke bietet phantastische Anblicke auf den East River und die Skyline von Manhattan.

Im Anschluss an die Brückenquerung bietet es sich an das nur wenige Gehminuten entfernte 9/11 Memorial zu besuchen. Dieses Denkmal ist in dem hektischen und betriebsamen Manhattan eine Insel der Stille und der Besinnung. Die zwei Pools mit den Namen aller Opfer auf den Einfassungen sind sehr beeindruckend. Berührt hat mich der Überlebensbaum der unter den Trümmern des WTC gefunden wurde und der jetzt wieder Blätter trägt sowie die St. Pauls Chapel, die den Einsturz beider Türme unversehrt überstanden hat.

Gerne hätte ich die Freiheitsstatue und das Einwanderermuseum auf Ellis Island besichtigt aber leider waren beide aufgrund der Folgen von Wirbelsturm Sandy gesperrt.

Entertainment/Kultur

Musikalischer Höhepunkt meiner Reise war ein Konzert der New York Philharmonics in der Avery Fisher Hall. Kurt Masur dirigierte dort Werke von Brahms - wirklich sehr beeindruckend! Für diejenigen, die keine Konzertkarte ergattern können, besteht die Möglichkeit die Philharmonics für wenig Geld bei den Proben zu erleben.

Für meinen Aufenthalt hatte ich darüber hinaus auch den Besuch von zwei kleinen Musikclubs vorgesehen: Die Rockland Music Hall (Allen Street, Lower East Side) und das Bitter End (Bleeker Street, NoHo). Für 5 € 10 $ Eintritt kann man hier in einer angenehmen Atmosphäre den ganzen Abend über Life-Music hören.

Wer STOMP noch nicht kennt, sollte eine Vorstellung im Orpheum Theater im East Village besuchen. Hier wird sensationelle Percussion-Unterhaltung ohne Instrumente geboten.

Von den zahlreichen Museen in New York habe ich nur das Museum of Modern Art besuchen können. Sehr beeindruckt war ich von den dort ausgestellten Gemälden, hätte mir aber in den anderen Abteilungen etwas mehr Modern Art zum Anfassen (z.B. bei Gebrauchsgegenständen) gewünscht. Gefallen hat mir der MoMa-Shop. Dort gab es neben nettem Kitsch auch Modern Art zum Mitnehmen.

Eat and Dine

Ich habe mir während des Aufenthalts immer Restaurants in den Vierteln ausgesucht in denen ich mich gerade aufhielt. Besonders hat mir die Oyster Bar im Grand Central Terminal gefallen. Das unterirdische Gewölbe ist einfach grandios und die Bedienung ist freundlich und sehr zuvorkommend.

Der Chelsea Market in der 9th Ave bietet zahlreiche Delikatessenläden in einem außergewöhnlichen Ambiente. Sea Food-Liebhaber sollten unbedingt im Lobster Place reinschauen. Neben erstklassigem Sushi und Fisch wird hier natürlich auch Lobster frisch zubereitet. Für den Verzehr der Einkäufe sucht man sich einen Tisch in der Markthalle oder man geht bei schönem Wetter zur Highline. Diese stillgelegte und begrünte Hochbahntrasse ist nur wenige Schritte vom Westausgang des Markets entfernt.

Shopping

Für kauflustige bietet Manhattan viele Möglichkeiten. Dort gibt es neben Designerläden natürlich auch In-Läden wie Hollister und andere.

Wer auf Schnäppchenjagd ist, sollte eines der großen Outlets besuchen. Ich wählte das Woodberry Common, ca. 1 Busstunde nordwestlich von Manhattan. Die Fahrt buchte ich am Port Authority Bus Terminal und von dort starteten auch die Busse.

Im Century21 in der Courtland Street gibt es Mode aller Marken und von namhaften Designern zu unschlagbar günstigen Preisen.

Elektronikfans werden bei B&H Electronics (nahe Penn Station) garantiert fündig.

Es gibt in New York bzw. Manhattan natürlich wesentlich mehr zu entdecken, zu bestaunen und zu genießen. Immer wieder wird man auf neue Dinge stoßen, ganz gleich wie oft und wie lange man sich dort aufhält. Am eigenen Leib habe ich erfahren dass diese Stadt nie schläft. Durch die isolierten Hotelfenster dringt die ganze Nacht über der Verkehrslärm hindurch aber irgendwie hat mir das nichts ausgemacht, denn der Big Apple verzaubert jeden seiner Besucher. In 2013 werde ich es wieder mit dem New York Marathon versuchen. Schade nur, dass ich dann weniger Zeit für Stadt und Leute haben werde.

Ganz gleich ob Sie zum NY-Marathon oder zum Sightseeing in den Big Apple möchten - gerne werde ich Sie beraten.

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