New York - "Big Apple im Blizzard

Von Andreas Kretschmann |30.10.2008

Vor meiner Reise nach New York hatte ich, zugegebenermaßen, einige Vorbehalte. Im Gegensatz zu den vielfältigen Landschaften hatten mich die städtischen Bereiche der USA, mit Ausnahme von San Francisco, noch nie sonderlich berührt. Doch in Bezug auf New York sollte sich meine Meinung rasch ändern. Ankommend an einem Freitag im Februar ging es mit dem hoteleigenen Shuttlebus zum Ritz Carlton Battery Park, welchen an der Südspitze Manhattans liegt. Die Zimmer mit Hafenblick bieten einen herrlichen Blick auf die Freiheitsstatue, jedes dieser Zimmer ist zusätzlich mit einem Standteleskop ausgestattet. Wer hier über das Wochenende nächtigt glaubt fast nicht in New York zu sein. Außer ein paar Jogger am Morgen, im gegenüber liegenden Park, bewegt sich nichts. Das liegt zum Großteil daran, daß die Geschäfte der in der Nähe liegenden Wall Street am Wochenende ruhen.
Für den Samstag war ein Stadtrundgang „per pedes“ angesagt. Der Fußmarsch führte durch die südlichen Bezirke Tribeca, Soho und Greenwich Village. Hier war nirgends etwas von der befürchteten Hektik zu sehen, eher das Gegenteil war der Fall. Zum Großteil spaziert man durch Wohngegenden mit doppelstöckigen Reihenhäuschen, wie man sie aus vielen amerikanischen Filmen, die in New York spielen, kennt. In Tribeca, noch bis vor 10 Jahren eine berüchtigte Gegend, tut sich derzeit Einiges. Die alten Schlachthäuser und Lagerhallen aus Backstein wurden von Investoren als trendy angesehen. Auch einige Prominente haben hier „ihre“ Lagerhalle gekauft und angesagte „Szene-Restaurants“ oder Bars eröffnet.
Wir durchqueren „Little Italy“; hier ist es schon betriebsamer. Das Stück bis zur Central Station wird mit der U-Bahn überbrückt. Die U-Bahn ist sauber, der Bahnhof wie aus dem Ei gepellt. Galt New York vor 10 Jahren noch als relativ unsicher, so hat sich das Bild gravierend verändert. In der Städtestatistik hat New York in den letzten Jahren mehr als 100 Plätze gutgemacht und befindet sich jetzt unter den Top 40 der sichersten Städte der USA. Von Obdachlosen sieht man in Manhattan nichts. Die Kehrseite dieser Medaille – sie wurden alle in die Randgebiete „ausquartiert“.
Unser Quartier für die nächste Nacht war das Ritz Carlton Central Park. Es hat den Touch eines traditionellen Grand Hotels, die Zimmer wirken allerdings etwas „plüschig“. Bei den Deluxe Zimmern ist die Aussicht bescheiden – man starrt in den engen Innenhof. Zimmer mit Blick auf die 6. Avenue oder gar mit direktem Parkblick sind deutlich teurer. Wer es in der gehobenen Kategorie moderner liebt nimmt am besten das Mandarin Oriental. Die Zimmer befinden sich in den Etagen 43-54, im AOL Time Warner Center. Aufgrund der riesigen Panoramafenster kann man von seinem Bett aus direkt auf den Central Park sehen.
In den Medien wurde mittlerweile vor einem riesigen Blizzard gewarnt, der für den Sonntag erwartet wurde. Und tatsächlich, das öffentliche Leben brach zusammen, die Stadt versank im Schnee. Doch der darauffolgende Montag, bei strahlendem Sonnenschein, war um so grandioser. Quer durch den Central Park stapfend, kam ich mir an einigen Stellen vor wie im Schwarzwald (Bereich The Ramble).
Trotz der Schneeberge gab es am Montag kein Verkehrschaos in der Stadt. Generell empfehle ich, zwischen dem Central Park und dem Time Square alles zu Fuß zu machen. Die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind nicht groß.

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