Mit Costa Kreuzfahrten zu den norwegischen Fjorden

Von Andreas Kretschmann |15.01.2014

Norwegen

16.06.-23.06.12 ab/bis Warnemünde 

In meinem Reisebericht möchte ich weniger auf die landschaftlichen Eindrücke eingehen, sondern mich mehr mit dem Produkt Costa Kreuzfahrten auseinandersetzen.

Die Costa Fortuna ist ein Schiff, das mit 103000 Bruttoregistertonnen und einer Länge von 272 Metern zu den ganz dicken Linern auf den Weltmeeren gehört. Bei dieser Reise waren 2126 Passagiere und 1100 Besatzungsmitglieder auf dem Schiff. Trotz dieser Massen war ich bezüglich des organisatorischen Ablaufes bei Ein- und Ausschiffung äußerst positiv überrascht.
Nach Gepäckabgabe am Cruise Terminal in Warnemünde und Passkontrolle war ich doch innerhalb einer Viertelstunde auf dem Schiff, obwohl ich wohl schon die "Rush-Hour" erwischt hatte.

An Bord konnte ich direkt meine Kabine aufsuchen, wo alle wichtigen Dinge, wie Kabinenkarte und andere Unterlagen bereitlagen. Für die Ausschiffung wurden farbige Kofferanhänger ausgehändigt. Je nach Farbe ging man am Ausschiffungstag zum im Bordmagazin angegebenen Treffpunkt und war wenige Minuten später schon ganz entspannt von Bord.  

Auf dem Schiff selber brauchte ich nicht einmal die Rezeption oder einen anderen Schalter aufsuchen. Für die Bordrechnung konnte man an einem der vielen Terminals seine Kreditkarte aktivieren lassen. Hier konnte man auch jederzeit sein Bordkonto abrufen und überprüfen. Meinen Ausflug hatte ich schon Wochen vor Abreise auf der Costa-Website gebucht, das entsprechende Ticket lag am Abend des ersten Tages in meiner Kabine.
Zu den Ausflügen muss ich allerdings anmerken, dass die Preise hierfür deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen, wie übrigens auch die Preise im Spa- und Wellnessbereich.

Die durch die vorzügliche Organisation gewonnene Freizeit konnte ich dann in die ausgedehnten Essenszeiten im Bedienrestaurant investieren.
Ich persönlich bin auf einer Kreuzfahrt noch nie ins Buffet-Restaurant zum Essen gegangen. Das ist natürlich Geschmackssache. Hier sei gesagt dass Buffet-Liebhaber auf der Costa Fortuna wohl keine große Freude haben werden, denn das Buffet ist sehr übersichtlich und nicht abwechslungsreich.
Die Qualität und Auswahl in den Bedienrestaurants ist mit dem des Buffetrestaurant in nichts zu vergleichen, hier liegen Welten zwischen. Dabei gab es im Bedienrestaurant keinen Qualitätsunterschied zwischen Mittag- und Abendessen.

Positiv aufgefallen sind mir bei Costa auch die Getränke. Während fast alle anderen Reedereien sich für Softdrinks eines Gemisches aus Kohlensäure und Konzentrats bedienen, welches per Düse in die Gläser gefüllt werden, wählt Costa derzeit noch die wesentlich teurere Variante und bietet z.B. Coca Cola in original Kleineinheiten an, die angebotenen Säfte sind zudem alle hochwertig.
Wie lange sich Costa das noch leisten kann mag dahingestellt sein, denn das angebotene Extra-All Inclusive-Getränkepaket für gerade mal € 20.- pro Tag kann eigentlich nicht kostendeckend sein. Denn hier sind derzeit alle Getränke, Cocktails und Kaffee-Varianten enthalten die einen Einzelpreis von € 7,50 nicht überschreiten.
Zumindest ab 2013 soll die Getränkeauswahl für dieses Paket etwas eingeschränkt werden, doch tut das dem tollen Preis-/Leistungsverhältnisses keinen Abbruch, wenn man bedenkt das ein Glas Wein zum Abendessen schon alleine € 6.- kostet.
Für den der es als wichtig empfindet: Das Fleisch wird nicht gebraten, sondern dampfgegart.

In Punkto Sicherheit machten sich bei Costa einige Veränderungen bemerkbar. So wurde mir auf der Brücke vom Kapitän persönlich erklärt, dass ein Abweichen vom Kurs nicht mehr möglich sei. Beim Verlassen des "Pflichtkorridors" würden automatisch Signale an Kapitän und Offiziere gesendet, die Reederei in Genua erhält ebenfalls ein Signal.
Ein besonderes Schauspiel bot sich den Passagieren, die nach Durchquerung des Sogjefjords, im Anlegerhafen in Skjolden, auf den Aussichtsberg stiegen. Von oben konnte man die Seenotrettungsübung der Crew beobachten. Hierbei wurden alle Rettungsboote auf der Backbordseite zu Wasser gelassen, die daraufhin den halben Fjord belegten. Die Rettungsübung für die Passagiere wird übrigens am ersten Tage, spätestens innerhalb von 24 Stunden durchgeführt.

Auf die Schnelle möchte ich noch kurz die recht großen Kabinen, den schnellen Service, gerade im Restaurant und an den Bars, sowie das abwechslungsreiche Show-Programm am Abend würdigen.

Fazit: Costa bietet sowohl für Kreuzfahrt-Einsteiger wie Wiederholungstäter (auf der Kreuzfahrt wurde ein Ehepaar zu seiner 23. Costa-Kreuzfahrt beglückwünscht) ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis, selbst für die Nordlandreisen (Norwegen, Spitzbergen, Ostsee) die seit Jahren Selbstgänger sind und im Preisgefüge deutlich über den Mittelmeerkreuzfahrten liegen. 

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